Die Hauptaufgabe jeder Gruppe ist, unsere AA-Botschaft zu Alkoholiker zu bringen, die noch leiden. Hier wird hervorgehoben, dass überwiegend die Gruppe und nicht das einzelne Mitglied sich um den leidenden Alkoholiker kümmern soll. Die AA ist nicht Sache eines Einzelnen sondern der Gruppe. Wir sind keine Solosänger sondern wirken besser im Chor, hat jemand einmal gesagt. Die Erfahrung lehrt auch, dass so mancher Alleingang im 12. Schritt im Rückfall geendet hat. Wenn es der Hauptzweck einer Gruppe ist, die Botschaft weiterzugeben an Alkoholiker, die noch leiden, dann bedeutet das, dass wir in erster Linie die Gruppe durch unsere Mitarbeit gesund erhalten. In der Gruppe findet dann, der noch leidende Alkoholiker einen Ort wo er sich wohlfühlen kann, wo er Alkoholiker trifft, die er als Alkoholiker versteht. Je angenehmer, je toleranter, je ehrlicher, je verständlicher er die Gruppe findet, umso eher wird er bleiben, und so leichter wird er die Botschaft verstehen. Die 5. Tradition lässt völlig frei und offen, was der noch leidende Alkoholiker aus der Botschaft macht. Es heißt, die Botschaft weitergeben aber es heißt nicht, den Alkoholiker zu überreden, die Botschaft anzunehmen. Auch als Gruppe sind wir Machtlos den Alkohol gegenüber, und wir können lediglich die Botschaft weitergeben. Die Gruppe ist kein Krankenhaus, wo die körperlichen Schäden geheilt werden. Wir sind auch keine Psychologen, wo Ehen gekittet werden, dazu sind andere Stellen zuständig. Wenn wir in ein Krankenhaus gehen, die Alkoholiker, die dort behandelt werden über AA zu informieren, dann ist es wiederum die Gruppe, die eine kontinuierliche Weitergabe der Botschaft eher garantieren kann, als der Einzelne. Die Gruppe hat mehrere Mitglieder sodass ein anderes einspringen kann, wenn ein Mitglied ausfällt. Wenn wir die Botschaft weitergeben, sollten wir keine Erwartungshaltung in den noch leidenden Alkoholiker wecken, dem wir die Botschaft bringen. Wir sollten das tun, was wir können, und überlassen alles übrige der Höheren Macht, wie wir sie verstehen.
Lg. Hans G24h
Ich gab Gott, mir selbst und einen anderen Menschen offen und vor allen ehrlich meine Fehler zu.
Ich habe genug Fehler gemacht und alles schien davon zu schwimmen, aber was hat das mit einen anderem zu tun? Jeder vernünftige Mensch, der seine Fehler und Schwächen eingesehen hat, wird versuchen, sie abzulegen, ich natürlich musste Umwege gehen ich wollte alles bis zuletzt auskosten. Ich zur der Zeit das innere Bedürfnis mit jemanden über meine Sorgen meines Lebens zu sprechen. Als ich in die AA- Gruppe das erste Mal meine Lebensgeschichte erzählt habe waren alle über so viel Ehrlichkeit erstaunt, mir selber ist es gar nicht aufgefallen, was war ehrlich und unehrlich in meinen Leben. Das offene Eingeständnis meiner Fehler, gab dem anderen Mut es auch einmal zu versuchen. Ich habe herausgefunden, dass das FREI VON DER LEBER zu reden mir ein wunderbares Gefühl der Erleichterung gegeben hatte. Viele Dinge von denen ich geglaubt hatte, ich würde nie darüber reden können, begannen herauszusprudeln und ich spürte wie es in mir immer leichter wurde. Durch das Eingestehen habe ich auch neue Freunde bei den AA gefunden. Ich gehörte nun zu einer Gruppe ehemaliger Säufer und wurde auch ohne große Bedingungen einfach so wie ich bin aufgenommen. Früher meinte ich wenn ich zugebe, das ich ALKOHOLIKER bin, das wäre mein absoluter Untergang. Alkoholiker ein nacktes Bloßstellen in der Gesellschaft aber ich wurde eines besseren belehrt. Ich machte die Erfahrung, dass es der Anfang eines neuen und schöneren Lebens war. Ich hörte oft man sollte sich einen aus der Gruppe auswählen zu dem ich ein besonders Vertrauen habe, den konnte ich noch mehr anvertrauen, es gab super Gespräche nach dem Meeting unter vier Augen. Es tat mir gut und diese Gespräche vermittelten mir sehr viel Kraft und Hoffnung. Es gibt auch noch einen Dritten im Bunde, von dem ich gerade am Anfang nichts wissen wollte. Gott so wie ich ihn heute verstehe, durch ein langes hin und her habe ich eingesehen es ist für mich eine Notfall Nummer, wenn ich alleine und gerade ohne Gruppe bin dann kann ich ihn anrufen. Aber eines darf ich nicht vergessen Ich bin derjenige der diesen Kontakt herstellen muss, und ihn auch pflegen soll. Ich sehe es Heute als FREIHEIT meine Fehler und Schwächen zugeben zu dürfen. Das heißt aber auch gerade für mich ich kann es jederzeit und ohne mich schämen zu müssen erledigen. Mein Freund ist der innere SPIEGEL der weis ganz genau ob ich die Wahrheit sage oder ich mich wieder in das alte Fahrwasser begebe und mich selber belüge.
Lg. Hans
Zitiert aus dem Buch: Wie Bill es sieht
Jeder A.A. hat die Fähigkeit, sich selbst mit dem Neuen zu identifizieren und ihm Genesung bringen zu können. Daher ist der Neue in keiner Weise auf die Lehre, die Beredsamkeit oder irgendwelche besonderen Geschicklichkeit eines bestimmten A.A. angewiesen. Wichtig ist nur, dass es ein Alkoholiker ist, der den Schlüssel zur Nüchternheit gefunden hat.
In meinem ersten Gespräch mit Dr. Bob hob ich stark die medizinische Hoffnungslosigkeit seines Falles hervor und bediente mich dabei der Worte von Dr. Silkworth, der das Dilemma des Alkoholismus als "Sucht plus Allergie"beschrieb. Dies war selbst dem Arzt Dr. Bob neu – eine schlechte Neuigkeit für ihn. Die Tatsache, dass ich als Alkoholiker aus eigener Erfahrung wusste, wovon ich sprach, machte diesen Schlag noch härter.
Ich sah, unser Gespräch war eine Sache der Gegenseitigkeit. Ich predigte nicht mehr. Ich wusste, dass ich diesen Alkoholiker genauso brauchte wie er mich.
Lg. Hans G24h
Es kommt nicht darauf an, glücklich zu sein
Ich glaube nicht, dass es um Glück oder Unglück geht. Die Frage heißt eher: Wie werden wir mit den Problemen fertig, denen wir gegenüberstehen? Was lernen wir von ihnen und wie geben wir unsere Erfahrungen am besten an andere weiter, die von uns lernen wollen?
Wie Bill es sieht, S. 314
Auf meiner Suche nach dem „Glück“ wechselte ich Arbeitsstellen, heiratete und ließ mich scheiden, suchte mein Heil in Ortswechseln und verschuldete mich – finanziell, seelisch und spirituell. In AA lerne ich nun, erwachsen zu werden. Anstatt zu erwarten, dass mich Menschen, Orte und Dinge glücklich machen, kann ich Gott um die Fähigkeit bitten, mich selbst anzunehmen. Wenn ein Problem mich überwältigt, helfen mir die Zwölf Schritte der AA dabei, am Schmerz zu wachsen. Das Wissen, das ich daraus ziehe, kann für andere, die am selben Problem leiden, zum Geschenk werden. Wie Bill es ausdrückt: „Wenn der Schmerz kommt, wird von uns erwartet, bereitwillig daraus zu lernen und anderen beim Lernen zu helfen. Kommt das Glück zu uns, nehmen wir es als Geschenk an und danken Gott dafür.“ (Wie Bill es sieht, S. 314)
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans
Dank unseren zwölf Traditionen, die mir von meinen AA-Freunden vorgelebt wurden, lernte ich in kleinsten Schritten, mich in die Gruppe einzufügen. Aus dem so verdammt wichtigeren ICH wurde langsam ein WIR. Ich schnallte schnell, dass ich auf die Gruppe angewiesen war, dass ich es schaffte, selber trocken zu bleiben. Noch eine Erfahrung durfte ich machen: Je mehr ich von mir in meine Gruppe investierte, desto mehr bekam ich von ihr zurück. Das war und ist für mich aktives Wachstum. Geht es mir gut, teile ich meine Freude mit meiner Gruppe. In meiner Gruppe erhalte ich stets Kraft und Hoffnung und ich bemühe mich auch, Kraft und Hoffnung zu verschenken. Ich darf immer wieder feststellen, dass das gegenseitige GEBEN und NEHMEN etwas Wunderschönes ist.
Lg. Hans G24h
Es wäre falscher Stolz, wenn wir für die Gemeinschaft der AA den Anspruch erheben würden, allheilend zu sein. Diese Einschränkung ist sogar für den Alkoholismus gültig.
Wie Bill es sieht, S. 293
In den ersten Jahren meiner Nüchternheit glaubte ich voller Stolz, dass AA der einzig mögliche Behandlungsweg für ein gutes und glückliches Leben sei. AA war sicherlich die Basis für meine Nüchternheit und auch heute noch – nach über zwölf Jahren im Programm – bin ich in Meetings, Sponsorschaft und Dienst eingebunden. Während der ersten vier Jahre meiner Genesung hielt ich es für notwendig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, da es um meine seelische Gesundheit schlimm bestellt war. Es gibt auch Leute, die in anderen Organisationen Nüchternheit und Lebensfreude gefunden haben. AA lehrte mich, den ganzen Weg zu gehen, um meine Nüchternheit zu vertiefen. AA mag kein Allheilmittel sein, aber es ist das Zentrum meines nüchternen Lebens.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h
Die großen Klassiker in allen Traditionen waren bestrebt, den Menschen einen Schlüssel zu einem inneren Verständnis zu geben, zu einen Weg durchs Leben. So auch unsere Traditionen der Anonymen Alkoholiker, wenn wir versuchen den vorgegebenen Weg in unserem Programm zu verlassen kommen wir unweigerlich ins Schleudern.
Auch bei den 12 Schritten, Betroffen ist einer, der aus irgendeinem Grund den nächsten Schritt nicht tun kann, wie er ihn ursprünglich tun sollte. Etwas macht ihn stutzig und lässt ihn erschrecken zum Beispiel vor seiner Inventur. Aber es braucht einfach seine Zeit bis der Betroffene bereit ist zur totalen Lebensumkehr und seinen Irrweg zu verlassen. Machen wir uns nichts vor: Wir haben nicht unendlich viel Zeit und wissen alle nicht, wie viel Zeit uns noch bleibt. Verschieben wir nicht die Schritte zur Freiheit auf irgendwann. Jede Stunde kann ich beginnen mit der UMKEHR und einen für mich befreienden Weg zu beschreiten.
Lg. Hans G24h
Augenblicke der Erkenntnis sind Bausteine für ein Leben voll geistiger Gesundheit. Ich weiß das aus gutem Grund. Die Wurzeln der Wirklichkeit, die das neurotische Unterholz verdrängen, halten den starken Stürmen stand, die uns zerstören wollen oder derer wir uns zur Selbstzerstörung bedienen.
Wie Bill es sieht, S. 181
Ich kam zu AA wie ein grüner Setzling – zitternd und entwurzelt. Es ging nur ums Überleben, aber es war ein Anfang. Ich streckte mich, entwickelte und bog mich, aber mit Hilfe der anderen spross schließlich mein Geist aus der Wurzel. Ich war frei. Ich wuchs, trocknete aus, zog mich in mich selbst zurück, betete, wuchs weiter und verstand bei jedem Funken der Erkenntnis etwas mehr. Aus meinen Wurzeln trieben starke, frische Arme des Geistes: wie himmelwärts strebende Diener. Hier auf Erden bewahrt Gott bedingungslos das Vermächtnis seiner höheren Liebe. Mein AA-Leben gibt mir „eine andere Basis ... (ich) wurzelte in neuem Boden“ (Anonyme Alkoholiker, S. 13).
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans
Liebe Renate!
Ein Tag wie jeder? Nein ,den heute vor 24 Jahren hast du dich für ein neues Leben ohne Alkohol entschieden.
Ich wünsche dir alles gute zu deinem 24. DOS und weiterhin Gt. 24 Std.
Schön das es dich gibt!!!!!
Hallo Renate
Ich wünsche dir ALLES GUTE ZUM AA-GEBURTSTAG.
24 Jahre ohne Alkohol für ein besseres Leben ist eine super Leistung.
Du hast damals entschieden dein Leben zu ändern und hast es bis heute durchgezogen.
Ich wünsche dir noch viele Jahre ohne Alkohol und viele glückliche Momente.
Zufriedenheit....Gesundheit....und Glück auf deinem weiteren Lebensweg.
Dein Freund
Roman