Forum Einträge



Ein Gedanke zum Tag
So 23 Aug 2026 6:25
Bereitschaft zu wachsen
Wollen wir mehr Geschenke erhalten, müssen wir wach bleiben.

Wie Bill es sieht, S. 16
Nüchternheit füllt das schmerzhafte „Loch in der Seele“, das mein Alkoholismus hervorrief. Oft fühle ich mich körperlich so wohl, dass ich glaube, meine Arbeit sei getan. Jedoch ist Freude nicht allein die Abwesenheit von Schmerz; sie ist das Geschenk eines fortdauernden, spirituellen Erwachens. Freude entsteht durch andauerndes, aktives Lernen sowie Anwenden der Genesungsprinzipien im täglichen Leben und durch das Teilen dieser Erfahrung mit anderen. Meine Höhere Macht bietet viele Gelegenheiten für ein tiefergehendes spirituelles Erwachen. Ich muss zu meiner Genesung nur die Bereitschaft zum Wachsen beitragen. Heute bin ich bereit zu wachsen.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans


Ich habe Zeit immer wieder Zeit zum schreiben.
Do 20 Aug 2026 14:28
Ich nehme mir vor, hier von Zeit zu Zeit und in unregelmäßigen Abständen ein paar Zeilen zu schreiben. Ich möchte jedem Menschen, der hier liest, Mut machen, mit dem Alkohol aufzuhören und sich auf den Weg zu machen. Der gute Weg lohnt sich. Auf meinem Weg habe ich Erfahrungen gemacht, es sind mir Menschen begegnet, habe ich neue Herausforderungen angenommen, das alles wäre mir mit Alkohol nicht möglich gewesen.

Lg. Hans G24h


Heute. Gedanken zum Tag
Mi 19 Aug 2026 6:21
Gesund werden
In unserem Unterbewusstsein wirken sehr tief, manchmal längst vergessen, schwerwiegende seelische Konflikte weiter.

Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 75
Nur durch positives Handeln kann ich die verbliebenen Spuren von Schuld- und Schamgefühle, die durch mein Trinken entstanden waren, beseitigen. Immer wenn mir Missgeschicke während meiner Trinkerzeit passierten, sagten meine Freunde: „Warum tust du das? Du tust dir doch nur selber weh.“ Ich hatte keine Ahnung, wie wahr diese Worte waren. Obwohl ich andere verletzte, verursachte mein Verhalten auch tiefe Wunden in meiner eigenen Seele. Der Achte Schritt liefert mir eine Möglichkeit, mir selbst zu vergeben. Ich lindere eine Menge des verborgenen Schadens, wenn ich meine Liste der Personen erstelle, die ich verletzt habe. Wenn ich diesen Schaden wiedergutmache, befreie ich mich selbst von Belastungen und trage dadurch zu meiner Heilung bei.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans


Aus der Sicht eines Alkoholikers aus 1973 (seine Sicht zum 8. Sc
Mo 10 Aug 2026 8:05

Mit dem GESTERN auseinandersetzen
Aber dann, eines Tages, als er an nichts Unangenehmes dachte, da begegnete er plötzlich der geschiedenen Ehefrau, oder den von ihm getrenntlebenden Kindern, oder dem früheren Chef, oder dem Freund, der die Schuld nie gemahnt. Da stand sie da - die Vergangenheit! Nein - das GESTERN ist erst vorbei, wenn ich mich damit auseinandergesetzt habe. Das kann man nicht mit einem Federstrich vom Tisch wischen. Das läuft uns hinterher, - heute, - morgen, - alle Tage. Und dann schleicht sich die Angst in uns ein: "Hoffentlich begegne ich ihr nicht, der Vergangenheit, der geschiedenen Ehefrau, den verlassenen Kindern, den verbitterten Freunden, dem beleidigten Chef, den betrogenen Gläubigern, dem gehörnten Ehemann, der verlassenen Freundin, ihrem unehelichen Kind, der unbewältigten Vergangenheit!" Ich hatte Angst! Angst vor jedem Brief, vor jedem Gang durch die Stadt, vor jedem Besuch. Es klopft an der Tür: "Wer ist draußen?" .... die Vergangenheit! Und dann wird die Angst größer, sie erfasst den ganzen Menschen, sie erdrückt mich, sie zerschlägt mich, sie ertränkt ihn und dann fängt ES an zu saufen, ES - mein Unterbewusstsein! Zugegeben, am Anfang hat es mir sehr geholfen, meine Kraft nur auf das "HEUTE" zu konzentrieren Diesem "24Stunden-Plan" habe ich es zu verdanken, dass ich überhaupt nüchtern geworden bin. Ich hätte keine weitere Belastung ausgehalten, zumal es schien, als hätte sich seit meinem letzten Schluck die ganze Welt gegen mich verbündet. Doch nun sind einige Jahre vergangen. Jahre der Genesung. Körperlich, geistig und seelisch erwacht, fühle ich die Kraft in mir, diesen schweren Schritt zu gehen, Ich brauche keine Liste der Personen, die ich durch mein Verhalten gekränkt hatte, denn die Namen haben sich unauslöschlich in meinem Gehirn eingeprägt. Ich habe auch in all den Jahren keinen A.A.-Freund getroffen, der zur Erfüllung des achten Schrittes eine Papierrolle bei sich trug. Wir alle sind mit diesen Namen gezeichnet. Wir können sie nicht vergessen, wenn wir es auch wollten. Vielleicht ist mir der eine oder andere Name entfallen, doch die Person ist in meinem Unterbewusstsein verankert. Ich brauche sie nur zu rufen.
Lg. Hans G24h


Unsere Anstrengungen verdoppeln
Mo 10 Aug 2026 7:58

Bis zu einem gewissen Grad hat er das schon bei seiner inneren Inventur gemacht, doch jetzt ist es an der Zeit, seine Anstrengungen zu verdoppeln, um herauszufinden, in welchem Umfang und auf welche Weise er anderen Menschen geschadet hat.

Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 73
Wenn ich weiterhin in Nüchternheit wachse, nehme ich mich selbst mehr und mehr als wertvollen Menschen wahr. So kann ich andere immer besser als Mensch wahrnehmen und ich merke, dass es eben diese Menschen sind, die ich verletzt habe, als ich noch trank. Ich log nicht nur, sondern ich erzählte Lügen über Tom. Ich betrog nicht einfach, sondern ich betrog Joe. Scheinbar unpersönliche Taten waren in Wirklichkeit persönliche Angriffe, weil es Menschen waren – wertvolle Menschen –, die ich verletzt hatte. Ich muss etwas für die Menschen tun, die ich verletzt habe, damit ich eine friedvolle Nüchternheit genießen kann.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h


8. Tradition für die Gruppe
Fr 7 Aug 2026 9:40
Die Tätigkeit in AA sollte immer ehrenamtlich bleiben, jedoch dürfen unsere zentralen Dienststellen Angestellte beschäftigen. Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr es weitergeben. Dieser Grundsatz soll unser Handeln bestimmen, wenn wir die AA Botschaft an andere weitergeben. Geholfen kann nur dann werden, wenn die Bereitschaft zu helfen auf unserer Seite ist, und der Wunsch sich helfen zu lassen beim Alkoholiker vorhanden ist. Bill hinterließ uns ein Vermächtnis: Wenn irgendwo irgendein Alkoholiker um Hilfe ruft, so sei bereit, ihm deine Hand zu reichen. Auf echte Bereitschaft kommt es an. Diese Bereitschaft brauchen wir auch bei den heutigen Meetings. Wir brauchen die Bereitschaft zuzuhören aber auch die Bereitschaft unsere Lebensgeschichte zu erzählen. Für solche Hilfe nehmen wir keine Bezahlung entgegen. Wir haben keine vollbeschäftigte und bezahlte Alkoholiker, die im 12. Schritt arbeiten. Einen Trinker kann man nicht berufsmäßig trocken legen. Wir haben den Nicht Alkoholiker etwas voraus. Wir sprechen mit dem Hilfesuchenden die gleiche Sprache. Viele Hilfsaktionen haben das erkannt und sie bemühen sich Alkoholiker als Voll beschäftige Angestellte in ihren Dienst zu nehmen. Eine ganze Reihe von Alkoholiker ist als Sozialhelfer, Therapeuten, Fachberater tätig. Aber keiner von ihnen als Anonymer Alkoholiker angestellt. Jeder von ihnen arbeitet als Fachmann mit Spezial wissen. Die Kraft dazu holt er sich in einer AA –Gruppe. Sie alle arbeiten nicht im Auftrag der AA, sondern im Auftrag einer anderen Intuition und werden auch von ihr bezahlt. Auch die AA kann Alkoholiker und Nichtalkoholiker beschäftigen. Ihre Arbeit hat aber dann nichts mit dem 12. Schritt zu tun. Das ist ein harter Job, der ordentlich bezahlt werden muss. Es gibt arbeiten, die durch Dienststellen getan werden müssen: Herstellen und Vertrieb von Literatur einschließlich Monatszeitschrift DACH. Die Besetzung von Kontaktstellen zur Annahme und Bearbeitung von Hilferufen und anderen mehr. Die Arbeit in der AA kann nicht mehr mit freiwilligen Kräften allein bewältigt werden, es braucht voll beschäftige Angestellte auch. Umsonst habt ihr empfangen – umsonst sollt ihr geben. Dieser Grundsatz der achten Tradition sollte unser Handeln bestimmen, wenn wir in Sinne des zwölften Schrittes die Botschaft an Alkoholiker weitergeben. Als wir am Ende und ohne Hoffnung waren, erfuhren wir durch andere von AA. Sie bewiesen durch ihre Haltung und ihr Leben, dass es eine Lösung gibt. Sie teilten uns ihre Erfahrung mit, und wir brauchten keinen Sehnt zu bezahlen. Gib es einfach weiter, so wie es an dich weitergegeben wurde. !
Lg. Hans


Der 8.) Schritt Das war vor Jahren meine Sichtweise.!
Fr 31 Jul 2026 14:36

Ich machte eine Liste aller Personen denen ich Schaden zugefügt hatte…..

Wenn ich erst einmal zum achten Schritt vorgedrungen bin, bin ich so weit, dass ich an meiner Beziehung arbeiten kann. Das beginnt damit, dass ich eine Liste erstelle, die ich auf irgendeiner Weise verletzt oder beleidigt habe. Ich achte darauf wo und wie ich was falsch gemacht habe. Ich stehe zu meinen Verhalten. Jetzt, wo ich im Begriff bin, gesund zu werden, muss ich den anderen helfen, damit auch sie mit sich selbst ins Reine kommen können. Meine Liste muss so vollständig wie möglich sein. Sobald mein Heilungsprozess Fortschritte macht, werden mir noch andere einfallen, denen ich weh getan habe. Ich trage sie ebenfalls auf die Liste ein. Dadurch werde ich auch schneller weiterkommen in meinem jetzigen gesunden denken. Ich darf nicht vergessen: Diesen Schritt mache ich für mich selber. Er soll dazu beitragen, dass ich nüchtern bleibe. Mein bemühen gehört zum achten Schritt dazu, ich muss bereit sein, die alte Vergangenheit aufzuarbeiten und loszulassen.
Lg. Hans


Schritt für Schritt
Mo 27 Jul 2026 14:28
Die großen Klassiker in allen Traditionen waren bestrebt, den Menschen einen Schlüssel zu einem inneren Verständnis zu geben, zu einen Weg durchs Leben. So auch unsere Traditionen der Anonymen Alkoholiker, wenn wir versuchen den vorgegebenen Weg in unserem Programm zu verlassen kommen wir unweigerlich ins Schleudern.
Auch bei den 12 Schritten, Betroffen ist einer, der aus irgendeinem Grund den nächsten Schritt nicht tun kann, wie er ihn ursprünglich tun sollte. Etwas macht ihn stutzig und lässt ihn erschrecken zum Beispiel vor seiner Inventur. Aber es braucht einfach seine Zeit bis der Betroffene bereit ist zur totalen Lebensumkehr und seinen Irrweg zu verlassen. Machen wir uns nichts vor: Wir haben nicht unendlich viel Zeit und wissen alle nicht, wie viel Zeit uns noch bleibt. Verschieben wir nicht die Schritte zur Freiheit auf irgendwann. Jede Stunde kann ich beginnen mit der UMKEHR und einen für mich befreienden Weg zu beschreiten.
Lg. Hans g24h


GELASSENHEIT !!! (immer wieder ein Thema)
So 19 Jul 2026 7:10
So schauts aus.
Wir hüten unseren Gelassenheitsspruch, weil er uns ein Licht bringt, das unsere alte und verhängnisvolle Neigung zum Selbstbetrug vertreibt.
(Wie Bill es sieht Seite 28)
Es hat lange gedauert, bis ich eine gewisse Gelassenheit in mir gespürt habe. Zu beginn meiner Trockenheit wollte ich möglichst sofort ebenso gelassen sein wie die langjährig trockenen Freunde, die ich in den Meetings traf. Wie sollte ich tun, um diese Ruhe ausstrahlen zu können, die mich in den Meetings umgab.?
Das Wichtigste ist, das erste Glas stehenzulassen, sagten die Freunde! Ich hatte große Zweifel, dass dieser Satz das große Geheimnis war. Trotzdem dämmerte mir ganz langsam, dass all die Freunde vielleicht recht haben könnten. Ich habe bis jetzt alle täglichen Gläser Alkohol stehen lassen können und meine Gelassenheit hat sich irgendwie eingeschlichen. Seitdem ich nicht mehr saufe, sind die ungeduldigen Momente viel weniger geworden. Gib mir die Gelassenheit-aber bitte sofort das hat sich aus meinem trockenen Leben weitestgehend verabschiedet.
Lg. Hans G24h


Falscher Scham offen mit meiner Krankheit umzugehen.
Fr 17 Jul 2026 6:47
Für mich war es ein ganz wichtiger Schritt offen mit meiner Krankheit umzugehen, es war ein Prozess, bis es soweit war, vermutlich war ich damals noch nicht bereit es für mich selber zu akzeptieren, dass ich Alkoholiker bin. Als ich es dann ehrlich und offen ansprechen konnte, kam irgendwie eine Art Heilungsprozess in Gang, ich konnte zu mir und meiner Abhängigkeit stehen, das war der Anfang von einem guten Weg. Viele Situationen verlieren ihren Schrecken dadurch oder entstehen gar nicht erst. Es ist deutlich einfacher und leichter so. Prinzipiell entscheide ich selbst wem gegenüber ich offen sein will, ich habe kein AA auf meiner Stirn tätowiert, aber mein Umfeld, Familie und Freunde sowieso wissen Bescheid und das ist gut so. Negative Reaktionen darauf habe ich nie gekriegt. Komisch ist, dass ich saufend mich nicht so geschämt hab, wie anfangs beim Eingestehen meiner Sucht. Wie paradox und krank. Als hätten das die Menschen um mich herum nicht doch längst irgendwie bemerkt und halt nur nicht angesprochen. Aus welchen Gründen auch immer.
Lg. Hans