Sicht eines Alkoholikers aus 1973
Bei dieser Selbsterkenntnis halfen mir die Erfahrungen vieler A.A.-Freunde. Hier konnte ich mich bei ungezählten Meetings immer wieder vergleichen. Ich fand meinen Spiegel. So, wie man den Splitter im Auge des Freundes, aber den Balken nicht im eigenen Auge sieht, so bekämpfe ich meine alkoholische Blindheit, die nach den Worten unseres Freundes Dr. Lothar Schmidt zu den gefährlichsten Augenkrankheiten zählt. Was waren nun meine Erkenntnisse? Zunächst fand ich heraus, dass ich mich auf meinen Geist allein nicht mehr verlassen durfte, denn da war allerhand durcheinander. Besser war schon der Geist mehrerer nüchterner Menschen. Also begann ich auf den Rat meiner Freunde zu hören.
Lg. Hans G24h
Wir wollen genau erkennen, wie, wann und wo unsere Naturtriebe uns fehlgeleitet haben. Wir wollen offen das Unglück betrachten, das uns und anderen dadurch geschehen ist. Wenn wir die Fehler in unserem Gefühlsleben entdecken, können wir sie korrigieren.
Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 40
Heute bin ich kein Sklave des Alkohols mehr und doch droht die Sklaverei von verschiedenen Seiten – von mir selbst, von meinen Wünschen, von meinen Träumen. Ich kann aber nicht ohne Träume leben; ohne sie fehlt mir der Antrieb. Ich muss den Blick nach innen richten, um mich zu befreien. Gottes Kraft muss ich anrufen, um der Person zu begegnen, die ich am meisten fürchte, meinem wahren Selbst, so wie Gott mich wollte. Bis ich das kann und tue, werde ich immer auf der Flucht und nie wirklich frei sein. Ich bitte Gott täglich, mir solche Freiheit aufzuzeigen!
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
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LG.Hans
Hallo Hans!
Herzlichen Glückwunsch zu deinem 41. AA-Geburtstag und Danke für dein tun in AA, Sei es auf der Homepage,oder in der Gruppe.Hoffe das du noch viele Jahrestage feiern darft und wünsche dir allzeit Gt. 24 Std.
In AA Verbundenheit Erwin
Lieber Hans
du hast zwar keinen runden Geburtstag den hast du letztes Jahr gefeiert. Auch der 41. Ist es wert, erwähnt zu werden.
Herzlichen Glückwunsch HDL Renate
Hallo Hans mein Freund!
Ich wünsche dir ALLES GUTE ZUM 41.Jahr Trockenheit.
Ich danke dir, dass du mir gerade in der ersten Zeit meiner Trockenheit mit Rat und Tat zur Seite gestanden bist.
Danke, dass du AA am Leben erhältst und dich darum kümmerst,dass das Programm gelebt wird.
Danke für das Teilen deiner Erfahrungen.
Ich wünsche dir noch ganz viele trockene Jahre und dass auch du noch am Programm wachsen kannst.
Danke für deine Freundschaft.
Dein AA-Freund
Roman
Diese Art mich mit den 12. Schritten zu befassen hat sehr viel gebracht darüber schreiben hat eine ganz andere Tiefe.
Alles, was wir für uns selbst tun, tun wir auch für andere, und alles, was wir für andere tun, tun wir auch für uns selbst. Die 12 Schritte sind ein WEG, der uns Alkoholiker zu einer zufriedenen Nüchternheit führen kann, wenn wir ihn mit Entschlossenheit und Ausdauer gehen. Die Schritte sind nicht von Fachleuten entworfen worden. Sie sind von Alkoholikern selbst entwickelt worden, indem sie für sich Wege der Hilfe entdeckt haben und sich dann gefragt haben, was ihnen eigentlich geholfen hat. Die 12 Schritte sind keine Gebote, sondern eine Einladung an uns, diesen Weg zu gehen und dabei die gleiche befreiende Erfahrung machen, wie die Entdecker dieses Weges.
Karfreitag ist immer was Besonderes es war mein erster Tag im Meeting.
Lg. Hans
Ich ertappe mich jedenfalls immer wieder dabei und ich weiß, dass ich noch sehr viel arbeiten muss, wenn ich mir keine neuen Probleme schaffen will. Und das ist wohl das Entscheidende! Es genügt nicht, dass man in gründlicher Inventur seine Fehlhaltungen erkennt, sondern man muss auch etwas dagegen tun. Es gilt vordringlich, die Triebe in die richtigen Bahnen zu lenken und sie zu beherrschen. Diesem Vorhaben stehe ich allein oft machtlos gegenüber, denn ich sehe meine Fehler immer erst dann, wenn ich sie begangen habe. Nun kommt die Versuchung über mich, die Fehler zu vertuschen und wieder zur Tagesordnung überzugehen. Was kann ich dagegen tun? Ich gehe regelmäßig zu den Meetings der A. A.
Lg. Hans
Der 4.) Schritt.
Ich mache eine gründliche und furchtlose Inventur in meinen Inneren
Vom Trinken aufzuhören ist eine Sache, nicht mehr anzufangen eine andere. Wenn ich ohne Alkohol auskommen will, muss ich mein Leben ändern. Dabei bleibt mir eine gründliche Inventuraufnahme meiner Fehler und Fehl-Verhaltungen nicht erspart. Durch jahrelanges trinken habe ich mir Gewohnheiten angeeignet, die meinen Mitmenschen stören, und selber auch unzufrieden macht. Wünsche ich mich in meinem Bekanntenkreis wieder gerne gesehen zu werden, dann muss ich versuchen, mein Leben zu ändern. Vor allen will ich versuchen meine Charakterfehler abzubauen. Nicht die Fehler der anderen machen mein Leben schwer, sondern meine eigenen. Früher wollte ich mein Probleme gar nicht in die Augen schauen. Die Probleme die ich durch das trinken gemacht habe wurden von Tag zu Tag immer schlimmer. Wegen jeder Kleinigkeit regte ich mich auf, es gab immer Gründe zum saufen. Eines habe ich gelernt, ich muss mir einfach Zeit lassen, sonst sitze ich bald wieder vor der Flasche und suche nach einen Grund mich voll laufen zu lassen. Und das weis ich aus Erfahrung es führt zu keiner Trockenheit. Deshalb mache ich meine Inventur darum brauche ich den vierten Schritt. Nur wenn ich wirklich ehrlich bin habe ich eine Chance vom Alkohol loszukommen. Eines ist mir bald klar geworden, es genügt nicht, dass ich bei einer gründlichen Inventur mein Fehlverhalten erkenne, sondern ich muss auch was dagegen tun um trocken zu bleiben. Im Meeting kann ich darüber sprechen, dort wird mir auch geholfen. Wenn ich meine Fehler erkenne bin ich auf dem richtigen Weg, ganz langsam Schritt für Schritt. Ich hatte auch den Mut, all meine Fehler aufzuschreiben und dann in Ruhe anzuschauen und zu sagen, dies oder jenes kann ich Heute noch beginnen zu ändern.
Lg. Hans G24h
Was sind deine Gedanken zum 4. Schritt
Betraute Diener
Sie sind betraute Diener. Sie haben manchmal die undankbare Aufgabe, die nebensächlichsten Arbeiten in der Gruppe zu verrichten.
Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 128
In „Alexis Sorbas“ beschreibt Nikos Kazantzakis eine Begegnung seiner Hauptfigur mit einem alten Mann, der gerade mit Hingabe einen Baum pflanzt. „Was tust du da?“, fragt Sorbas. Der alte Mann antwortet: „Das siehst du doch, mein Sohn, ich pflanze einen Baum.“ „Aber warum pflanzt du einen Baum?“, fragt Sorbas. „Du wirst ihn ohnehin nicht mehr sehen können, wenn er Früchte trägt.“ Und der alte Mann antwortet: „Ich, mein Sohn, lebe, als ob ich niemals sterben würde.“ Diese Antwort entlockt Sorbas ein schwaches Lächeln, und im Weggehen ruft er mit einer Spur von Ironie aus: „Eigenartig! Ich lebe, als ob ich morgen sterben würde.“ Als Mitglied der Anonymen Alkoholiker habe ich erfahren, dass das Dritte Vermächtnis der fruchtbare Boden ist, in den ich den Baum meiner Nüchternheit pflanzen soll. Die Früchte, die ich ernte, sind wundervoll: Friede, Sicherheit, Verständnis, je 24 Stunden immerwährender Erfüllung und mit Seelenruhe der Stimme meines Gewissens lauschen können, die still zu mir spricht: Du brauchst am Dienst nicht krampfhaft festzuhalten. Es gibt noch andere, die pflanzen und ernten müssen.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
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Lg. Hans G24h
Gleichheit
Zu den Anonymen Alkoholikern gehören alle, die unter dem Alkoholismus leiden. Wir können niemanden zurückweisen, der genesen möchte. Die Zugehörigkeit zu den AA sollte niemals von Geld oder Meinungsgleichheit abhängig gemacht werden. Wenn sich zwei oder drei Alkoholiker treffen, um über ihre Nüchternheit zu reden, können sie sich AA-Gruppe nennen, vorausgesetzt, dass sie als Gruppe keine andere Bindung eingehen.
Anonyme Alkoholiker, S. 422
Ehe ich zu AA stieß, fühlte ich mich oft nicht „zugehörig“ zu den Menschen um mich herum. Meistens hatten die „anderen“ mehr/weniger Geld als ich, und meine Ansichten stimmten nicht mit „ihren“ überein. Die Menge an Vorurteilen, die ich in der Gesellschaft erfahren hatte, bewiesen mir nur, wie falsch manche selbstgerechten Leute waren. Als ich mich AA anschloss, fand ich die Lebensweise, nach der ich gesucht hatte. In AA ist kein Mitglied besser als irgendein anderes; wir sind lediglich Menschen mit einem Alkoholproblem, die versuchen, vom Alkoholismus zu genesen.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
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Lg. Hans g24h und ein schönes Wochenende