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Wie wichtig ist dir deine Anonymität?
Di 8 Dez 2020 18:41


Wenn es um Alkoholismus geht, möchte ja nicht jeder, dass alle in dem persönlichen Umfeld von dieser Erkrankung erfahren.
Andere Menschen wiederum gehen ganz offen mit ihrem Alkoholismus um und interessieren sich eher weniger dafür, was das persönliche Umfeld sagt oder denkt.

Wie geht IHR mit der Frage Anonymität um?

Stefan :wink


Anonym ist nicht geheim.
Mo 7 Dez 2020 10:29


Noch Leidende müssen (sollten) den Weg in ein Meeting finden, damit ich es weitergeben kann. AA- Meetings und Dienste geben mir Sicherheit und schützen mich vor mir selbst. Im Zusammenarbeiten mit Neuen ist es mir besonders wichtig, mich nicht so sehr hinter meiner Anonymität zu verstecken. Sonst findet man mich nicht, um Erfahrung Kraft und Hoffnung zu teilen. Auch meine Sponsoren waren in der Anfangszeit für mich da.
Es ist ja einfach, darüber zu jammern, dass AA nicht mehr wächst, sondern schrumpft. Vielleicht sollten wir uns einmal überlegen, was wir ändern müssen um auf Wachstumskurs zurückzukehren. Ich bin überzeugt, dass vermehrte Öffentlichkeitsarbeit im regionalen Umfeld sehr wichtig ist. Nur was kann ich alleine schon ausrichten. Dazu brauchen wir jeden einzelnen, das geht uns nämlich alle an. Statt mit Argusaugen darauf schauen, dass sich ja kein AA-Freund zu weit aus dem Fenster lehnt und gegen das Anonymitätsprinzip der elften Tradition verstößt, mache ich meine persönliche Inventur und schaue dabei auch, was ich noch mehr für die AA- Gemeinschaft machen könnte. AA hat mir nicht nur das Leben gerettet. AA hat mir ein neues, schöneres Leben geschenkt, wie es in den Versprechen im Bauen Buch ab Seite sechsundneunzig im letzten Abschnitt steht.
Mein Gedanke zu diesem Thema:
Weniger schauen, was der andere falsch macht, dafür mehr schauen, was ich für AA mehr und besser machen kann, Ich mache meine Inventur – und nicht die meiner AA – Freunde.

Nicht was ein Mensch sagt,
sondern was ein Mensch immer wieder versucht zu tun,
erzählt uns, was ihm wirklich wichtig ist.

Lg. Hans wünsche G24h


Anonymität im Lockdown
Sa 5 Dez 2020 11:12
Aus gegebener Veranlassung denke ich derzeit immer wieder über unsere Anonymität nach. Einerseits deswegen, weil ein AA-Freund wahrscheinlich recht hat und ich die Telefonnummern der Gruppensprecher nicht einfach den Medien bekanntgeben hätte dürfen. Aber in Anbetracht von Corona wollte ich was tun damit wir zu erreichen sind. Der Beginn war die Meetingliste zu überarbeiten. Wo welche Meetings wären, ist ja derzeit relativ uninteressant. Interessant ist aber, dass ein alkoholkranker Mensch der auf Entwöhnung ist und dann entlassen wird auf AA, auf uns und unsere derzeitigen Möglichkeiten des Telefonierens und auf die virtuellen Meetings hingewiesen wird. Das war die erste Idee dieser Liste. Ich habe diese dann an ein paar AA-Freunde und Freundinnen ausgeschickt und um Feedback gebeten. Der nächste Schritt war das NMC früher Wagner-Jauegg-Krankenhaus) einzubinden und um Weitergabe an Betroffene bei der Entlassung zu bitten – das gelang schnell. Die Idee, auch Medien um entsprechende Info zu bitten, war aus meiner Sicht logisch. Nicht alle, die ein Alkoholproblem haben sind auf Entwöhnung und ein Hinweis in der Zeitung oder im Radio kann Wunder wirken.

Ich habe es dann einfach probiert und eine Aussendung gemacht. Fast alle Medien sind aufgesprungen, haben mitgemacht - mehr oder weniger. Der ORF folgt noch, da gibt es wahrscheinlach am Montag 7.12. 2020 einen Beitrag in OÖ-Heute.

Also bin ich zufrieden, weil ich etwas erreicht habe. Ich glaube auch nach wie vor, dass das was ich gemacht habe, sinnvoll war oder auch ist. Trotzdem beschäftigt mich, warum ich mich da wichtig mache. OK, als Gruppensprecher der Freitaggruppe im NMC steht es mir zu mit den Verantwortlichen im Krankenhaus zu kommunizieren. Aber für die Aussendung an die Medien habe ich mich selbst beauftragt, auch wenn ich mich mit Lois (Öffentlichkeitsarbeit) und Andrea (regionalsprecherin) abgestimmt habe.
Auf alle Fälle lese ich seit ein paar Tagen in „Wie Bill es sieht“. Intersannt auch, dass sich das Monatsheft DACH im Dezember auch dem gleichen Thema widmet. Was ich da von Bob lese möchte ich teils zusammen fassen und teilweise wiedergeben. Also:

„Je größer die Zuversicht wurde, desto mehr wollte der Neue seinem Umfeld den neuen Lebensweg erklären. Aufgrund dieser Unterhaltungen kamen viele Männer und Frauen zu den AA. Die Anonymität bezieht sich ja nur auf die öffentlicher Ebene“ - steht unter Artikel 43.
In der Nummer 120 schreibt Bill „Meiner Ansicht nach gibt es nicht den geringsten Einwand, wenn Gruppen anonym bleiben oder Freunde ihre AA-Zugehörigkeit nicht preisgeben wollen. Das ist ihre Angelegenheit und ein normale Sache. Die meisten glauben jedoch, dass so eine weitreichende Anonymität nicht notwendig, ja nicht wünschenswert ist. Sobald jemand nüchtern und gefestigt ist, sollte es keinen Grund geben, an passender Stelle nicht über die Zugehörigkeit zu AA zu sprechen. Darum kritisieren wir weder diejenigen, die schweigen wollen, noch die Freunde, die zu viel über ihre AA-Zugehörigkeit reden“.
Die Überschrift der Seite 168 – Nummer 160 – heistt : Der Angeber und die Bescheidenen. Der Angeber ist oft auf der Jagd nach Macht und Prestige und öffentlichen Ehren. Für den bescheidenen, wie z.B. Dr. Bob ist es leicht die Anonymität zu wahren.
Auf der Seite 206 widmet sich Bill den Prominenten der AA- Gemeinschaft. Er meint, dass diesen Menschen oft nicht klar ist, dass sie durch einen Anonymitätsbruch unbewusst wieder den alten und gefährlichen Illusionen nachlaufen. Die Bewahrung der Anonymität ist ein Opfer, bedeutet die Unterdrückung des Wunsches nach Macht und Geltung. Es brechen aber nur sehr wenige ihre Anonymität in öffentlichen Medien steht im Artkel 198.
Den Artikel mit der Nummer 241 tippe ich ab: „ Über die Anonymität der AA gehen die Ansichten manchmal bis ins Absurde auseinander. Einzelne AA haben derartig wenig gemeinsam, dass sie weder ihre Nachnamen noch irgend etwas über ihre Lebensgewohnheiten wissen. Sie leben wie in einer Untergrundorganisation. Andererseits begegenen wir aber auchg genau dem Gegenteil. Es ist schwierig, AA davor zurückzuhalten, laut in der Öffentlichkeit herumzutönen, auf spektakuläre „Vorlesungsreisen“ zu gehen und den großen Mann zu spielen. Ich weiß, dass wir aus diesen beiden Extremen langsam zu einer vernünftigen Grundlage gelangen. Die meisten Wanderprediger halten sich nicht lange und die Super-Anonymen werden aus ihren Verstecken kommen und werden sich ihren Freunden, Geschäftspartnern und anderen anvertrauen. Ich meine, die Wahrheit liegt in der Mitte und so sollten wir es halten.
Bill widmet sich im Artikel 255 dem Thema öffentliche Meinung. Er schreibt: „Es ist erforderlich, dass wir ein besseres Verhältnis zu Medizin, Religion, zu Arbeitgebern, Regierungsstellen, Gerichten, Gefängnissen, Heilstätten und zu allen Einrichtungen auf dem Gebiet des Alkoholismus schaffen. Wir brauchen mehr Wohlwollen von Redakteuren, Schriftstellern, von Fernsehen und Radio. Die öffentlichen Informationskanäle müssen noch weiter geöffnet werden.
Bill fordert uns auf der Seite 286 (278) auf: Sprich ohne Furcht. Wir bitten Reporter dringend, unsere Namen nicht zu nennen. Aber wir sprechen. Wir möchten unsere Zuhörer ja überzeugen, dass Alkoholismus eine Krankheit ist, vor der wir uns jetzt nicht mehr länger fürchten müssen.
Es muss ganz klar gesagt werden, dass der Name und die Geschichte jedes Alkoholikers vertraulich bleiben muss, wenn er es wünscht. Die hunderprozentige persönliche Anonymität in der Öffentlichkeit ist genauso lebenswichtig für die Gemeinschaft von AA, wie die hundertprozentige Nüchternheit des Einzelnen.
Unter 316 schreibt Bill „Fast jeder Zeitungsreporter, der über AA berichten will,klagt zunächst, wie schwer es ist, eine Geschichte ohne Namen zu schreiben. Aber wenn ihm bewusst wird, dass es sich um Menschen handelt, die keinen Applaus wollen, die keine personenbezogene Werbung machen wollen wird er möglicherweise ein Freund von AA.

Nachdem ich das gelesen habe, bin ich noch immer überzeugt, dass wir auch während des Lockdwons und der Pandemie die Aufgabe haben nüchtern zu bleiben und die Botschaft an noch leidende Alkoholiker zu bringen haben. Viele Wege führen nach Rom und der Weg kann steinig und anstrengend sein. Aber wir müssen ihn meiner Meinung nach gehen wenn wir nach Rom kommen wollen, wenn es auch 2035 noch jeden Tag ein Meeting in Linz geben soll. Wir haben jetzt nicht Pause.
Nachdem wir Werbung nicht machen, bitten wir Journalisten einen Artikel über uns zu schreiben oder eine Reportage zu machen (Aus „Die Gruppe /Seite 21“). Im gleichen Heft steht auch viel über die Anonymität. Unter Punkt „D“ z. B. „Im AA-Kontaktverzeichnis stehen lediglich Vornamen und Telefonnummern sowie Angaben über Zeit und Ort des Meetings“. Das ist auch bei uns so und die Liste, die ich an die Medien gegeben habe, ist in dieser Form. In diesem Heft lese ich viel von Demut im Zusammenhang mit der Anonymität – und das ist sicher wichtig, für mich wichtig.
Das Leben ist bunt – sage ich seit Jahren und das gilt auch für AA. Wir sind VIELE, wir haben unterschiedliche Talente. Wir sind unterschiedlich alt und wir sprechen verschiedenen Menschtypen an. Weil wir verschieden sind, eignet sich der Eine gut als Sponsor und der Andere als Sprecher. Ein Anderer ist der perfekte Kassier und wenn wer dazulernen möchte, wachsen möchte, hat er bei AA ein breites Übungsfeld. Hauptsache wir tun das was unsere Haupaufgabe ist, nüchtern zu bleiben und anderen Alkoholikern zur Nüchternheit zu verhelfen. Aber tun wir das ? Ausreichend?

Werner de Ältere


Weihnachtszeit
Fr 4 Dez 2020 19:15


Die Weihnachtszeit habe ich mir aus meiner Kindheit gerettet. Meine Geburtsfamilie ist bis auf eine Schwester leider schon lange nicht mehr am Leben. So fahre ich jedes Jahr am Vormittag des 24.12.zum Friedhof und wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest. Meine Partnerin schmückt derweilen den Weihnachtsbaum. Am 2.Weihnachtstag sind die Kinder, die von außerhalb kommen mit ihren Partnern und Enkelkindern bei uns zum Weihnachtsessen eingeladen. Dann wird erzählt und die Enkelkinder packen ihre Geschenke aus.15h Kaffee und Kuchen. Danach ein Verdauungsspaziergang. Nach dem Abendessen spielen wir Karten und andere Spiele. Um 22h ungefähr Aufbruch, und um ca. 0.00h ist auch der Letze Teller abgewaschen. Immer dasselbe Ritual und jedes Jahr ein schönes Gefühl.

Liebe Grüße Stefan


DIE STUNDE MIT DIR SELBST / Andrea
Mi 2 Dez 2020 23:00

Die Stunde mit mir selbst (das ist meine Überschrift)


Ich versuche heute, gerade in einer Adventstimmung angelangt, voller Erwartung zu sein, mich frei zu machen und zu sein für das was kommen will. AA gibt mir Hoffnung, gesund zu werden, stetig und anhaltend. Solange ich mich im Programm befinde, ich in AA Meetings geführt werde und meiner Entwicklung freudvoll beiwohnen darf, werde ich konstruktiv zu meiner Genesung beitragen dürfen. Den Alkohol, das erste Glas (vielleicht auch anderen Versuchungen - damit meine ich Dinge zu tun, von denen ich weiß, dass sie mir nicht gut tun) stehen lassen zu können empfinde ich mittlerweile als Gnade. Ich sehe so viele Menschen, die von Rückfällen geplagt sind.
Ich erinnere mich dabei an meine letzten, wo ich schon im Dolier angelangt mich an einem Strick in der Au hängen gesehen habe. Das war echt genug für mich; ich weiß, wie schwer es ist, das alkoolische Denken loszulassen. Ich riskiere nicht, aus diesem Kreislauf je wieder herausfinden zu können. Meine Trockenheit tut mir gut, auch wenn es mir nicht immer gut geht. Was ich heute dazu denke, ist, dass ich es gelernt habe auszuhalten, dass es mir nicht immer gut! Dank AA und den Menschen, die manchmal einfach "nur da sind".
Ich erinnere mich auch an die Advent- und Weihnachtszeit als ich noch nass war. "Eingesult" in Cognac, herumirrend in den Nächten, suchend nach Halt und Geborgenheit und immer wieder munter geworden mit einem schweren, schmerzenden Kopf mit unerträglichen Gefühlen der Schuld (was hab ich wieder angestellt), der Scham (ich kann mich nicht mehr aushalten) und des Schmerzes, wieder dort angelangt zu sein, wie so viele Tage zuvor, nämlich ganz unten. Es half nur eines damals, diese Momente zu betäuben, wieder mit Alkohol und auch anderen Suchtmitteln. Ich wollte auch die große Sehnsucht nach Geborgenheit mit Alkohol auffüllen, Einsamkeit, ganz tiefe Einsamkeit ist das Grundgefühl, das mir dazu heute einfällt, das ich zu Weihnachten und im Advent nicht spüren wollte. Wie oft habe ich mich geflüchtet in Alkohol, Drogen und Arbeit.
Heute ist es anders. Ich mag zwar das Gefühl der Einsamkeit noch immer nicht, ich kann es jedoch gut spüren und heute gehört es zu mir, wie die Gepflogenheit der täglichen Meditation und des Zweiergespräches mit meiner höheren Macht.
Ich komme immer besser mit mir klar. Fühl mich getragen und sicher in einer Gemeinschaft von Menschen, die genau wissen, was es heißt, mit den Problemen zu hadern, die ich beschrieben habe. Ja, ich bin dankbar dafür, eine Alkoholikerin zu sein und ganz besonders dafür, dass ich meine Zugehörigkeit und Identität aus der Tatsache heraus entwickeln konnte, eine anonyme Alkoholikerin zu sein.
Ich brauche mir nichts mehr vormachen und auch anderen nicht. Das ist mein schönstes Weihnachtsgeschenk an mich und an die Welt!

Andrea
mit herzlichem Gruß!


Mein eigener Weg zur Literatur
Mi 2 Dez 2020 15:37

Ich vermute, dass das Literaturangebot der AA deshalb so spärlich ist, weil es so wenig Alkoholiker gibt (Ironie aus).
Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Aber Gott sei Dank kann man ja heute bestellen und ist nicht auf die Einzelnen Gruppen angewiesen, was ich einerseits auch schade finde, wenn man sieht, wie viele Gruppen sich nicht mehr halten können. Aber wer bekennt sich bei dem ersten Mal zu seiner Krankheit. Als anständiger Bürger wollte ich das auch nicht machen, weil ja eben nicht jeder von meiner Krankheit erfahren muss und die AA-Literatur für einen Freund zu besorgen…naja da muss ich mal schmunzeln.

Jürgen


Hilft mir Literatur / Hans
Mi 2 Dez 2020 8:00

Ja, endlich habe ich in meinen Leben ein Werkzeug gefunden, das wirklich funktioniert. Es war früher mein Problem, dass ich gewusst habe, wie ich mit meinen Leben zurechtkommen sollte. Alle diese Situationen haben mich einfach überfordert. Da habe ich versucht, diese mit Alkohol zu lösen. Das hat alles nicht funktioniert. Heute habe ich mit dem Programm endlich eine volle Werkzeugkiste mit funktionierenden Werkzeugen. Und in der AA-Literatur ist der Zugang und Umgang mit diesen Werkzeugen. Das Blaue Buch ist gelebte Erfahrung die immer wieder weitergegeben wurde. Da kann ich mir abschauen, wie ein trockenes Leben funktioniert. Nur ein klein wenig muss ich schon selber beitragen, wenn ich möchte das es mir im heutigen Leben besser geht. Meinen Vater sein Spruch war immer: Es fliegen keinen die gebratenen Tauben in den offenen Mund. Werkzeuge sind da um in die Hand genommen zu werden.

Lg. Hans wünsche G24h


Arbeiten an mir selber ist wichtig./ Hans
Di 1 Dez 2020 15:36


Meine Fortschritte erkenne ich daran, dass ich die AA-Literatur, und was ich damit in Verbindung bringen kann, immer und immer wieder lese und feststelle, dass ich immer öfter vieles neu anders und besser verstehe.
Welche Erfahrung habe ich mit dem Programm gemacht? Welche Erfahrung mit dem HEUTE?
Welche Erfahrung habe ich mit meiner Inventur gemacht???

Lg.Hans wünsche G24h


Der gefährliche Trockenrausch
Mo 30 Nov 2020 13:38

Ein Trockenrausch ist ein Rückfall in alte Verhaltensmuster, bzw. diese nie wirklich abgelegt zu haben.
Großspurigkeit, unangemessenes Verhalten, erneuter Realitätsverlust, starre Sichtweisen, Maßlosigkeit, Ungeduld und sofortige Belohnungen für Leistungen, zwanghaftes Streben nach Perfektionismus gehört dazu. Dem Trockenrausch liegt zugrunden, dass der Betroffene sich im innersten nicht so akzeptieren kann, wie er nun mal ist. Im Trockenrausch fällt man somit in ungemessene, frühere Verhaltensweisen zurück, ohne zu trinken. Also könnte es gefährlich werden, auch irgendwann wieder zum ersten Glas zu greifen, denn Rückfälle in alte Verhaltensmuster begünstigen auch immer einen realen Rückfall. Der Trockenrausch ist im Grunde nur ein anderes Wort dafür, keine Verhaltens Veränderungen herbeizuführen und so eine zufriedene Trockenheit geschweige Nüchternheit erreichen zu können.

Lg. Hans wünsche G24h


Gedanken vor Weihnachten
So 29 Nov 2020 8:04


Wo ist denn die Zeit wieder geblieben?

Ich hatte noch so viel vor in diesem Jahr.

Aber gut, dann gibt es heute die erste Kerze.

Ich nehme mein trockenes Leben dankbar an, Tag für Tag.
Ich habe keine Wünsche, außer mein Leben auch weiterhin als so spannend und aufregend zu erleben, wie im ablaufenden Jahr. Und ich bin zutiefst dankbar, auch diese Adventszeit wieder mit klarem Kopf erleben zu dürfen. Die Wohnung ist geschmückt, der Stern hängt auf dem Balkon und verbreitet ein vertrautes Licht. Auch wenn mir manchmal Angst wird, beim Blick in die Welt, so kann ich doch in meinem Umfeld helfen und Gutes tun.
Und nicht zuletzt kann ich weiterhin gut zu mir sein und für mich sorgen, denn das habe ich, als ich noch gesoffen habe, sträflich vernachlässigt.


Ich wünsche Allen, die vorbeischauen eine schöne Adventszeit.

Wolfgang



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