Jeder schreibt ja von seinen eigenen Erfahrungen. Ich schreibe, wenn ich schreibe, über meine Erfahrungen. Die kann jeder hinnehmen oder kommentieren, kann seine Sichtweise darlegen und mich damit an seinem trockenen Weg teilhaben lassen. Damit kann ich meinen Weg immer wieder überdenken und Notfalls korrigieren. Das ist für mich Austausch. Jeder kann auf jedes Thema selbst Einfluss nehmen, wenn er oder sie andere Erfahrungen gemacht hat.
Wie seht ihr das?
Lg. Hans G24h
Vielleicht kann man eine Erklärung für spirituelle Erfahrungen wie die unsrigen finden. Ich habe oft versucht, meine eigenen zu schildern, doch es gelang mir nur, den Ablauf zu erzählen. Ich kenne das Gefühl und die Folgen dieser Erfahrung, aber ich weiß, dass ich niemals das Wie und Warum ganz verstehen werde.
Wie Bill es sieht, S. 321
Ich hatte eine tiefe spirituelle Erfahrung während eines offenen AA-Meetings, die mich herausplatzen ließ: „Ich bin Alkoholiker!“. Seit diesem Tag habe ich nicht mehr getrunken. Ich kann euch die Worte sagen, die ich unmittelbar vor diesem Eingeständnis hörte, und auch, wie sehr mich diese Worte betroffen machten, aber ich weiß nicht, warum es geschah. Ich glaube, eine Macht, größer als ich selbst, hatte in diesem Augenblick meine Genesung beschlossen, obwohl ich nicht weiß, warum. Ich versuche mich nicht, über Dinge zu sorgen oder sie zu hinterfragen, die ich noch nicht verstehe; stattdessen vertraue ich darauf, dass, wenn ich weiterhin die Schritte arbeite, die AA-Prinzipien in meinem Leben anwende und meine Geschichte teile, ich liebevoll zu einer tiefen und reifen Spiritualität geführt werde, die mir noch mehr offenbaren wird. Bis dahin ist es für mich ein Geschenk, Gott zu vertrauen, die Schritte zu arbeiten und anderen zu helfen.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h
Suche nach verlorenem Glauben
Es gibt eine große Zahl von A.A., auf die folgender Ausspruch genau zutrifft: "Wir kamen von unserem Kindheitsglauben ab. Mit dem materiellen Erfolg stellte sich auch das Gefühl ein, dass wir das Spiel des Lebens gewinnen würden. Das war sehr heiter, und wir waren glücklich."
Warum sollen wir uns mit theologischen Abhandlungen und religiösen Pflichten belasten oder gar mit dem Zustand unserer Seele, jetzt und später?
Der Wille zu siegen wird uns schon durchbringen.
Doch dann bemächtigte sich unser der Alkohol. Wir bekamen nur noch miese Karten, und als wir erkannten, dass ein weiteres schlechtes Blatt uns sofort aus dem Spiel werfen würde, mussten wir unseren verlorenen Glauben suchen.
Wir fanden ihn in der Gemeinschaft der A.A. wieder.
lg. Hans G24h
Hallo Marco
Wir wünschen dir alles Gute zu deinem ersten AA-Geburtstag, jeder Tag ohne Alkohol ist eine Gnade.
Weiterhin noch viele Trockene Geburtstage.
Lg. Renate und Hans
Alltagsleben
Die A.A. legen einen ganz besonderen Wert auf die persönliche Inventur, weil sich viele von uns selbst niemals richtig einschätzten konnten.
Ist die heilsame Übung einmal zur Gewohnheit geworden, finden wir sie so wichtig und nützlich, dass uns die Zeit, die wir dafür aufwenden, nicht fehlt. Diese Minuten – manchmal sogar Stunden – der Selbstprüfung machen alle anderen Stunden unseres Tages besser und glücklicher.
Mit der Zeit wird unsere Inventur notwendiger Bestandteil unseres Alltagslebens: Sie ist nicht mehr ungewöhnlich oder seltsam.
Lg. Hans G24h
Letztlich hilft mir dieser Schritt auch im "JETZT" meine mitmenschlichen Beziehungen zu verbessern, Wenn ich mir alle die Charakterzüge und Fehlhaltungen ins Gedächtnis rufe, die während meiner nassen Zeit andere Menschen kränkten, treffe ich gleichzeitig die beste Vorsorge, diese Fehler heute nicht zu wiederholen. Ich will mich dabei stets an die Regel halten, dass ich Dinge, die ich selbst tat, offen zugebe, während ich aber gleichzeitig alles Unrecht, das ich wirklich oder vermeintlich erlitten habe, willig verzeihe. Ich darf dabei weder meine, noch die Fehler der anderen übertreiben, sondern muss mich bemühen, alles ruhig und objektiv zu betrachten. Dabei hilft mir mein Leitspruch:
GOTT - gib mir die Gelassenheit, die Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann; den Mut, die Dinge zu ändern, wenn ich es kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."
Lg.Hans G24h
... und drittens überlegen wir, nachdem wir den Scherbenhaufen der Vergangenheit beseitigt haben, wie wir mit der neugewonnenen Erkenntnis über uns selbst am besten mit unseren Mitmenschen zurechtkommen können.
Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 72
Als ich den Achten Schritt in Angriff nahm, kam alles zusammen, was zum erfolgreichen Abschluss der vorhergehenden sieben Schritte notwendig war: Mut, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Bereitschaft und Gründlichkeit. Ich hatte anfangs nicht die Kraft, die dieses Unterfangen erfordert, deshalb steht in diesem Schritt: „Wir wurden willig, ...“ Zuerst musste ich folgende Eigenschaften entwickeln: den Mut anzufangen; die Ehrlichkeit zu sehen, wo ich falsch lag; einen ernsthaften Wunsch, die Dinge in Ordnung zu bringen; Sorgfalt beim Aufstellen einer Liste; und die Bereitschaft, das Risiko einzugehen, das für wahre Demut notwendig ist. Mit der Hilfe meiner Höheren Macht beim Entwickeln dieser Tugenden, brachte ich diesen Schritt zum Abschluss und kam auf meiner Suche nach spirituellem Wachstum weiter voran.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h
. ALLER PERSONEN, DENEN WIR SCHADEN ZUGEFÜGT HATTEN"
und wurden willig, ihn bei allen wieder gut zu machen.
Eines der Schlüsselworte des Achten Schrittes ist das Wort "alle". Ich kann
nicht einfach einige Namen von der Liste aussortieren und andere
vernachlässigen. Es ist eine Liste aller Personen, die ich verletzt habe.
Es wird mir mit einem Blick sichtbar, dass es bei diesem Schritt um
Vergebung geht. Denn es ist sehr unwahrscheinlich, dass ich jemanden auf die
Liste setze, wenn ich nicht bereit bin, ihm zu verzeihen. Ehe ich den ersten
Namen auf meine Liste schrieb, betete ich kurz: "Ich vergebe jedem und
jedermann, der mich jemals egal unter welchen Umständen verletzt hat. "
Es tut mir gut, über ein kleines, aber sehr bedeutsames Wort nachzudenken,
wenn das Vaterunser gebetet wird. Dieses Wort heißt "wie". Ich bete "Vergib
uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. " In diesem
Fall heißt das "wie": "in derselben Art und Weise". Ich bitte, dass mir so
vergeben werde, wie ich anderen vergebe. Bete ich diesen Abschnitt mit Hass
oder Groll im Herzen, wecke ich in mir statt des Geistes der Vergebung noch
mehr Unversöhnlichkeit.
Lg. Hans G24h
Zum Glauben bereit
Lass dich nicht durch irgendwelche Vorurteile gegen geistige Begriffe davon abschrecken, dich ehrlich zu fragen, was sie dir bedeuten. Mehr als Bereitschaft zu fragen, brauchten wir zu Beginn nicht. Wir konnten geistig wachsen und unsere erste bewusste Verbindung zu Gott, wie wir ihn verstehen, herstellen.
Später entdeckten wir bei uns selbst, dass wir vieles bekamen, was zuvor außer Reichweite lag. Das nannten wir Wachstum. Wenn wir wachsen sollten, mussten wir irgendwo beginnen. Darum machten wir uns zunächst unsere eigene, sehr bescheidene Vorstellung von Gott.
Wir brauchten uns nur die einfache Frage zu stellen: "Glaube ich jetzt, oder bin wenigstens bereit, an eine Kraft, größer als ich, zu glauben?"
Sobald jemand zugeben kann, dass er glaubt, wenn auch nur ganz klein wenig, oder dass er bereit ist zu glauben, können wir ihm versichern, dass er auf dem richtigen Weg ist.
Lg. Hans g24h
Hallo Erwin wir wünschen dir alles gute zu deinem AA-Geburtstag,
noch viele gute 24h.
Lg. Renate und Hans