12 Schritte + 12 Traditionen S. 167
Wenn ein AA sich nicht mit aller Kraft bemüht, nach den von uns empfohlenen Zwölf Schritten zu leben, ist ihm sein Todesurteil fast sicher. Ein neuer Rückfall mit allen Konsequenzen ist keine Strafe, die ihm von Autoritätspersonen auferlegt wurde, sondern das Ergebnis der Nichtbeachtung der geistigen Grundsätze. Auch die Gruppe ist der gleichen Gefahr ausgesetzt. Wenn sie sich nicht nach den Zwölf Traditionen der AA richtet, zerfällt sie und löst sich auf. Darum beachten wir Anonymen Alkoholiker die spirituellen Grundsätze, weil es für uns lebensnotwendig ist und weil wir die Art zu leben lieben, die nur durch Annehmen des Programms möglich ist. Großes Leid und große Liebe sind unsere Lehrmeister, andere brauchen wir nicht.
Lg. Hans G24h
Die meisten von uns wollten nicht zugeben, wirklich Alkoholiker zu sein. Keiner mag den Gedanken, sich körperlich und geistig von anderen zu unterscheiden. Deshalb überrascht es nicht, dass Trinkerkarrieren von zahllosen vergeblichen Versuchen gekennzeichnet sind, so zu trinken wie andere Leute. Jeder abnorme Trinker ist von dem Wahn besessen, er könne irgendwie, irgendwann sein Trinken kontrollieren und genießen. Es ist erstaunlich, mit welcher Hartnäckigkeit an dieser Illusion festgehalten wird. Viele bleiben dabei, bis sie die Schwelle des Irrsinns überschritten oder den Tod vor Augen haben.
Lg. Hans G24h
Wir fassten den Entschluss, unseren Willen und unser Leben der Sorge Gottes - wie wir Ihn verstanden - anzuvertrauen.
Eine Auswirkung der Suchtkrankheit ist ja eine verzerrte Wahrnehmung der Realität - nicht nur, wenn ich gerade betrunken bin. Beim 3. Schritt komme ich drauf, dass es außer Alkohol noch viel mehr im Leben gibt, das ich nicht im Griff habe, und dem gegenüber ich machtlos bin. Im 2. Schritt habe ich begonnen, mir Gedanken über etwas Höheres zu machen. Nun komme ich drauf, dass es da etwas Höheres, Ordnendes, Liebendes gibt und beginne, dieser Höheren Macht auch den Rest meines Lebens anzuvertrauen. Anfangs gezwungenermaßen, weil ich nicht mehr kann, nach und nach freiwilliger, weil ich erkenne, wie sinnlos es ist, gegen etwas anzukämpfen oder sich Sorgen zu machen über etwas, auf was ich momentan keinen Einfluss habe.
Lg. Hans wünsche G24h
Der Schlussstein
Er ist der Chef – und wir handeln in seinem Auftrag. Er ist der Vater – und wir sind seine Kinder. Die meisten guten Ideen sind einfach. Und diese Auffassung war der Schlussstein des neuen Triumphbogens, durch den hindurch wir zur Freiheit gelangten.
Anonyme Alkoholiker, S. 72
Ein Schlussstein ist ein keilförmiges Bauteil am höchsten Punkt eines Bogens, das die anderen Teile zusammenhält. Die „anderen Teile“ sind der Erste Schritt, der Zweite Schritt, und der Vierte bis Zwölfte Schritt. Das hört sich etwa so an, als wäre der Dritte Schritt der wichtigste, als hingen die anderen elf von ihm als Stütze ab. In Wirklichkeit ist der Dritte Schritt jedoch nur einer der Zwölf. Er ist der Schlussstein; wenn aber die anderen elf Steine weder Basis noch Rundung bilden, gibt das mit oder ohne Schlussstein keinen Bogen. Durch tägliche Arbeit in allen Zwölf Schritten werde ich erkennen, dass dieser Triumphbogen darauf wartet, mich zu einem weiteren Tag in Freiheit schreiten zu lassen.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
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Lg. Hans G24h
Die einzige Voraussetzung
Die Dritte Tradition spricht jedem Problem Trinker ungefähr so an:
"Du bist ein A.A, wenn du es sagst. Du kannst seinen Zutritt zu unserer Gemeinschaft selbst erklären; niemand kann dich ausschließen. Es ist unwichtig wie tief du gesunken bist, wie schwer deine emotionellen Störungen sind, selbst, welche verbrechen du begangen hast. Wir möchten dich nicht ausschließen, wir möchten dir die gleiche Chancen zur Nüchternheit geben, die auch uns gegeben waren.“
Wir möchten niemandem die Chance der Genesung vom Alkoholismus vorenthalten. Wir heißen jeden willkommen, wir sind nicht wählerisch.
Lg. Hans g24h
Als ich selber begann regelmäßig in die Meetings zu kommen, entstand eines Tages in mir der Funke: „Genau das, was die haben, will ich auch.“ Und ich denke mir heute, ich habe die Verantwortung, so zu leben, dass ein Neuer Appetit darauf bekommt. Und mit Gottes Hilfe genau dieser Funke in einem Neuen auch entsteht. Heute sehe ich es als meine Aufgabe, die erste Tradition so zu leben, Einigend zu wirken, oder wenn durch unwissende ein schlechtes Klima entsteht. Ich erlebe es immer wieder so, wie es in der ersten Tradition im 12+12, Seite 123 beschrieben steht:
„Die Einigkeit der Anonymen Alkoholiker stellt den größten Wert unserer Gemeinschaft dar. Unser Leben und das Leben aller, die noch zu uns kommen, hängt davon ab. Entweder stehen wir als ein Ganzes zusammen, oder die Gemeinschaft geht zugrunde.“
Lg. Hans G24h
Mein Leben hat sich seitdem Ich aufgehört habe Alkohol zu trinken sehr gewandelt. Meine Energie setze ich für schöne Dinge ein, die mein Leben lebenswert machen. Die Jahre, die ich jetzt ohne Alkohol lebe, waren nicht einfach. Gerade die ersten Jahre, als ich den Scherbenhaufen meines Lebens sah, hatte ich viel aufzuarbeiten, aber ich schaffte es mit klarem Kopf. Wenn ich heute gefragt werde, wie ich es geschafft habe, kann ich nur sagen, ich hatte keine andere Möglichkeit als die Nüchternheit, wenn ich leben wollte.
Früher gab es dort auch Zweifel, wollte ich überhaupt noch leben? Heute bin ich glücklich. Ich bereue nicht, dass mein Leben so verlaufen ist.
Wenn ich nicht das Erste Glas stehen gelassen hätte, könnte ich heute das Leben nicht so genießen.
Lg. Hans wünsche G24h
Ich möchte dieses Lied mit euch teilen.
Macht mich nachdenklich.
https://youtube.com/watch?v=y-rieeYyL0g&is=6_OrjkC_uBMSzWB1
Gute 24h
Roman
Mein Name ist Roman
und ich bin Alkoholiker!
Als ich noch abhängig war konnte ich mir es nicht vorstellen länger als ein paar Stunden nicht zu trinken. Geschweige denn 1 Tag ohne Alkohol zu überstehen.
Und ich hatte viele Ausreden um zu trinken und warum ich nicht ohne Alkohol leben kann.
Der Chef war ein Arsch....die Familie fordert soviel...das Leben ist so ungerecht...ich habe Angst vor der Zukunft....die ganze Welt ist so gemein und schlecht...usw.
Aber im Grunde war es einfach nur Sucht. Egal wie die Umstände waren.
Doch dann ekelte mich schon vor mir selbst und im Suff veränderte sich mein Charakter.
Um ehrlich zu sein, war ich besoffen einfach ein Arschloch und ich tat Dinge, die ich nüchtern nie getan hätte.
Dank der Anonymen Alkoholiker änderte sich meine Einstellung, meine Ansichten und meine Gedanken.
Ich trank nicht mehr und ertrug mein Leben nüchtern.
Leicht war es nicht.
Ich trug viele Kämpfe in mir aus. Ein Kampf gegen mich selbst war das.
Ich übernahm Verantwortung für mich und mein Leben.
Doch ich siegte gegen meine Gedanken und Ausreden um zu trinken.
2004 begann ein Leben ohne Alkohol. Mein NEUES Leben.
Nicht immer einfach und leicht.
Doch besser als mit Alkohol.
Ich wünsche jedem Alkoholiker,dass er auch seinen Weg findet um ein Leben ohne Alkohol zu führen.
Gute 24Stunden und Kraft Tag für Tag....
Roman
Ich bin jetzt seit Jänner 2004 trocken.
Leider habe ich viele gesundheitliche Probleme.
Ich fühle mich zur Zeit absolut nicht gut. Meine Kraft wird immer weniger. Psychisch bin ich zur Zeit auch nicht gut drauf.
Aber ich habe noch keinen Tag bereut nicht mehr zu saufen.
Das Leben ist nüchtern und trocken nicht immer leicht, aber mit Alkohol wird es noch schwerer.
Der kurze Kick im Rausch ist es nicht wert.
Ich bin stolz trocken zu sein und wünsche jedem von euch,dass er auch mit dem Saufen aufhören kann und trocken bleibt.
Es zahlt sich aus!
Gute 24Stunden
Roman