Forum Einträge



Stabilität / Hans
So 10 Jan 2021 17:59

Da wir in der Gruppe ja oft von stabiler Nüchternheit reden, möchte ich mal versuchen darüber zu schreiben.
Meiner Meinung ist die Zeit der Nüchternheit ja nur ein Faktor. Es kommt ja hauptsächlich darauf an, was man in dieser Zeit gemacht hat und wie weit man seine Gewohnheiten aus der nassen Zeit geändert hat. Wir alle wissen ja:
„Nur nicht trinken, reicht nicht“.
Es gilt darum, die Nüchternheit zu leben und nicht krampfhaft nach ihr zu suchen. Über Jahre habe ich Versuche unternommen. Ob es nun um die Kontrolle des Alkoholkonsums ging oder den Versuch weniger zu trinken, es hat nicht funktioniert solange ich nicht bereit war mein Leben zu ändern.

Lg. Hans wünsche G24h


Lebenseinstellungen
Sa 9 Jan 2021 14:39

Ich finde es schon gut ein paar kleine realistische Ziele im Leben zu haben. Weiterbildungskurse oder Fitness. Sind die Ziele zu hoch gesetzt läuft man Gefahr zu sehr enttäuscht zu sein. Lebt man nur so in den Tag hinein läuft man Gefahr, dass man schnell gelangweilt ist und alles nur noch als ein routinemäßiges Leben empfindet. Kinder sollten man sich als Vorbilder nehmen.
Die entwickeln sich in kleinen Schritten und können sich über Kleinigkeiten freuen.

Stefan


Jeder geht seinen Weg/ Hans
Do 7 Jan 2021 17:20

Bereits kurz nach meinem trocken werden rieten mir "alte Hasen" unter den AA-Freunden zur Ruhe und zum Zuhören: "Meide Deine Sauffreunde. Meide Dein bisheriges Umfeld." Das habe ich getan und es war meine Rettung. Mir blieb nichts anderes übrig, als ein neues und besseres Umfeld zu schaffen - mit Hilfe anderer trockener Alkoholiker, mit Hilfe der Gruppe. Für mich hieß "Neu anfangen!" alles Bisherige über den Haufen zu werfen, meine guten Seiten in mir wieder zu entdecken, und mich auf die trockene Zukunft vorzubereiten, die auch Steine und Tiefschläge bereithalten kann. Für die Stolpersteine im trockenen Leben gerüstet zu sein, war mein Hauptanliegen, denn einen Rückfall wollte ich, wenn möglich nicht erleben müssen.
Es hat eine Zeit gedauert, bis ich das Leben wieder auf die Reihe bekommen habe und damit auch fähig war, soziale Kontakte zu leben. Es hat gedauert, meine Schulden loszuwerden. Es hat noch viel länger gedauert, mein Leben zufriedenstellend auf die Reihe zu bekommen. Aber es hat geklappt. Ich bin in diesem Forum beileibe nicht der Einzige, dem das gelungen ist und der sich immer wieder unglaublich freut, wenn andere von ihren Erfolgen durch ein dauerhaft abstinentes Leben berichten.

Lg. Hans Wünsche G24h


Erfolge beim sozialen Leben
Do 7 Jan 2021 16:58

oft ist ja so, dass es nicht geschaft wird, bevor man alles oder Vieles verloren hat. Klar muss man nicht, wie ich, unter der Brücke gelebt haben, aber es gibt ja auch andere Komponenten, die ein Leben wieder lebenswerter machen.
Dazu zählen zum Beispiel vielleicht der Schuldenabbau und eine Arbeit, um wieder selbst für sich sorgen zu können. „Nur" nicht trinken und dann die Nüchternheit genießen, kann es ja auch nicht sein oder? Ich spreche damit natürlich nicht nur die trockenen Alkoholiker an, die gerade im ersten oder zweiten Jahr sind, aber langfristig möchte man doch sicher wieder ein auch in dieser Richtung selbst bestimmtes Leben führen und nicht von anderen Menschen oder Behörden abhängig sein oder?

Wolfgang


Nur für heute ist mir zu wenig
Mi 6 Jan 2021 10:33
Ich habe auch die Tür zur Nebelwelt verschlossen, und den Schlüssel dazu habe ich entsorgt. Nur für heute trocken und zufrieden leben ist mir zu wenig, weil so gesehen die Perspektive für die Zukunft einfach zu wenig bewertet wird. Ich jedenfalls richte mein Leben dahingehend aus, daß ich 100 Jahre werde und gesund bleibe. Daher treibe ich Sport, esse (nicht immer) gesund, achte auf mein Seelenleben und Seelenheil, pflege Freund- und Partnerschaften, achte auf meine Finanzen usw, und denke nicht daran, daß ich bereits morgen nicht mehr leben könnte. Natürlich kann ich morgen tot sein, dann habe ich meine Vorsorgen vielleicht vergeblich getroffen.
Die Devise, nur für heute will ich nicht trinken, will ich glücklich sein usw reicht mir nicht.
Den Schlüssel für die Türe zur Nebelwelt habe ich unauffindbar verworfen.
LG Gerhard


Neues Jahr wieder ein Ziel / Hans
Di 5 Jan 2021 18:05

Jede Reise beginnt mit dem 1. Schritt und meine Trockenheit beginnt damit, dass ich irgendwann keinen Alkohol mehr getrunken habe und ich irgendwann in meinem 1. Meeting saß. Nur für Heute – einen Tag leben ohne zu saufen – das war mein Neubeginn und es gab viele Heute, welche nicht gerade einfach waren. Dabei half es mir, nur diesen Tag zu leben. Ich freue mich daher, wenn ein Neuer oder eine Neue ein Heute wagen, dass gänzlich anders ist als das was zuvor war. Das 1. Heute ohne zu saufen – so haben wir alle begonnen und die Neuen helfen mir dabei mich zu erinnern. Das hilft mir, dass ich nie vergesse in welcher Hölle ich einst saß. Dort möchte ich nie wieder hin.

Lg. Hans wünsche G24h


Trocken leben
Di 5 Jan 2021 7:34

"trocken leben" bedeutet für mich ein sehr großes Stück Freiheit. Nicht mehr abhängig zu sein, sich in eine scheinbar 'heile' Nebel-Welt flüchten zu müssen. In eine Welt, in der man meint, 'vergessen' zu können, obwohl sie nur aus Lug und Trug besteht.
Ob ich lebenslang rückfallgefährdet, von unheilbar krank bin, weiß ich nicht. Ich will es auch nicht (mehr) wissen und ausprobieren, weil ich die Türen zur Nebel-Welt verschlossen habe weil ich sie nicht (mehr) brauche.

Lg.Josef/Lienz


Offenheit und gesellschaftliche Akzeptanz
So 3 Jan 2021 17:24


Es sagt sich so leicht hin, ich gehe offen mit der Alkoholkrankheit um. Hinzu kommt, wenn es dann beim ersten Versuch, was ja fast die Regel ist, nicht klappt und man wieder säuft. Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass man sich nicht outen sollte, aber man sollte sich auch über die Folgen im Klaren sein. Einmal Alkoholiker = immer Alkoholiker, was ja auch stimmt, aber in der Gesellschaft ist das oft ein negatives Manko, dass von Rückfall zu Rückfall größer wird. Kenne ich sehr gut aus eigenen Erfahrungen in der Familie und sogar bei Ärzten, die mir kaum noch mal eine Chance gaben. Mich wundert die wenige Akzeptanz auch nicht wirklich, denn die wenigsten Betroffenen schaffen es ja und wenn man dann immer wieder schwört, diesmal nehme ich Hilfe an und bleibe es, was sollen normale Menschen beim nächsten Rückfall auch denken, die den Alkoholismus nicht als Krankheit ansehen?

Deshalb vielleicht eher Schritt für Schritt?

Lg. Konrad


Liebe Grüße
Sa 2 Jan 2021 12:30
Ich wünsche euch ein gutes neues trockenes Jahr.
Letztes Jahr war sehr bewegt für mich. Es war geprägt von Corona und wir haben auf viel verzichten müssen. Es war ein Jahr der Dankbarkeit , ein trockenes Leben zu führen dürfen und viel Zeit mit sich selber beschäftigen zu können.
Auch der Virus hat mich erwischt vor Weihnachten und ich habe auch das gut überstanden.
Ich habe gelernt , das es viel besser ist ohne Alkohol zu leben und die Schwierigkeiten mit klaren Kopf zu lösen.
Ich bin dankbar die ersten Schritte mit Aa gemacht zu haben und das war der Anfang in ein neues Leben das sich lohnt.
Lieben Gruß
Ingrid


Zufriedenheit
Fr 1 Jan 2021 13:33
Wer dazu fähig ist, andere glücklich zu machen, wird auch selbst glücklich sein.
Trainieren am Ergometer ist gut, aber kaum jemand kümmert sich um seinen Charakter, um seine Psyche, sein Inneres. Das sagt Dr Johannes Huber, und hat wieder ein Buch herausgebracht "Das Gesetz des Ausgleichs". Werde mir das demnächst zulegen, weil ich daran glaube, daß er mit seiner Meinung genau den Punkt trifft, welcher für ein zufriedenes gesundes und glückliches Leben ausschlaggebend ist.
Wenn man nämlich wirklich zufrieden ist, tritt vieles geglaubtes Wichtiges in den Hintergrund und wird unwichtig.
Nochmals einen guten Start ins Jahr 2021 und liebe Grüße
Gerhard



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