Ein Geschäft, das nicht regelmäßig Inventur macht, geht gewöhnlich Pleite. Die Inventur im Geschäftsleben ist ein Prozess, bei dem Tatbestände festgestellt werden, mit denen man sich auseinandersetzen muss. Es geht um eine ehrliche Bestandsaufnahme. Ein Ziel dabei ist, beschädigte und unverkäufliche Ware festzustellen und sich ohne Bedauern schnell davon zu trennen. Wenn ein Geschäftsinhaber erfolgreich sein will, darf er sich über den wirklichen Wert seiner Ware nichts vormachen. Genau das Gleiche taten wir mit unserem Leben. Wir machten ehrlich Inventur. Zuerst suchten wir die Fehler in unserem Verhalten, die unserem Versagen zugrunde lagen. Überzeugt davon, dass unser Ich in seinen verschiedenen Erscheinungsformen uns immer wieder Niederlagen beigebracht hatte, untersuchten wir nun, wo und wie sich das Ich gewöhnlich äußert.“
Lg. Hans G24h
„Wir vertrauen dem unendlichen Gott eher als unserem endlichen Ich.
Wir sind auf der Welt, um die Rolle zu spielen, die Er uns zuweist. In genau dem Maße, wie wir uns so verhalten, wie wir glauben, dass Er uns haben mochte und uns demütig auf Ihn verlassen, in dem Maße befähigt Er uns, Unglück mit Gelassenheit zu begegnen. Wir rechtfertigen uns nicht für unser Gottvertrauen. Wir belächeln jene, die meinen, dass Spiritualität der Weg der Schwäche ist. Im Gegenteil: Es ist der Weg der Stärke. Glaube bedeutet nach jahrhundertealten Erkenntnissen Mut. Alle Menschen, die glauben, haben Mut. Sie vertrauen auf ihren Gott. Wir brauchen Gott nie zu rechtfertigen. Stattdessen lassen wir Ihn durch uns zeigen, was Er tun kann. Wir bitten Ihn, unsere Angst von uns zu nehmen und richten unsere Aufmerksamkeit darauf, so zu sein, wie Er uns haben will. Plötzlich beginnen wir, aus der Angst herauszuwachsen.“
Lg. Hans G24h
Eine Flasche und tausend Ausreden
Meine Unsicherheit war schließlich auch Ursache, dass ich schwierigere Ziele auf krummen Touren zu erreichen suchte. Da ich von meinem eigenen Können oft nicht sehr überzeugt war, täuschte ich meine Umwelt und war manchmal überrascht, wenn mir etwas gelang, was ich nie für möglich gehalten hätte. So betrog ich mich selbst durch Alkohol. Zwar gaukelte mir der Alkohol vor, das er mein bester Freund sei, doch jedes Mal, wenn ich ihn durchschaute, war es schon zu spät und ich war wieder um ein Problem reicher. Nun begann ich erst recht Theater zu spielen, zu lügen und tausend Ausreden zu finden, Dadurch vorbaute ich mir natürlich den Weg zur Nüchternheit, denn nach dein Motto
"Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht."
Lg. Hans
Vorwurf – ein Wort zum Streichen
Es dauerte oft sehr lange, bis wir einsahen, dass wir Opfer unserer eigenen verworrenen Gefühle waren. Bei anderen konnten wir sie schnell entdecken, doch bei uns nur sehr schwer. Zunächst mussten wir zugeben, dass wir eine Menge Charakterfehler hatten, obwohl diese Erkenntnis schmerzlich und demütigend war. Soweit es sich um andere Menschen handelte, mussten wir das Wort „Vorwurf“ aus unserem Reden und Denken streichen.
Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 45
Als ich meinen Vierten Schritt nach den Empfehlungen des Blauen Buches machte, fiel mir auf, dass meine Groll-Liste voll mit Vorurteilen war und dass ich andere dafür verantwortlich machte, dass ich nicht erfolgreich sein und meinem Potential entsprechend leben konnte. Ich fand auch heraus, dass ich mich anders fühlte, weil ich schwarz war. Als ich in diesem Schritt weiterarbeitete, wurde mir klar, dass ich immer getrunken hatte, um diese Gefühle loszuwerden. Erst als ich nüchtern wurde und meine Inventur machte, wurde mir klar, dass ich niemandem mehr Vorwürfe machen konnte.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten
Lg.Hans
Sicht eines Alkoholikers aus 1973
Bei dieser Selbsterkenntnis halfen mir die Erfahrungen vieler A.A.-Freunde. Hier konnte ich mich bei ungezählten Meetings immer wieder vergleichen. Ich fand meinen Spiegel. So, wie man den Splitter im Auge des Freundes, aber den Balken nicht im eigenen Auge sieht, so bekämpfe ich meine alkoholische Blindheit, die nach den Worten unseres Freundes Dr. Lothar Schmidt zu den gefährlichsten Augenkrankheiten zählt. Was waren nun meine Erkenntnisse? Zunächst fand ich heraus, dass ich mich auf meinen Geist allein nicht mehr verlassen durfte, denn da war allerhand durcheinander. Besser war schon der Geist mehrerer nüchterner Menschen. Also begann ich auf den Rat meiner Freunde zu hören.
Lg. Hans G24h
Wir wollen genau erkennen, wie, wann und wo unsere Naturtriebe uns fehlgeleitet haben. Wir wollen offen das Unglück betrachten, das uns und anderen dadurch geschehen ist. Wenn wir die Fehler in unserem Gefühlsleben entdecken, können wir sie korrigieren.
Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 40
Heute bin ich kein Sklave des Alkohols mehr und doch droht die Sklaverei von verschiedenen Seiten – von mir selbst, von meinen Wünschen, von meinen Träumen. Ich kann aber nicht ohne Träume leben; ohne sie fehlt mir der Antrieb. Ich muss den Blick nach innen richten, um mich zu befreien. Gottes Kraft muss ich anrufen, um der Person zu begegnen, die ich am meisten fürchte, meinem wahren Selbst, so wie Gott mich wollte. Bis ich das kann und tue, werde ich immer auf der Flucht und nie wirklich frei sein. Ich bitte Gott täglich, mir solche Freiheit aufzuzeigen!
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
LG.Hans
Hallo Hans!
Herzlichen Glückwunsch zu deinem 41. AA-Geburtstag und Danke für dein tun in AA, Sei es auf der Homepage,oder in der Gruppe.Hoffe das du noch viele Jahrestage feiern darft und wünsche dir allzeit Gt. 24 Std.
In AA Verbundenheit Erwin
Lieber Hans
du hast zwar keinen runden Geburtstag den hast du letztes Jahr gefeiert. Auch der 41. Ist es wert, erwähnt zu werden.
Herzlichen Glückwunsch HDL Renate
Hallo Hans mein Freund!
Ich wünsche dir ALLES GUTE ZUM 41.Jahr Trockenheit.
Ich danke dir, dass du mir gerade in der ersten Zeit meiner Trockenheit mit Rat und Tat zur Seite gestanden bist.
Danke, dass du AA am Leben erhältst und dich darum kümmerst,dass das Programm gelebt wird.
Danke für das Teilen deiner Erfahrungen.
Ich wünsche dir noch ganz viele trockene Jahre und dass auch du noch am Programm wachsen kannst.
Danke für deine Freundschaft.
Dein AA-Freund
Roman
Diese Art mich mit den 12. Schritten zu befassen hat sehr viel gebracht darüber schreiben hat eine ganz andere Tiefe.
Alles, was wir für uns selbst tun, tun wir auch für andere, und alles, was wir für andere tun, tun wir auch für uns selbst. Die 12 Schritte sind ein WEG, der uns Alkoholiker zu einer zufriedenen Nüchternheit führen kann, wenn wir ihn mit Entschlossenheit und Ausdauer gehen. Die Schritte sind nicht von Fachleuten entworfen worden. Sie sind von Alkoholikern selbst entwickelt worden, indem sie für sich Wege der Hilfe entdeckt haben und sich dann gefragt haben, was ihnen eigentlich geholfen hat. Die 12 Schritte sind keine Gebote, sondern eine Einladung an uns, diesen Weg zu gehen und dabei die gleiche befreiende Erfahrung machen, wie die Entdecker dieses Weges.
Karfreitag ist immer was Besonderes es war mein erster Tag im Meeting.
Lg. Hans