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Aus der Sicht eines Alkoholikers aus 1973 (seine Sicht zum 8. Sc
Mo 10 Aug 2026 8:05

Mit dem GESTERN auseinandersetzen
Aber dann, eines Tages, als er an nichts Unangenehmes dachte, da begegnete er plötzlich der geschiedenen Ehefrau, oder den von ihm getrenntlebenden Kindern, oder dem früheren Chef, oder dem Freund, der die Schuld nie gemahnt. Da stand sie da - die Vergangenheit! Nein - das GESTERN ist erst vorbei, wenn ich mich damit auseinandergesetzt habe. Das kann man nicht mit einem Federstrich vom Tisch wischen. Das läuft uns hinterher, - heute, - morgen, - alle Tage. Und dann schleicht sich die Angst in uns ein: "Hoffentlich begegne ich ihr nicht, der Vergangenheit, der geschiedenen Ehefrau, den verlassenen Kindern, den verbitterten Freunden, dem beleidigten Chef, den betrogenen Gläubigern, dem gehörnten Ehemann, der verlassenen Freundin, ihrem unehelichen Kind, der unbewältigten Vergangenheit!" Ich hatte Angst! Angst vor jedem Brief, vor jedem Gang durch die Stadt, vor jedem Besuch. Es klopft an der Tür: "Wer ist draußen?" .... die Vergangenheit! Und dann wird die Angst größer, sie erfasst den ganzen Menschen, sie erdrückt mich, sie zerschlägt mich, sie ertränkt ihn und dann fängt ES an zu saufen, ES - mein Unterbewusstsein! Zugegeben, am Anfang hat es mir sehr geholfen, meine Kraft nur auf das "HEUTE" zu konzentrieren Diesem "24Stunden-Plan" habe ich es zu verdanken, dass ich überhaupt nüchtern geworden bin. Ich hätte keine weitere Belastung ausgehalten, zumal es schien, als hätte sich seit meinem letzten Schluck die ganze Welt gegen mich verbündet. Doch nun sind einige Jahre vergangen. Jahre der Genesung. Körperlich, geistig und seelisch erwacht, fühle ich die Kraft in mir, diesen schweren Schritt zu gehen, Ich brauche keine Liste der Personen, die ich durch mein Verhalten gekränkt hatte, denn die Namen haben sich unauslöschlich in meinem Gehirn eingeprägt. Ich habe auch in all den Jahren keinen A.A.-Freund getroffen, der zur Erfüllung des achten Schrittes eine Papierrolle bei sich trug. Wir alle sind mit diesen Namen gezeichnet. Wir können sie nicht vergessen, wenn wir es auch wollten. Vielleicht ist mir der eine oder andere Name entfallen, doch die Person ist in meinem Unterbewusstsein verankert. Ich brauche sie nur zu rufen.
Lg. Hans G24h


Unsere Anstrengungen verdoppeln
Mo 10 Aug 2026 7:58

Bis zu einem gewissen Grad hat er das schon bei seiner inneren Inventur gemacht, doch jetzt ist es an der Zeit, seine Anstrengungen zu verdoppeln, um herauszufinden, in welchem Umfang und auf welche Weise er anderen Menschen geschadet hat.

Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 73
Wenn ich weiterhin in Nüchternheit wachse, nehme ich mich selbst mehr und mehr als wertvollen Menschen wahr. So kann ich andere immer besser als Mensch wahrnehmen und ich merke, dass es eben diese Menschen sind, die ich verletzt habe, als ich noch trank. Ich log nicht nur, sondern ich erzählte Lügen über Tom. Ich betrog nicht einfach, sondern ich betrog Joe. Scheinbar unpersönliche Taten waren in Wirklichkeit persönliche Angriffe, weil es Menschen waren – wertvolle Menschen –, die ich verletzt hatte. Ich muss etwas für die Menschen tun, die ich verletzt habe, damit ich eine friedvolle Nüchternheit genießen kann.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h


8. Tradition für die Gruppe
Fr 7 Aug 2026 9:40
Die Tätigkeit in AA sollte immer ehrenamtlich bleiben, jedoch dürfen unsere zentralen Dienststellen Angestellte beschäftigen. Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr es weitergeben. Dieser Grundsatz soll unser Handeln bestimmen, wenn wir die AA Botschaft an andere weitergeben. Geholfen kann nur dann werden, wenn die Bereitschaft zu helfen auf unserer Seite ist, und der Wunsch sich helfen zu lassen beim Alkoholiker vorhanden ist. Bill hinterließ uns ein Vermächtnis: Wenn irgendwo irgendein Alkoholiker um Hilfe ruft, so sei bereit, ihm deine Hand zu reichen. Auf echte Bereitschaft kommt es an. Diese Bereitschaft brauchen wir auch bei den heutigen Meetings. Wir brauchen die Bereitschaft zuzuhören aber auch die Bereitschaft unsere Lebensgeschichte zu erzählen. Für solche Hilfe nehmen wir keine Bezahlung entgegen. Wir haben keine vollbeschäftigte und bezahlte Alkoholiker, die im 12. Schritt arbeiten. Einen Trinker kann man nicht berufsmäßig trocken legen. Wir haben den Nicht Alkoholiker etwas voraus. Wir sprechen mit dem Hilfesuchenden die gleiche Sprache. Viele Hilfsaktionen haben das erkannt und sie bemühen sich Alkoholiker als Voll beschäftige Angestellte in ihren Dienst zu nehmen. Eine ganze Reihe von Alkoholiker ist als Sozialhelfer, Therapeuten, Fachberater tätig. Aber keiner von ihnen als Anonymer Alkoholiker angestellt. Jeder von ihnen arbeitet als Fachmann mit Spezial wissen. Die Kraft dazu holt er sich in einer AA –Gruppe. Sie alle arbeiten nicht im Auftrag der AA, sondern im Auftrag einer anderen Intuition und werden auch von ihr bezahlt. Auch die AA kann Alkoholiker und Nichtalkoholiker beschäftigen. Ihre Arbeit hat aber dann nichts mit dem 12. Schritt zu tun. Das ist ein harter Job, der ordentlich bezahlt werden muss. Es gibt arbeiten, die durch Dienststellen getan werden müssen: Herstellen und Vertrieb von Literatur einschließlich Monatszeitschrift DACH. Die Besetzung von Kontaktstellen zur Annahme und Bearbeitung von Hilferufen und anderen mehr. Die Arbeit in der AA kann nicht mehr mit freiwilligen Kräften allein bewältigt werden, es braucht voll beschäftige Angestellte auch. Umsonst habt ihr empfangen – umsonst sollt ihr geben. Dieser Grundsatz der achten Tradition sollte unser Handeln bestimmen, wenn wir in Sinne des zwölften Schrittes die Botschaft an Alkoholiker weitergeben. Als wir am Ende und ohne Hoffnung waren, erfuhren wir durch andere von AA. Sie bewiesen durch ihre Haltung und ihr Leben, dass es eine Lösung gibt. Sie teilten uns ihre Erfahrung mit, und wir brauchten keinen Sehnt zu bezahlen. Gib es einfach weiter, so wie es an dich weitergegeben wurde. !
Lg. Hans


Der 8.) Schritt Das war vor Jahren meine Sichtweise.!
Fr 31 Jul 2026 14:36

Ich machte eine Liste aller Personen denen ich Schaden zugefügt hatte…..

Wenn ich erst einmal zum achten Schritt vorgedrungen bin, bin ich so weit, dass ich an meiner Beziehung arbeiten kann. Das beginnt damit, dass ich eine Liste erstelle, die ich auf irgendeiner Weise verletzt oder beleidigt habe. Ich achte darauf wo und wie ich was falsch gemacht habe. Ich stehe zu meinen Verhalten. Jetzt, wo ich im Begriff bin, gesund zu werden, muss ich den anderen helfen, damit auch sie mit sich selbst ins Reine kommen können. Meine Liste muss so vollständig wie möglich sein. Sobald mein Heilungsprozess Fortschritte macht, werden mir noch andere einfallen, denen ich weh getan habe. Ich trage sie ebenfalls auf die Liste ein. Dadurch werde ich auch schneller weiterkommen in meinem jetzigen gesunden denken. Ich darf nicht vergessen: Diesen Schritt mache ich für mich selber. Er soll dazu beitragen, dass ich nüchtern bleibe. Mein bemühen gehört zum achten Schritt dazu, ich muss bereit sein, die alte Vergangenheit aufzuarbeiten und loszulassen.
Lg. Hans


Schritt für Schritt
Mo 27 Jul 2026 14:28
Die großen Klassiker in allen Traditionen waren bestrebt, den Menschen einen Schlüssel zu einem inneren Verständnis zu geben, zu einen Weg durchs Leben. So auch unsere Traditionen der Anonymen Alkoholiker, wenn wir versuchen den vorgegebenen Weg in unserem Programm zu verlassen kommen wir unweigerlich ins Schleudern.
Auch bei den 12 Schritten, Betroffen ist einer, der aus irgendeinem Grund den nächsten Schritt nicht tun kann, wie er ihn ursprünglich tun sollte. Etwas macht ihn stutzig und lässt ihn erschrecken zum Beispiel vor seiner Inventur. Aber es braucht einfach seine Zeit bis der Betroffene bereit ist zur totalen Lebensumkehr und seinen Irrweg zu verlassen. Machen wir uns nichts vor: Wir haben nicht unendlich viel Zeit und wissen alle nicht, wie viel Zeit uns noch bleibt. Verschieben wir nicht die Schritte zur Freiheit auf irgendwann. Jede Stunde kann ich beginnen mit der UMKEHR und einen für mich befreienden Weg zu beschreiten.
Lg. Hans g24h


GELASSENHEIT !!! (immer wieder ein Thema)
So 19 Jul 2026 7:10
So schauts aus.
Wir hüten unseren Gelassenheitsspruch, weil er uns ein Licht bringt, das unsere alte und verhängnisvolle Neigung zum Selbstbetrug vertreibt.
(Wie Bill es sieht Seite 28)
Es hat lange gedauert, bis ich eine gewisse Gelassenheit in mir gespürt habe. Zu beginn meiner Trockenheit wollte ich möglichst sofort ebenso gelassen sein wie die langjährig trockenen Freunde, die ich in den Meetings traf. Wie sollte ich tun, um diese Ruhe ausstrahlen zu können, die mich in den Meetings umgab.?
Das Wichtigste ist, das erste Glas stehenzulassen, sagten die Freunde! Ich hatte große Zweifel, dass dieser Satz das große Geheimnis war. Trotzdem dämmerte mir ganz langsam, dass all die Freunde vielleicht recht haben könnten. Ich habe bis jetzt alle täglichen Gläser Alkohol stehen lassen können und meine Gelassenheit hat sich irgendwie eingeschlichen. Seitdem ich nicht mehr saufe, sind die ungeduldigen Momente viel weniger geworden. Gib mir die Gelassenheit-aber bitte sofort das hat sich aus meinem trockenen Leben weitestgehend verabschiedet.
Lg. Hans G24h


Falscher Scham offen mit meiner Krankheit umzugehen.
Fr 17 Jul 2026 6:47
Für mich war es ein ganz wichtiger Schritt offen mit meiner Krankheit umzugehen, es war ein Prozess, bis es soweit war, vermutlich war ich damals noch nicht bereit es für mich selber zu akzeptieren, dass ich Alkoholiker bin. Als ich es dann ehrlich und offen ansprechen konnte, kam irgendwie eine Art Heilungsprozess in Gang, ich konnte zu mir und meiner Abhängigkeit stehen, das war der Anfang von einem guten Weg. Viele Situationen verlieren ihren Schrecken dadurch oder entstehen gar nicht erst. Es ist deutlich einfacher und leichter so. Prinzipiell entscheide ich selbst wem gegenüber ich offen sein will, ich habe kein AA auf meiner Stirn tätowiert, aber mein Umfeld, Familie und Freunde sowieso wissen Bescheid und das ist gut so. Negative Reaktionen darauf habe ich nie gekriegt. Komisch ist, dass ich saufend mich nicht so geschämt hab, wie anfangs beim Eingestehen meiner Sucht. Wie paradox und krank. Als hätten das die Menschen um mich herum nicht doch längst irgendwie bemerkt und halt nur nicht angesprochen. Aus welchen Gründen auch immer.
Lg. Hans


7. Tradition ältere Sichtweise von mir.
Di 14 Jul 2026 7:14
7. Tradition

Jede AA-Gruppe sollte sich selbst erhalten und von außen kommende Unterstützung ablehnen. Alkoholiker sollten sich selbst erhalten??? Wer hat je so etwas gehört!!! Doch wir sind überzeugt, dass wir so sein müssen. Dieser Grundsatz ist ein Beweis für den tiefen Wandel, den AA in uns bewirkt hat. Viele von uns haben sich gerne zu einen Glas Wein einladen lassen. Viele von uns sind gerade des Geldes wegen in Alkoholabhängigkeit geraten. Es ist ein Teil unserer Genesung, selbständige, verantwortungsbewusste Menschen zu werden. Unsere Gemeinschaft weist Unterstützung von außen zurück, weil wir damit unsere Selbständigkeit und Unabhängigkeit Gefährten würden. AA braucht nicht viel Geld. Für unsere Auslagen können wir selber aufkommen. Wir brauchen keinen gratis Gruppenraum. Wo eine Gruppe kostenfrei zu Gaste ist, muss sie sich Vorschriften machen lassen. Besser in einen billigen Raum frei sein, als in einen schönen geschenkten Lokal abhängig zu sein. Es ist auch unnötig wenn AA-Freunde Einladungsschreiben oder sonstige AA-Literatur an ihren Arbeitsplatz gratis fotokopieren. Lasst uns lieber nicht so geizig mit unserem Geld bei der Hutsammlung sein. Wir geben es ja für unsere Nüchternheit aus. Wenn AA funktionieren will, dann braucht es Geld, es fallen ja laufende Ausgaben an. Die Gruppen wissen, dass unsere anderen Dienststellen auch Geld brauchen. Auch für Gruppen neu Gründungen wird immer wieder Geld gebraucht. Wer aber Geld an die Regional Gruppen abliefert tut das freiwillig. Wenn wir 20% von der Hutsammlung an die Region abliefern dann tun wir auch das freiwillig, niemand kann dazu gezwungen werden. Es waren die Reichen, die die Vorteile, Ja Notwendigkeit dieser 7. Tradition erkannten. Rockefeller ein Freund der AA sagte wörtlich: Ich fürchte, GELD würde diesen wunderbaren Verein der AA nur verderben. Wir dürfen auch der Gesellschaft zeigen, dass wir sehr wohl imstande sind, unserer eigenes PROGRAMM selbst zu finanzieren.
Lg.Hans G24h


Wie läuft ein Meeting ab?
Mi 8 Jul 2026 8:47

Prinzipiell ist jede Gruppe autonom und kann daher das Meeting nach eigenen Vorstellungen gestalten. Jedoch gibt es einige Gemeinsamkeiten, die in jedem AA-Meeting weltweit gleich sind:
Am Beginn werden die Präambel und die 12 Schritte gelesen. Eventuell wird auch zusätzlicher Text aus der AA-Literatur gelesen.
Danach beginnt der Hauptteil des Meetings, in dem sich jeder zu Wort melden kann. Es gibt dabei nur zwei Regeln:
1. Jede(r) kann ausreden, und ihm/ihr wird zugehört. Wir reden niemals durcheinander.
2. Wir reden nur von uns selbst, nicht über andere. Wir kommentieren auch nichts, was andere gesagt haben.
Jede(r) kann sich zu Wort melden, muss aber nicht. Man kann auch einfach nur zuhören und muss gar nichts sagen.

Nach den Wortmeldungen wird das Meeting mit dem gemeinsamen Sprechen des "Gelassenheitsgebets" beendet:
(Gott/Höhere Macht) gebe mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, dass eine vom anderen zu unterscheiden.

Alkoholismus ist eine Krankheit die zum Stillstand gebracht werden kann.
Die Frauen und Männer gleichermaßen betreffen. Deshalb sind mit dem Begriff "Alkoholiker" Frauen und Männer gemeint. Unsere Homepage wendet sich in erster Linie an Alkoholkranke Frauen und Männer, die mit dem trinken aufhören möchten und an Menschen, die sich die Frage stellen, habe ich vielleicht ein Problem mit dem Alkohol? Natürlich wollen wir Angehörige von Alkoholkranken Menschen sowie die Öffentlichkeit und Fachleute, die sich für die Anonymen Alkoholiker interessieren, über uns informieren.
Lg. Hans


- Demut -
Mi 8 Jul 2026 8:11
- Demut -Auszug aus einen Alkoholiker 1973

Dieses Wort steht nicht nur vor diesem Schritt, sondern begegnet uns an allen Ecken und Enden unseres neuen Lebensweges. Immer wieder hörte ich es auf den vielen Meetings der Anonymen Alkoholiker, doch kam es mir vor, als ob sich meine Freundinnen und Freunde scheuten, dieses Wort auszusprechen. Sie bewiesen den Begriff durch ihre Haltung, durch ihre Bescheidenheit und durch die oft geradezu unbarmherzige Ehrlichkeit, mit der sie ihre Lebensgeschichte offenbarten, Ich hörte das Wort von Ärzten, Pfarrern und Fürsorgern, die über die Demut sprachen und sie als höchstes Gut unseres Programms herausstellten. Und das erscheint mir wesentlich. Man kann selbst nicht über seine Demut sprechen. Das wäre schon so etwas wie Eigenlob - und Eigenlob stinkt! Doch man muss sich als Alkoholiker über diesen Begriff klar werden - und da fehlte es bei mir weit. Abgesehen davon, dass dieses Wort während meiner Saufzeit für mich ein Fremdwort war, hatte ich eine ganz falsche Vorstellung.

Lg. Hans



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