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Erster Schritt
So 24 Jan 2021 10:39
Der erste Schritt war, das ich wieder mein Leben wieder bekommen habe, da habe ich zugeben können, das ich Alkoholikerin bin. Da bin ich zu die AA gekommen, da habe ich wieder meinen Spaß und mein Leben wieder zurück bekommen. Es ist so schön das ich mein Leben leben kann ohne Alkohol. Für mich sind es die andere Schritte und die Traditionen. Dafür bin ich so dankbar, das ich mein Leben jetzt so leben kann wie ich mir es vorstelle.Das verdanke ich meiner zweiten Familie.
LG und gute 24h,
Petra


Angst vor dem Rückfall
Sa 23 Jan 2021 17:31
Angst vor dem Rückfall habe ich nicht, weil ich weiß, wenn ich so wie jetzt weiterlebe, der Rückfall nicht kommen wird - ausschließen kann ich ihn trotzdem nicht, da man nicht weiß, welche Prüfung mir Gott noch schickt. Ein erfahrener geschickter Handwerker, mit jahrzehntelanger Erfahrung, weiß ganz genau, wie er eine Arbeit auszuführen hat, damit diese fachgerecht ist und funktioniert. Ein erfahrener Mechaniker z.B baut kein defektes Lager ein, mit der Hoffnung daß es vielleicht eh funktioniert.
Ich versuche mein Leben nach dieser Erkenntnis auszurichten. Etwas zu tun, wo mir mein Gewissen sagt, laß es bleiben, wäre natürlich ein Schritt in Richtung Rückfall, weil dadurch einfach Belastungen entstehen, die wenn sie groß genug werden, man einfach nicht mehr aushält. Wie verschwindet dann sowas:entweder durch Alkohol, Beruhigungsmittel oder Drogen. Logisch oder?
Ich unterscheide: Führe ich in meinem Leben eine Situation herbei, der ich dann nicht gewachsen bin - oder es schickt der Herr mir eine Prüfung, die ich dann bedingungslos anzunehmen habe. Die Prüfung kann man ohne zu trinken annehmen, mit klarem ungetrübten Verstand, anders gesagt hinnehmen. Selbst verschuldetes Desaster aus Gründen von Hass, Wut, Gier, Geilheit usw führt zwangsläufig weg vom guten Leben, letztendlich in den Tod.
LG Gerhard


Welche Konsequenzen hat ein Rückfall für mich?
Sa 23 Jan 2021 13:21
ein Rückfall könnte mich töten, dessen bin ich mir bewusst und mehr brauche ich eigentlich auch nicht zu wissen, mal abgesehen das ich mir das Leben was ich mir trocken aufgebaut habe ebenso zerstören würde, wenn ich den Rückfall überlebe. Wenn ich wieder saufen würde, dann sage ich ja immer das ich mir sofort wieder Hilfe holen würde, aber mach das erstmal, wenn du wirklich einen Rückfall hast. Vielleicht denkt man ja auch jetzt ist es sowieso egal, dann kann ich auch weitersaufen, weil ich es ja doch nicht schaffe. Also kann ich gar nicht sagen was ich tun würde, wenn ich wieder saufe. Vielleicht stehe ich wieder auf, vielleicht aber auch nicht. Ich bin auch der Meinung das, wenn jemand dem Tod gerade so von der Schüppe gesprungen ist vielleicht konsequenter an seiner Trockenheit arbeitet als jemanden der noch alles im Leben hatte wie Wohnung, Job und Familie, kann man aber auch nicht verallgemeinern, denn umgekehrt kann es genauso so sein.

grüße Wolfgang


Franz und viele trockene 24h
Sa 23 Jan 2021 12:50

Es ist Samstag der 19. Jänner 2008 „Der 1.Tag Danach“ ich bin in der Psychiatrie im Krankenhaus mit „Suizidgefahr“ eingeliefert worden. Ich musste erst einmal fragen wie ich dort hingekommen bin? Die letzten 4 Tage habe mir irgendwie gefehlt. Ich bin am Montag den 14.Jänner von zu Hause und meiner Familie aufgebrochen. Ein zu Hause, dass ich im Caos verlassen habe. Die verbalen Spuren der letzten 3 ½ Jahre nach der ersten Entwöhnung 2004, die unzähligen Rückfälle, die vielen Versprechen nicht mehr zu trinken und die vielen Stunden im Keller, Abschiedsbriefe zum Christkind und verzweifelte Gesichter bei den Kindern und der Frau. Leere Versprechen gegen den Alkohol etwas zu tun. Weihnachten mit sorg vollen stummen Gesichter bei der Familie und die Angst, wie wird er das nächste Mal heimkommen. Das war mein Zustand vor 13 Jahren.
Am 18. Jänner 2008 musste ich das letzte Glas mit Alkohol trinken. Die nächsten Tage im Krankenhaus wütete in meinem Körper der Entzug. Während dieser Tage wurde mir von einer Ärztin die Frage gestellt: Warum ich so viel trinken muss und ich zählte ihr mindestens 1000 Gründe dazu auf. Bis sie dann nach ca. 2 Stunden sagte: „Wenn sie aufhören wollen, hat sich der Alkohol für sie erledigt, nehmen sie ihre Diagnose an, nehmen sie zur Kenntnis, dass sie ein alkoholkranker Mensch sind, dass sie Alkoholiker sind und sie können aufhören zu trinken.
Da brauchte ich noch eine Nacht, bis die Botschaft angekommen war, aber am nächsten Tag war der Zwang weg und ich musste nicht mehr trinken. Was folgte war ein riesiger Scherbenhaufen den ich hinterlassen habe und eine neuerliche Entwöhnung 2008. Die Scherben konnte ich zwar wieder zusammenfügen aber die gesamte Vase war zersprungen und hielt noch einige Jahre bis sie dann 2019 endgültig zerbrach.
Am 12.März 2008 war ich das erste Mal in Linz im AA-Meeting und ich lebe seit diesen Tag mit unserem 12 Schritten und 12 Traditionen. In mein Leben ist wieder ein Neuanfang gekommen und es hat sich so geändert, dass der Mensch an meiner Seite auch in den 12 Schritten lebt und das im Jetzt und nur für heute und für 24h und es ist wahnsinnig schön geworden.

Gute 24h, Franz


Gier macht krank
Di 19 Jan 2021 21:16
Gier und Geiz machen krank.Erschöpfung, Depressionen, Angstzustände und Verzweiflung sind die Folgen dieser Charakterzüge.Gier untergräbt einen der wichtigsten Werte, die Mitmenschlichkeit, und zerstört auch die Umwelt, wie Abholzung der Regenwälder, Überfischung der Ozeane usw.
Ein Leben ohne Gier zu führen, bedeutet jedoch nicht, nichts zu haben. Man soll aber auch nur so viel haben, daß man in Würde leben kann, und wenn man etwas nimmt auch etwas geben soll, zurückgeben.
LG Gerhard


Veränderungen / Hans
So 17 Jan 2021 8:01

Meine Aufgabe kann also nur darin bestehen, mit unerwünschten Veränderungen gut umzugehen, die Fähigkeit zur Gelassenheit in uns selbst zu entwickeln sowie Vertrauen in uns selbst, in unser Leben zu gewinnen. Dann sind wir fähig und bereit, Veränderungen nicht als Last, sondern mehr als eine große Chance zu erkennen, anzunehmen und auch zu nutzen.

Lg. Hans wünsche G24h


Veränderungen im trockenen Leben
Do 14 Jan 2021 17:37
Hallo,
leider kann ich meiner Abstinenz nichts Negatives zuschreiben.
Mein Leben verläuft seit dem Beginn meiner Trockenheit in eine andere Richtung als vorher. Diese Richtung habe ich ihm dadurch gegeben, dass ich aufgehört habe zu saufen und damit einhergehend andauernd die Verantwortungen für wirklich alles woanders hin abzudrücken. Klar, kann das Wetter Einfluss auf meine Stimmung haben. Ich habe den aber auch. Klar, sind die gesellschaftlichen Verhältnisse ungerecht. Ich kann aber in meinem Rahmen und in meinem Umfeld für mich sorgen. Und na klar, steht in den Supermärkten Alkohol rum. Bei mir zu Hause aber nicht. Ich lebe in einer alkoholfreien Beziehung. Ich kann mir keine andere vorstellen und will es auch gar nicht.
In der Rückschau muss ich feststellen, dass die Mehrzahl meiner Probleme früher eng mit meinem Alkoholkonsum zusammenhing. Viele von ihnen gibt es nicht mehr. Einige haben Folgen, die nur schwer, vielleicht auch gar nicht zu reparieren sind. Und dennoch, für mich lohnt sich meine Abstinenz definitiv. Für die Menschen in meinem Umfeld auch.
Grüße Wolfgang


Zerstörende Faktoren
Mi 13 Jan 2021 21:10
Gut zu sein in einem tieferen Sinn ist die beste Therapie gegen innere Leere, Antriebslosigkeit und Depressionen. Es hält jung und gesund. Andersherum rächen sich böse Taten nicht erst im nächsten Leben. Sie haben physische und psychische Folgen (Dr Johannes Huber).
Der Fluch der bösen Tat wirkt fort, macht seelisch und körperlich krank, weil der Mensch spürt, daß er etwas gemacht hat, was nicht in Ordnung ist. Es ist das schlechte Gewissen, das für Unruhe, Herzrasen, schlaflose Nächte usw sorgt. Besonders noch im verborgenen liegende böse Taten sorgen für ein permanent schlechtes Gewissen, sind seelisch sehr belastend, und bergen die Große Gefahr wieder zur Flasche zu greifen, nur um das Gewissen zu vergessen.
Um ein ruhiges zufriedenes Leben führen zu können, ist es notwendig alle versteckten Leichen zu beseitigen und ordentlich zu beerdigen.
Die Grundlegende Veränderung seiner Persönlichkeit, seiner Lebensgewohnheiten und seines Charakters zum Guten, Verlässlichkeit, Menschlichkeit usw, ermöglichen erst ein Leben abseits vom Alkohol und sonstiger Beruhigungsmittel.
Gutes Tun führt zu einem freudigen und lebenswertem Leben. Das Gute kehrt zurück, läßt das Herz hochleben - auch das Böse kehrt zurück und führt länger gesehen in den Abgrund, bzw macht das Leben nicht lebenswert.
LG Gerhard


Positive Dinge der Nüchternheit/ Hans
Di 12 Jan 2021 19:18

Es geht mir eher darum, Betroffenen, die noch ganz am Anfang sind, aufzuzeigen, dass es ein schönes Leben ohne Alkohol gibt. Das nicht alles so schwer ist, wie es auf dem ersten Blick scheint, sondern es sich lohnt, jetzt zu handeln und sein Leben wieder in die eigene Hand zu nehmen.
Für mich waren es damals auch solche Dinge, wie gut schlafen zu können, wieder normal essen zu können, nicht mehr dem Alkohol hinterher zu rennen, morgens einen klaren Kopf zu haben, wieder auf mich zu achten ohne Fahne unter den Leuten gehen zu können.
Ganz gleich, wie schwer das Gestern war, stets kannst du Heute von Neuem beginnen.

Lg. Hans wünsche G24h


Freiheit!
Mo 11 Jan 2021 17:50

Hallo zusammen,

ich habe zwar diesen Begriff schon öfters verwendet, aber ich muss ich es mal loswerden, nachdem ich heute Morgen mehrfach mit alkoholisierten Menschen zu tun hatte. Freiheit! Mann, ging mir dieses Wort heute oft durch den Kopf! Es blitzte erst nur ein bisschen und nun bin ich sogar etwas euphorisch, denn das ist das, was ich gerade empfinde. Ich kann tun und lassen, was ich will: ich muss mein Leben nicht mehr nach dem Alkohol richten. Ich kann nach der Arbeit mich um meine Fitness kümmern, ich kann dies und das machen - und ich verschwende meine Zeit nicht mehr: herrlich! So, das musste jetzt mal raus.
Vielleicht geht es ja heute auch jemandem so.
Ist einfach ein tolles Gefühl!

Konrad



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