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Ich kriege nur das, was ich tragen kann.
Do 12 Feb 2026 7:59
Blaues Buch, Seite 35
„Jeder abnorme Trinker ist von dem Wahn besessen, er könne irgendwie irgendwann sein Trinken kontrollieren und genießen.“
Der Alkohol war nur die sichtbare Oberfläche; der Alkoholismus ist die Krankheit dahinter, die meine Persönlichkeit befallen hat. Diese Besessenheit, ja das war es. Ich habe eine Sucht durch und durch. Nur einfach Alkohol weglassen bringt wenig. Das Trinken war ja gerade diese meine Lebensstrategie um mit dieser Persönlichkeit zu überleben. Heute rückblickend ist mir klar, so wie ich früher beschaffen war und das Leben gesehen habe, musste ich mich betrinken. Mit klarem Kopf wäre das nicht auszuhalten gewesen. Andererseits ohne, dass ich mich mit allen diesen Schritten befasst hätte, wäre da nicht diese greifbare Hoffnung des 2. Schrittes entstanden, dass auch ich wieder gesund werden kann. In AA gibt es ja so den Spruch: „Ich kriege nur das, was ich tragen kann.“ Und so habe ich dieses wirken zwischen 1. Schritt und den restlichen Schritten erlebt. Je mehr da dieses Vertrauen in meinem Leben Platz bekam, umso mehr durfte ich erfassen, wie schlimm es um mich bestellt war. Langsam durfte ich erkennen, dass ich auch nur ein ganz normaler Alkoholiker bin.
Lg. Hans G24h
AA-Programm eine Gebrauchsanweisung
Di 10 Feb 2026 17:31
Für mich ist unser AA-Programm eine Gebrauchsanweisung zum Leben, ja zum Überleben. Gott sei Dank stehen klare Arbeitsanleitungen in diesen Büchern, und ich begann, nachdem ich es versucht hatte, Stück für Stück ein anderer zu werden, nach und nach ein immer freierer Mensch.
Das ist ja eben der Unterschied: Früher stand am Ende aller Denkprozesse als logische Konsequenz ein Alkohol oder etwas Ähnliches. Jede Faser meines Daseins war besessen von diesen Dingen. Inzwischen kommt am Ende all meiner Gedanken eine Idee, eine Eingebung was als Nächstes zu tun ist, und oft tue ich es dann auch. Weiß Gott, bin ich froh, dass unser Genesungsprogramm klare Anleitungen gibt, was zu tun ist. Einfach zu leben wie ein normaler Mensch nur ohne Alkohol.
Lg. Hans G24h
Verantwortlich sein !
Mo 9 Feb 2026 16:27
Ich bin verantwortlich …
wenn irgendjemand irgendwo um Hilfe ruft,
möchte ich, dass die Hand der AA immer ausgestreckt ist,
denn: Ich bin verantwortlich!
Ich fühle mich auch verantwortlich, dass diese Hand ausgestreckt ist, aber ich bin nicht der Wichtigste. Ich bin nicht der einzige der in AA Hilft. Es gibt auch andere Hände, die dienen wollen. Meine Verantwortung ist, falls gerade keine ausgestreckte Hand sichtbar ist, mich verantwortlich zu fühlen, dass eine ausgestreckt wird, einen Dienst anzunehmen und so gut ich kann zu tun, falls ich dafür die erforderlichen Fähigkeiten mitbringe. Ich bin auch verantwortlich, dass diese Hand der AA auch dort ausgestreckt ist, wo Hilfesuchende nicht einfach ins nächste Meeting gehen können, z.B. Krankenhaus oder einfach eben im täglichen Leben, wo unser gelebtes AA-Gedankengut nicht nur für Menschen mit Alkoholproblemen eine wertvolle Lebenshilfe sein kann.
Lg. Hans wünsche G24h
„Heute. Gedanken zum Tag“
Mo 9 Feb 2026 9:54
Den „spirituellen Dreh“ begreifen
Wie oft sitzen wir im Meeting und hören einen AA-Freund sagen: „Aber den spirituellen Dreh habe ich immer noch nicht heraus.“ Davor hatte er beschrieben, welches Wunder der Verwandlung in ihm stattgefunden hat – nicht nur seine Befreiung vom Alkohol, sondern auch eine vollständige Veränderung seiner Einstellung zum Leben. Jedem Anwesenden ist klar, dass er ein großes Geschenk erhalten hat und dass dieses Geschenk in keinem Verhältnis zum einfachen Tun des AA-Programms steht, wie, seinen Alkoholismus einzugestehen und den Zwölften Schritt anzuwenden ... Wir wissen nur zu gut, dass dieser Suchende uns in sechs bis zwölf Monaten sagen wird, dass er seinen Glauben an Gott gefunden hat.
In der Sprache des Herzens, S. 354
Eine spirituelle Erfahrung kann sein, zu merken, dass ein Leben, das einst leer und ohne Sinn schien, nun glückselig und erfüllt ist. In meinem Leben heute haben tägliches Gebet und Meditation, in Verbindung mit dem Leben der Zwölf Schritte, einen inneren Frieden und ein Gefühl der Zugehörigkeit bewirkt, die fehlten, als ich trank.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h
Es entstand ein Glaube an die Schritte
Do 5 Feb 2026 15:32
Ich hörte: „Glaube heißt Vertrauen, nicht Misstrauen.“ Von Vertrauen hatte ich nicht viel, von tiefem Misstrauen konnte ich schon reichlicher anbieten. Von meiner Umwelt erwartete ich fast ausschließlich Negatives.
Meine reflexartige Reaktion auf Dinge des täglichen Lebens war fast immer ein: „Nein, ich kann das nicht! Das ist mir Zuviel! Ich halte das nicht aus!“ Irrtum. Ich hielt es aus, und ich lernte und wuchs daran. Ich hörte und in mir wuchs auch langsam der Glaube: „Ich bekomme nicht mehr, als ich tragen kann.“
In einem der AA-Bücher las ich etwas von über 2 Millionen trockenen Alkoholikern in AA. In mir wuchs der Glaube an AA, die Gruppe und dass es auch bei mir funktionieren könnte. Es entstand ein Glaube an die Schritte, ans Programm und dass es auch für mich möglich wäre in AA nicht nur trocken, sondern heil und gesund zu werden. Meine Gruppe und AA wurden zur Höheren Macht.
Lg. Hans G24h
Die Gesellschaft verändert sich
Mi 4 Feb 2026 18:29
Die Gesellschaft verändert sich
Auch die Gesellschaft, deren Teil wir AA sind, verändert sich mit zunehmender Geschwindigkeit. Der Alkoholismus bleibt derselbe, aber der Umgang der Menschen damit und die Wege, wie wir Hilfesuchende erreichen, verändern sich. Um auch in Zukunft nicht nur nüchtern zu bleiben, sondern darüber hinaus anderen zur
Nüchternheit zu verhelfen, müssen wir uns diesem Wandel stellen. Denn wenn die Gesellschaft sich verändert und wir stehen bleiben, ist das Ergebnis absehbar. Die Herausforderung besteht darin, unsere Identität zu bewahren und gleichzeitig ein nützlicher Teil einer sich wandelnden Gesellschaft zu bleiben. „Unsere Beziehungen zur Öffentlichkeit stützen sich mehr auf Anziehung als auf Werbung“.
Und das setzt Sichtbarkeit und Attraktivität unserer Gemeinschaft und unseres Programms voraus. Nur eine sichtbare und begreifbare ausgestreckte Hand der AA kann ihren Zweck erfüllen. Unser Angebot muss Hilfesuchende dort erreichen, wo sie stehen, und nicht dort, wo wir sie gerne hätten. Aber woher wissen wir, wo sie stehen und was sie anspricht? Was trägt dazu bei, dass neue Mitglieder zu uns finden, bleiben und ihren Weg zur Genesung gehen?
Lg. Hans G24h
AA-Öffentlichkeitsarbeit – Information Homepage
Mi 4 Feb 2026 17:40
Wenn es innerhalb einer Region eine Homepage gibt, die über AA informiert, dann ist es nur zu begrüßen. Da brauchen wir keine erhobenen Zeigefinger von einer Seite die versuchen, uns vorzuschreiben, was wir machen sollen oder dürfen. Auch hier sollten sich die Kritiker aus ihren Bunkern heraustrauen und Konstruktiv mitarbeiten. Ich erinnre mich gerne daran, dass ich einen Zeitungartikel ausgeschnitten hatte, auf dem unten stand. Es ist keine Schande, krank zu sein-aber es ist eine Schande, nichts dagegen zu tun. Sie erreichen uns unter folgende Telefonnummer. Das war eine gute Information und es wäre heute auch noch eine gute Idee, das zu tun. Die Anonymen Alkoholiker sollten kein Geheimbund sein und offen auf die Öffentlichkeit zugehen. Ich habe es für mich so gehalten, dass alle die in meinem persönlichen Umfeld sind, von meiner Alkoholkrankheit wussten. Ich habe keine Reklame für AA gemacht. Wenn ich aber gefragt wurde, habe ich meine Zugehörigkeit zu AA bekannt. Wie sonst kann sich die Öffentlichkeit ein Bild von einem Alkoholiker machen, wenn sie keinen persönlich kennt. Die Zeiten wo sich AA verstecken muss sind längst vorbei zu mindestens glaube ich das heute. Unter Öffentlichkeitsarbeit verstehe ich die Aufklärung bzw. die Information der Öffentlichkeit über die Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker im Sinne der Fünften Tradition. Das einzige Ziel ist es, noch leidenten Alkoholiker Hilfe zu bringen- auch im Sinne des zwölften Schrittes.
Lg. Hans G24h
Der 2.) Schritt. (Meine Gedanken wie ich ihn gesehen habe)
So 1 Feb 2026 8:32
Ich kam zu dem Glauben, dass eine Macht größer als Ich selbst, mir meine geistige Gesundheit wiedergeben kann.
Für mich war es gerade am Anfang die Gruppe die ich als Höhere Macht gesehen habe. Mit Gott und Kirche konnte ich in dieser Zeit sehr wenig anfangen, ich war noch nicht reif dafür. Beim Zurückblicken in die Vergangenheit entdeckte ich, dass alle meine Anstrengungen, mit dem Trinken aufzuhören, ohne Erfolg blieben. Erst jetzt konnte ich begreifen, dass ich mit der Willenskraft allein eine Krankheit nicht zum Stillstand bringen kann. Meine Angehörigen und Freunde, meine Arbeitgeber und alle die mir gut gesinnt waren, haben sich ehrlich bemüht, mir zu helfen. Ihre Hilfe blieb erfolglos. Oft versuchte ich es mit einem Arzt, mit einem Psychologen und mit Gebet und Wallfahrten. Das Resultat war immer dasselbe: Ich trank weiter. Erst bei den Anonymen Alkoholikern kam ich zu dem Glauben, dass eine Macht größer als wir selbst, mir meine geistige Gesundheit wiedergeben kann. Grundsätzlich kann mir als Alkoholiker erst dann geholfen werden, wenn ich zur Einsicht komme, alleine nicht mehr die Kraft zu besitzen, meine Alkoholkrankheit zum Stillstand zu bringen. Erst wenn ich zugebe, dass ich dem Alkohol gegenüber machtlos bin und mein Leben nicht mehr allein meistern kann, steht der Weg zu einem erfolgreichen Eingreifen der Höheren Macht offen. AA verlangt von mir nicht, dass ich in eine Kirche gehe oder Ratschläge eines Priesters einhole. Das einzige, was sie von mir verlangt ist, Lehren anzunehmen von einer Gruppe von Frauen und Männern, die dasselbe Problem erfolgreich durch den Glauben an eine Höhere Macht gemeistert haben. Erfahrungsgemäß greift die Höhere Macht erst dann ein, wenn ich zur Erkenntnis komme: Ich bin Alkoholiker. So kann es mit mir nicht länger weitergehen. Ich schaffe es allein nicht mehr. Ich akzeptiere, dass ich das erste Glas stehen lassen muss. Ich muss mein Leben anders gestalten, wenn ich nicht mehr rückfällig werden will. Die Gruppe ist der Ort, wo wir die Höhere Macht in einer besonderen Weise erleben, weil wir Menschen finden, die uns annehmen wie wir sind. Und nicht so wie uns die Anderen gerne sehen würden.
Lg. Hans G24h
„Heute. Gedanken zum Tag“
Fr 30 Jan 2026 7:35
Wir werden eine neue Freiheit kennenlernen
Anonyme Alkoholiker, S. 96/97
Freiheit bedeutet für mich sowohl Freiheit von als auch Freiheit zu. Die erste Freiheit, die ich genieße, ist die Freiheit von der Sklaverei des Alkohols. Was für eine Erlösung! Dann beginne ich, Freiheit von Angst zu erfahren – Angst vor Menschen, vor wirtschaftlicher Unsicherheit, vor Verpflichtung, vor Versagen, vor Zurückweisung. Dann beginne ich, Freiheit zu genießen – Freiheit, für heute Nüchternheit zu wählen, Freiheit, ich selbst zu sein, Freiheit, meine Meinung auszudrücken, Seelenfrieden zu erfahren, zu lieben und geliebt zu werden, und Freiheit, spirituell zu wachsen. Aber wie kann ich diese Freiheiten erreichen? Das Blaue Buch sagt klar, dass ich eine „neue“ Freiheit kennenlernen werde, noch bevor ich halbwegs mit meinen Wiedergutmachungen fertig bin; nicht die alte Freiheit, ohne Rücksicht auf andere zu tun, was mir passt, sondern die neue Freiheit, die die Erfüllung der Versprechen meines Lebens möglich macht. Welche Freude, frei zu sein!
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h
Was ist AA (Anonyme Alkoholiker)
Do 29 Jan 2026 13:45
Was ist AA?
Diese Frage soll eigentlich die gesamte vorliegende Schrift beantworten.
Kürzer kann man sagen: Die Anonymen Alkoholiker sind Männer und Frauen, die entdeckt und eingestanden haben, dass der Alkohol ein Problem für sie geworden ist. Sie bilden eine weltweite Gemeinschaft, in der sie einander helfen, nüchtern zu werden und zu bleiben. Jeder, der den Wunsch hat, mit dem Trinken aufzuhören, ist den AA willkommen. Da alle Mitglieder selbst Alkoholiker sind, haben sie ein besonderes Verständnis füreinander. Sie haben diese Krankheit – den Alkoholismus – am eigenen Leibe verspürt und in der Gemeinschaft gelernt, sie zum Stillstand zu bringen, indem sie Tag für Tag ganz ohne Alkohol leben. So werden sie bei AA „genesende Alkoholiker“.
Wie helfen die AA?
Die Anonymen Alkoholiker treffen sich regelmäßig, um ihre Erfahrungen und Erkenntnisse auszutauschen. Durch den ständigen Kontakt mit den genesenden AA-Freunden, dem Gefühl der Gemeinschaft und der Freundschaft kann der Zwang zum Trinken durchbrochen werden. Der „Neuling“ lernt, den Alkohol nur für den heutigen Tag stehen zu lassen. Anstatt dem Alkohol für alle Zeiten abzuschwören oder sich darüber Sorgen zu machen, ob er morgen trocken bleiben kann, konzentriert sich der Alkoholiker darauf, jetzt und heute nicht zu trinken. Sobald er keinen Alkohol mehr trinkt, bekommt er einen Teil seiner Krankheit in den Griff – sein Körper erhält die Möglichkeit, sich zu erholen. Wenn er nüchtern bleiben will, braucht er aber auch einen gesunden Verstand und ein gesundes Gefühlsleben. So beginnt der Alkoholiker sein verworrenes Denken und seine unglücklichen Gefühle zurechtzurücken, indem er die „Zwölf Schritte“ der AA anzuwenden versucht. Diese Schritte empfehlen Gedanken und Taten, die ihn in ein zufriedenes Leben führen können. Dem „Neuling“ wird auch empfohlen, regelmäßig in AA-Meetings zu gehen, um mit anderen Alkoholikern in Verbindung zu bleiben und aus dem Genesungsprogramm zu lernen.
Was sind AA-Meetings? Meetings heißen die regelmäßig stattfindenden Gruppentreffen der Anonymen Alkoholiker. Im Allgemeinen werden sie an jeweils gleicher Stelle ein- oder mehrmals wöchentlich zu festgelegten Zeiten abgehalten.
Lg. Hans wünsche G24h
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