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„Heute. Gedanken zum Tag“
Mi 20 Mai 2026 11:52
Einen Tag nach dem anderen
Vor allem aber, versuche es – einen Tag nach dem anderen.
Wie Bill es sieht, S. 19
Warum mache ich mir selbst vor, dass ich nur für heute das erste Glas stehen lassen muss, wenn ich doch ganz genau weiß, dass ich in meinem ganzen Leben nie wieder trinken darf? Ich mache mir gar nichts vor, denn einen Tag nach dem anderen ist wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, auf die ich das Ziel der langfristigen Nüchternheit erreichen kann. Indem ich mir vornehme, mein ganzes Leben nie wieder zu trinken, stelle ich mir eine Falle. Wie kann ich sicher sein, dass ich nicht zu trinken werde, wenn ich nicht weiß, was die Zukunft bringen mag? Auf der Grundlage von “Nur für Heute“ bin ich zuversichtlich, dass ich für diesen einen Tag das erste Glas stehen lassen kann. So starte ich mit Zuversicht. Am Ende des Tages belohnt mich der Erfolg. Erfolg fühlt sich gut an, so dass ich mehr davon haben will!
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans
Die 12 Verheißungen oder Versprechungen
Do 14 Mai 2026 12:21
(Blaues Buch / Seite 96)
Wenn wir in diesem Abschnitt unserer Entwicklung sehr gewissenhaft sind, werden wir verblüfft sein, noch bevor wir den Weg zur Hälfte zurückgelegt haben.
Wir werden eine neue Freiheit und ein neues Glück kennen lernen. Wir wollen die Vergangenheit weder beklagen noch die Tür hinter ihr zuschlagen. Wir werden verstehen, was das Wort Gelassenheit bedeutet und erfahren, was Frieden ist. Wie tief wir auch gesunken waren, wir werden merken, dass andere aus unseren Erfahrungen Nutzen ziehen können. Das Gefühl der Nutzlosigkeit und des Selbstmitleids wird verschwinden. Unsere Ichbezogenheit wird in den Hintergrund treten, das Interesse an unseren Mitmenschen wachsen. Unsere Selbstbezogenheit wird dahinschmelzen. Unsere Einstellung zum Leben und unsere Erwartungen werden sich ändern. Angst vor den Menschen und vor wirtschaftlicher Ungewissheit werden schwinden. Ohne lange nachzudenken, werden wir jetzt mit Situationen fertig, die uns früher umgeworfen haben. Plötzlich wird uns bewusst, dass Gott für uns das erledigt, wozu wir al-lein nicht in der Lage sind.
Sind das alles übertriebene Versprechen? Wir meinen nicht.
Sie werden überall bei uns Wirklichkeit.
manchmal schneller, manchmal langsamer.
Sie werden sich immer erfüllen, wenn wir daran arbeiten!
Auszug aus dem Buch Anonyme Alkoholiker Seite 96-97 mit Genehmigung der AA World Service, Inc.
Lg. Hans
DER FÜNFTE SCHRITT (aus dem kleinen braunen Buch)
Mi 13 Mai 2026 7:49
Wir gaben Gott, uns selbst und einem anderen Menschen gegenüber unverhüllt unsere Fehler zu.
Die im Fünften Schritt gegebene Empfehlung liest sich leichter, als sie zu bewerkstelligen ist. Wieder wird uns etwas angeraten, was uns zunächst ziemlich arg gegen den Strich geht.
Wir sollen mit einem anderen über uns reden und daraus Nutzen ziehen. Skepsis wird wach, Erinnerungen an die Trinkerzeit, in der wir oft enthemmt und unkontrolliert bereit waren, all unseren vorhandenen oder vermeintlichen Kummer anderen vorzulabern. Ob der andere das nun gerade hören wollte oder nicht, darauf nahmen wir keine Rücksicht. Diese wehmütigen, selbstzerfleischenden Geständnisse, die wir übertreibend abspielen ließen und wiederholten wie eine Schallplatte, die in einer Rille hängt, haben nie den erwarteten Erfolg gehabt. Am Ende eines solchen Gespräches waren wir einsamer als vorher. Traurig und weinerlich saßen wir vor dem nächsten Glas.
Lg. Hans
Anonyme Alkoholiker, S. 83
Di 12 Mai 2026 16:15
Der leichtere, bequemere Weg
Wenn wir diesen lebenswichtigen Schritt überspringen, könnten wir vom Trinken nicht loskommen.
Anonyme Alkoholiker, S. 83
Sicherlich habe die Gelegenheit, mich dem zu stellen, wer ich war, nicht mit Begeisterung ergriffen – besonders dann, wenn das Leiden meiner Sauftage wie eine dunkle Wolke über mir hing. Bald aber ich hörte im Meeting von einem Mitglied, das Schritt Fünf einfach nicht machen wollte und weiterhin in die Meetings kam, zitternd vor den Schrecken des Wiedererlebens seiner Vergangenheit. Der leichtere, bequemere Weg ist es, diese Schritte Richtung Freiheit von unserer tödlichen Krankheit zu machen und unser Vertrauen in die Gemeinschaft und die Höhere Macht zu setzen.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans
Aus 1973 zu den 12 Schritten
Mo 11 Mai 2026 16:44
Nur in Demut bekomme ich Kontakt
Früher hatte ich damit große Schwierigkeiten und verzweifelt gab ich auf. Selbstverständlich war ICH nicht daran schuld, sondern scheinbar gab es für mich keinen Gott. Heute bin ich eines besseren belehrt. Heute kenne ich den Schlüssel zu seiner Tür. Es ist die vorher bereits erwähnte Demut. Nur in Demut kann ich meinen Schöpfer erkennen, indem ich mein eigenes ICH herabsetze, indem ich mir selbst all meine Fehler eingestehe. So wird er mich hören und so verstehe ich das Beten.
"Beten" kommt nicht von "Bitten", sondern ist ein Wortbegriff für jede innige Zwiesprache mit jener Kraft, die größer ist als ich selbst. Und nur wenn ich bereit bin, wenn ich demütig von meinem hohen Ross absteige und in mich gehe nur dann bekomme ich Kontakt. Dieser Kontakt, dieses Erlebnis, dass ich mit Menschen um mich und mit Gott in mir eins werde, befreit mich von der Bedrückung, die mir alle meine Fehler auferlegen. Ich gewinne neue Hoffnung, ich werde frei. So frei, dass es mir heute leichter fällt auch dem oder jenen Menschen meine Fehler offen zuzugeben, denn das führt schließlich zur gegenseitigen Achtung und zur Achtung vor sich selbst.
Lg. Hans
„Heute. Gedanken zum Tag
Mo 11 Mai 2026 16:40
Die Vergangenheit ist vorbei
Die Erfahrung der AA hat uns gelehrt, dass wir nicht allein leben können mit unseren drückenden Problemen und Charakterfehlern, die Schwierigkeiten hervorrufen oder bestehende verschlimmern. ... mit Hilfe des Vierten Schrittes ... die Erfahrungen, die wir am liebsten vergessen möchten, traten besonders stark hervor. ... wird es umso dringlicher, dass wir damit aufhören, allein mit den quälenden Gespenstern von gestern zu leben. Wir müssen mit jemandem darüber sprechen.
Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 52
Was auch immer geschehen ist, ist vorbei. Es kann nicht geändert werden. Aber meine Einstellung dazu kann geändert werden, indem ich mit denen, die vor mir kamen und mit Sponsoren rede. Ich kann mir wünschen, dass die Vergangenheit nie gewesen wäre, aber wenn ich im Hinblick auf das, was ich getan habe heute anders handle, wird sich meine Einstellung ändern. Ich brauche dann die Vergangenheit nicht wegzuwünschen. Ich kann meine Gefühle und Einstellungen ändern, aber nur durch meine Taten und die Hilfe meiner Weggefährten in AA.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h
5. Tradition der AA
Do 7 Mai 2026 14:48
Die Hauptaufgabe jeder Gruppe ist, unsere AA-Botschaft zu Alkoholiker zu bringen, die noch leiden. Hier wird hervorgehoben, dass überwiegend die Gruppe und nicht das einzelne Mitglied sich um den leidenden Alkoholiker kümmern soll. Die AA ist nicht Sache eines Einzelnen sondern der Gruppe. Wir sind keine Solosänger sondern wirken besser im Chor, hat jemand einmal gesagt. Die Erfahrung lehrt auch, dass so mancher Alleingang im 12. Schritt im Rückfall geendet hat. Wenn es der Hauptzweck einer Gruppe ist, die Botschaft weiterzugeben an Alkoholiker, die noch leiden, dann bedeutet das, dass wir in erster Linie die Gruppe durch unsere Mitarbeit gesund erhalten. In der Gruppe findet dann, der noch leidende Alkoholiker einen Ort wo er sich wohlfühlen kann, wo er Alkoholiker trifft, die er als Alkoholiker versteht. Je angenehmer, je toleranter, je ehrlicher, je verständlicher er die Gruppe findet, umso eher wird er bleiben, und so leichter wird er die Botschaft verstehen. Die 5. Tradition lässt völlig frei und offen, was der noch leidende Alkoholiker aus der Botschaft macht. Es heißt, die Botschaft weitergeben aber es heißt nicht, den Alkoholiker zu überreden, die Botschaft anzunehmen. Auch als Gruppe sind wir Machtlos den Alkohol gegenüber, und wir können lediglich die Botschaft weitergeben. Die Gruppe ist kein Krankenhaus, wo die körperlichen Schäden geheilt werden. Wir sind auch keine Psychologen, wo Ehen gekittet werden, dazu sind andere Stellen zuständig. Wenn wir in ein Krankenhaus gehen, die Alkoholiker, die dort behandelt werden über AA zu informieren, dann ist es wiederum die Gruppe, die eine kontinuierliche Weitergabe der Botschaft eher garantieren kann, als der Einzelne. Die Gruppe hat mehrere Mitglieder sodass ein anderes einspringen kann, wenn ein Mitglied ausfällt. Wenn wir die Botschaft weitergeben, sollten wir keine Erwartungshaltung in den noch leidenden Alkoholiker wecken, dem wir die Botschaft bringen. Wir sollten das tun, was wir können, und überlassen alles übrige der Höheren Macht, wie wir sie verstehen.
Lg. Hans G24h
Mein 5.) Schritt was ist deine Erfahrung ?
So 3 Mai 2026 6:28
Ich gab Gott, mir selbst und einen anderen Menschen offen und vor allen ehrlich meine Fehler zu.
Ich habe genug Fehler gemacht und alles schien davon zu schwimmen, aber was hat das mit einen anderem zu tun? Jeder vernünftige Mensch, der seine Fehler und Schwächen eingesehen hat, wird versuchen, sie abzulegen, ich natürlich musste Umwege gehen ich wollte alles bis zuletzt auskosten. Ich zur der Zeit das innere Bedürfnis mit jemanden über meine Sorgen meines Lebens zu sprechen. Als ich in die AA- Gruppe das erste Mal meine Lebensgeschichte erzählt habe waren alle über so viel Ehrlichkeit erstaunt, mir selber ist es gar nicht aufgefallen, was war ehrlich und unehrlich in meinen Leben. Das offene Eingeständnis meiner Fehler, gab dem anderen Mut es auch einmal zu versuchen. Ich habe herausgefunden, dass das FREI VON DER LEBER zu reden mir ein wunderbares Gefühl der Erleichterung gegeben hatte. Viele Dinge von denen ich geglaubt hatte, ich würde nie darüber reden können, begannen herauszusprudeln und ich spürte wie es in mir immer leichter wurde. Durch das Eingestehen habe ich auch neue Freunde bei den AA gefunden. Ich gehörte nun zu einer Gruppe ehemaliger Säufer und wurde auch ohne große Bedingungen einfach so wie ich bin aufgenommen. Früher meinte ich wenn ich zugebe, das ich ALKOHOLIKER bin, das wäre mein absoluter Untergang. Alkoholiker ein nacktes Bloßstellen in der Gesellschaft aber ich wurde eines besseren belehrt. Ich machte die Erfahrung, dass es der Anfang eines neuen und schöneren Lebens war. Ich hörte oft man sollte sich einen aus der Gruppe auswählen zu dem ich ein besonders Vertrauen habe, den konnte ich noch mehr anvertrauen, es gab super Gespräche nach dem Meeting unter vier Augen. Es tat mir gut und diese Gespräche vermittelten mir sehr viel Kraft und Hoffnung. Es gibt auch noch einen Dritten im Bunde, von dem ich gerade am Anfang nichts wissen wollte. Gott so wie ich ihn heute verstehe, durch ein langes hin und her habe ich eingesehen es ist für mich eine Notfall Nummer, wenn ich alleine und gerade ohne Gruppe bin dann kann ich ihn anrufen. Aber eines darf ich nicht vergessen Ich bin derjenige der diesen Kontakt herstellen muss, und ihn auch pflegen soll. Ich sehe es Heute als FREIHEIT meine Fehler und Schwächen zugeben zu dürfen. Das heißt aber auch gerade für mich ich kann es jederzeit und ohne mich schämen zu müssen erledigen. Mein Freund ist der innere SPIEGEL der weis ganz genau ob ich die Wahrheit sage oder ich mich wieder in das alte Fahrwasser begebe und mich selber belüge.
Lg. Hans
Sclüssel zur Nüchternheit
Mo 27 Apr 2026 8:46
Zitiert aus dem Buch: Wie Bill es sieht
Jeder A.A. hat die Fähigkeit, sich selbst mit dem Neuen zu identifizieren und ihm Genesung bringen zu können. Daher ist der Neue in keiner Weise auf die Lehre, die Beredsamkeit oder irgendwelche besonderen Geschicklichkeit eines bestimmten A.A. angewiesen. Wichtig ist nur, dass es ein Alkoholiker ist, der den Schlüssel zur Nüchternheit gefunden hat.
In meinem ersten Gespräch mit Dr. Bob hob ich stark die medizinische Hoffnungslosigkeit seines Falles hervor und bediente mich dabei der Worte von Dr. Silkworth, der das Dilemma des Alkoholismus als "Sucht plus Allergie"beschrieb. Dies war selbst dem Arzt Dr. Bob neu – eine schlechte Neuigkeit für ihn. Die Tatsache, dass ich als Alkoholiker aus eigener Erfahrung wusste, wovon ich sprach, machte diesen Schlag noch härter.
Ich sah, unser Gespräch war eine Sache der Gegenseitigkeit. Ich predigte nicht mehr. Ich wusste, dass ich diesen Alkoholiker genauso brauchte wie er mich.
Lg. Hans G24h
„Heute. Gedanken zum Tag“
Do 23 Apr 2026 9:03
Es kommt nicht darauf an, glücklich zu sein
Ich glaube nicht, dass es um Glück oder Unglück geht. Die Frage heißt eher: Wie werden wir mit den Problemen fertig, denen wir gegenüberstehen? Was lernen wir von ihnen und wie geben wir unsere Erfahrungen am besten an andere weiter, die von uns lernen wollen?
Wie Bill es sieht, S. 314
Auf meiner Suche nach dem „Glück“ wechselte ich Arbeitsstellen, heiratete und ließ mich scheiden, suchte mein Heil in Ortswechseln und verschuldete mich – finanziell, seelisch und spirituell. In AA lerne ich nun, erwachsen zu werden. Anstatt zu erwarten, dass mich Menschen, Orte und Dinge glücklich machen, kann ich Gott um die Fähigkeit bitten, mich selbst anzunehmen. Wenn ein Problem mich überwältigt, helfen mir die Zwölf Schritte der AA dabei, am Schmerz zu wachsen. Das Wissen, das ich daraus ziehe, kann für andere, die am selben Problem leiden, zum Geschenk werden. Wie Bill es ausdrückt: „Wenn der Schmerz kommt, wird von uns erwartet, bereitwillig daraus zu lernen und anderen beim Lernen zu helfen. Kommt das Glück zu uns, nehmen wir es als Geschenk an und danken Gott dafür.“ (Wie Bill es sieht, S. 314)
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans
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