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Wachsamkeit
So 20 Sep 2026 13:30
Immer und immer wieder sehen wir: einmal Alkoholiker – immer Alkoholiker! Wenn wir nach einer Zeit der Nüchternheit wieder mit dem Trinken anfangen, sind wir in kurzer Zeit wieder so übel dran wie vorher. Wenn wir uns vornehmen, mit dem Trinken aufzuhören, darf es keinen Vorbehalt geben, und in keinem Winkel unseres Hinterkopfes darf die Hoffnung lauern, eines Tages normal trinken zu können.
Anonyme Alkoholiker, S. 38
Heute bin ich Alkoholiker. Morgen wird es nicht anders sein. Mein Alkoholismus gehört jetzt und für immer zu mir. Ich darf nie vergessen, was ich bin. Der Alkohol wird mich sicher umbringen, wenn es mir nicht gelingt, jeden Tag meine Krankheit zu erkennen und sie anzuerkennen. Ich spiele kein Spiel, in dem eine Niederlage nur einen vorübergehenden Rückschlag darstellt. So lebe ich mit meiner Krankheit, für die es keine Heilung gibt, nur tägliches Annehmen und Wachsamkeit.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h
Wir stehen – oder fallen – gemeinsam
Mi 16 Sep 2026 8:40
Keine andere Gemeinschaft braucht deshalb so sehr ständige Wirksamkeit und dauernde Einigkeit. Wir Alkoholiker verstehen, dass wir zusammenarbeiten und eng verbunden bleiben müssen; sonst sterben schließlich die meisten von uns einen einsamen Tod.
Anonyme Alkoholiker, S. 419
Genauso wie die Zwölf Schritte der AA mit gutem Grund in einer bestimmten Reihenfolge geschrieben wurden, verhält es sich auch mit den Zwölf Traditionen. Der Erste Schritt und die Erste Tradition versuchen in mir genügend Demut zu wecken, damit ich eine Chance habe zu überleben. Zusammen bilden sie die Grundlage, auf der die Schritte und Traditionen, die danach folgen aufbauen. Es ist der Prozess meinem aufgeblasenen Ego die Luft rauszulassen, der es mir erlaubt als Einzelperson durch die Schritte und als engagiertes Mitglied der Gruppe durch die Traditionen zu wachsen. Nehme ich die Erste Tradition ganz an, so lerne ich persönliche Ziele, Ängste und Ärger zu Gunsten unseres gemeinsamen Wohlergehens beiseitezustellen; so dass ich mit anderen für unser gemeinsames Überleben arbeiten kann. Ohne die Erste Tradition habe ich wenig Chancen, die Einigkeit aufrecht zu erhalten, die für die erfolgreiche Arbeit mit anderen nötig ist, und ich laufe auch Gefahr, die übrigen Traditionen, die Gemeinschaft und mein Leben zu verlieren.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h
„Heute. Gedanken zum Tag“
Mo 14 Sep 2026 17:36
Ein neues Leben
Ja, dafür gibt es einen Ersatz – und es ist weit mehr als das. Es ist die Gemeinschaft unter den Anonymen Alkoholikern. ... Das Leben bekommt endlich einen Sinn.
Anonyme Alkoholiker, S. 178
Das Leben ist ohne Alkohol besser. AA und die Gegenwart einer Höheren Macht halten mich nüchtern, aber die Gnade Gottes bewirkt sogar noch mehr; sie bringt den Dienst in mein Leben. Der Kontakt mit dem AA-Programm lehrt mich ein neues, tieferes Verständnis dafür, was die Anonymen Alkoholiker sind und tun; doch noch wichtiger ist, dass es mir hilft zu erkennen, wer ich bin: Ein Alkoholiker, der die ständige Erfahrung des AA-Programms braucht, so dass ich ein Leben führen kann, wie es von meiner Höheren Macht bestimmt wurde.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h
Der 9.) Schritt
So 6 Sep 2026 7:08
Dieser Schritt ist schwer für mich. Am liebsten möchte ich einen Strich unter die Vergangenheit machen und ganz neu anfangen.
Das kann ich mir als Alkoholiker nicht leisten. Die Vergangenheit würde mich dann immer wieder belästigen. Ich will Ordnung machen, die Schulden bezahlen, wenn welche da sind, den Schaden, den ich an Sachen verursacht habe, wieder gut zu machen. Ich will die Menschen, die ich enttäuscht habe zeigen, dass ich nun anders bin. Ich will jene Menschen, die ich schwer beleidigt habe, um Verzeihung bitten. An der Stelle stehen meine Angehörigen, dann meine Freunde und Arbeitgeber, die ich so oft enttäuscht und im Stich gelassen habe. Diese Schritte helfen mir, die mitmenschlichen Beziehungen wieder herzustellen. Nach allem, was geschehen ist, kann ich, nachdem ich mit dem Trinken aufgehört habe, nicht einfach weitermachen, als ob die Vergangenheit nie gegeben hätte. Sicherlich kommen Regungen hoch, die sagen: Die anderen waren ja auch böse zu mir. Das mag schon stimmen. Vielleicht werden auch sie sich einmal bei mir entschuldigen, wenn ich erst alles einmal gut gemacht habe. Die Gutmachung kann nicht über Nacht geschehen. Ich brauche viel Zeit und Geduld. Der Weg der Wiedergutmachung ist lange und schwer. Der AA-Weg ist ja nicht ein Tages-sondern ein Lebensprogramm. Die Hauptsache ist, dass ich bereit bin, den Schaden, den ich angerichtet habe, wieder gut zu machen und die Menschen, die ich beleidigt habe, um Verzeihung zu bitten. Gott gebe mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht mehr ändern kann. Vieles kann ich leider nicht mehr gut machen.
Lg. Hans G24h
„Heute. Gedanken zum Tag“
Di 1 Sep 2026 12:48
Bereitschaft zu wachsen
Wollen wir mehr Geschenke erhalten, müssen wir wach bleiben.
Wie Bill es sieht, S. 16
Nüchternheit füllt das schmerzhafte „Loch in der Seele“, das mein Alkoholismus hervorrief. Oft fühle ich mich körperlich so wohl, dass ich glaube, meine Arbeit sei getan. Jedoch ist Freude nicht allein die Abwesenheit von Schmerz; sie ist das Geschenk eines fortdauernden, spirituellen Erwachens. Freude entsteht durch andauerndes, aktives Lernen sowie Anwenden der Genesungsprinzipien im täglichen Leben und durch das Teilen dieser Erfahrung mit anderen. Meine Höhere Macht bietet viele Gelegenheiten für ein tiefergehendes spirituelles Erwachen. Ich muss zu meiner Genesung nur die Bereitschaft zum Wachsen beitragen. Heute bin ich bereit zu wachsen.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans
Ein Gedanke zum Tag
So 23 Aug 2026 6:25
Bereitschaft zu wachsen
Wollen wir mehr Geschenke erhalten, müssen wir wach bleiben.
Wie Bill es sieht, S. 16
Nüchternheit füllt das schmerzhafte „Loch in der Seele“, das mein Alkoholismus hervorrief. Oft fühle ich mich körperlich so wohl, dass ich glaube, meine Arbeit sei getan. Jedoch ist Freude nicht allein die Abwesenheit von Schmerz; sie ist das Geschenk eines fortdauernden, spirituellen Erwachens. Freude entsteht durch andauerndes, aktives Lernen sowie Anwenden der Genesungsprinzipien im täglichen Leben und durch das Teilen dieser Erfahrung mit anderen. Meine Höhere Macht bietet viele Gelegenheiten für ein tiefergehendes spirituelles Erwachen. Ich muss zu meiner Genesung nur die Bereitschaft zum Wachsen beitragen. Heute bin ich bereit zu wachsen.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans
Ich habe Zeit immer wieder Zeit zum schreiben.
Do 20 Aug 2026 14:28
Ich nehme mir vor, hier von Zeit zu Zeit und in unregelmäßigen Abständen ein paar Zeilen zu schreiben. Ich möchte jedem Menschen, der hier liest, Mut machen, mit dem Alkohol aufzuhören und sich auf den Weg zu machen. Der gute Weg lohnt sich. Auf meinem Weg habe ich Erfahrungen gemacht, es sind mir Menschen begegnet, habe ich neue Herausforderungen angenommen, das alles wäre mir mit Alkohol nicht möglich gewesen.
Lg. Hans G24h
Heute. Gedanken zum Tag
Mi 19 Aug 2026 6:21
Gesund werden
In unserem Unterbewusstsein wirken sehr tief, manchmal längst vergessen, schwerwiegende seelische Konflikte weiter.
Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 75
Nur durch positives Handeln kann ich die verbliebenen Spuren von Schuld- und Schamgefühle, die durch mein Trinken entstanden waren, beseitigen. Immer wenn mir Missgeschicke während meiner Trinkerzeit passierten, sagten meine Freunde: „Warum tust du das? Du tust dir doch nur selber weh.“ Ich hatte keine Ahnung, wie wahr diese Worte waren. Obwohl ich andere verletzte, verursachte mein Verhalten auch tiefe Wunden in meiner eigenen Seele. Der Achte Schritt liefert mir eine Möglichkeit, mir selbst zu vergeben. Ich lindere eine Menge des verborgenen Schadens, wenn ich meine Liste der Personen erstelle, die ich verletzt habe. Wenn ich diesen Schaden wiedergutmache, befreie ich mich selbst von Belastungen und trage dadurch zu meiner Heilung bei.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans
Aus der Sicht eines Alkoholikers aus 1973 (seine Sicht zum 8. Sc
Mo 10 Aug 2026 8:05
Mit dem GESTERN auseinandersetzen
Aber dann, eines Tages, als er an nichts Unangenehmes dachte, da begegnete er plötzlich der geschiedenen Ehefrau, oder den von ihm getrenntlebenden Kindern, oder dem früheren Chef, oder dem Freund, der die Schuld nie gemahnt. Da stand sie da - die Vergangenheit! Nein - das GESTERN ist erst vorbei, wenn ich mich damit auseinandergesetzt habe. Das kann man nicht mit einem Federstrich vom Tisch wischen. Das läuft uns hinterher, - heute, - morgen, - alle Tage. Und dann schleicht sich die Angst in uns ein: "Hoffentlich begegne ich ihr nicht, der Vergangenheit, der geschiedenen Ehefrau, den verlassenen Kindern, den verbitterten Freunden, dem beleidigten Chef, den betrogenen Gläubigern, dem gehörnten Ehemann, der verlassenen Freundin, ihrem unehelichen Kind, der unbewältigten Vergangenheit!" Ich hatte Angst! Angst vor jedem Brief, vor jedem Gang durch die Stadt, vor jedem Besuch. Es klopft an der Tür: "Wer ist draußen?" .... die Vergangenheit! Und dann wird die Angst größer, sie erfasst den ganzen Menschen, sie erdrückt mich, sie zerschlägt mich, sie ertränkt ihn und dann fängt ES an zu saufen, ES - mein Unterbewusstsein! Zugegeben, am Anfang hat es mir sehr geholfen, meine Kraft nur auf das "HEUTE" zu konzentrieren Diesem "24Stunden-Plan" habe ich es zu verdanken, dass ich überhaupt nüchtern geworden bin. Ich hätte keine weitere Belastung ausgehalten, zumal es schien, als hätte sich seit meinem letzten Schluck die ganze Welt gegen mich verbündet. Doch nun sind einige Jahre vergangen. Jahre der Genesung. Körperlich, geistig und seelisch erwacht, fühle ich die Kraft in mir, diesen schweren Schritt zu gehen, Ich brauche keine Liste der Personen, die ich durch mein Verhalten gekränkt hatte, denn die Namen haben sich unauslöschlich in meinem Gehirn eingeprägt. Ich habe auch in all den Jahren keinen A.A.-Freund getroffen, der zur Erfüllung des achten Schrittes eine Papierrolle bei sich trug. Wir alle sind mit diesen Namen gezeichnet. Wir können sie nicht vergessen, wenn wir es auch wollten. Vielleicht ist mir der eine oder andere Name entfallen, doch die Person ist in meinem Unterbewusstsein verankert. Ich brauche sie nur zu rufen.
Lg. Hans G24h
Unsere Anstrengungen verdoppeln
Mo 10 Aug 2026 7:58
Bis zu einem gewissen Grad hat er das schon bei seiner inneren Inventur gemacht, doch jetzt ist es an der Zeit, seine Anstrengungen zu verdoppeln, um herauszufinden, in welchem Umfang und auf welche Weise er anderen Menschen geschadet hat.
Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 73
Wenn ich weiterhin in Nüchternheit wachse, nehme ich mich selbst mehr und mehr als wertvollen Menschen wahr. So kann ich andere immer besser als Mensch wahrnehmen und ich merke, dass es eben diese Menschen sind, die ich verletzt habe, als ich noch trank. Ich log nicht nur, sondern ich erzählte Lügen über Tom. Ich betrog nicht einfach, sondern ich betrog Joe. Scheinbar unpersönliche Taten waren in Wirklichkeit persönliche Angriffe, weil es Menschen waren – wertvolle Menschen –, die ich verletzt hatte. Ich muss etwas für die Menschen tun, die ich verletzt habe, damit ich eine friedvolle Nüchternheit genießen kann.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h
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