Zitiert aus dem Buch: Wie Bill es sieht
Jeder A.A. hat die Fähigkeit, sich selbst mit dem Neuen zu identifizieren und ihm Genesung bringen zu können. Daher ist der Neue in keiner Weise auf die Lehre, die Beredsamkeit oder irgendwelche besonderen Geschicklichkeit eines bestimmten A.A. angewiesen. Wichtig ist nur, dass es ein Alkoholiker ist, der den Schlüssel zur Nüchternheit gefunden hat.
In meinem ersten Gespräch mit Dr. Bob hob ich stark die medizinische Hoffnungslosigkeit seines Falles hervor und bediente mich dabei der Worte von Dr. Silkworth, der das Dilemma des Alkoholismus als "Sucht plus Allergie"beschrieb. Dies war selbst dem Arzt Dr. Bob neu – eine schlechte Neuigkeit für ihn. Die Tatsache, dass ich als Alkoholiker aus eigener Erfahrung wusste, wovon ich sprach, machte diesen Schlag noch härter.
Ich sah, unser Gespräch war eine Sache der Gegenseitigkeit. Ich predigte nicht mehr. Ich wusste, dass ich diesen Alkoholiker genauso brauchte wie er mich.
Lg. Hans G24h
Es kommt nicht darauf an, glücklich zu sein
Ich glaube nicht, dass es um Glück oder Unglück geht. Die Frage heißt eher: Wie werden wir mit den Problemen fertig, denen wir gegenüberstehen? Was lernen wir von ihnen und wie geben wir unsere Erfahrungen am besten an andere weiter, die von uns lernen wollen?
Wie Bill es sieht, S. 314
Auf meiner Suche nach dem „Glück“ wechselte ich Arbeitsstellen, heiratete und ließ mich scheiden, suchte mein Heil in Ortswechseln und verschuldete mich – finanziell, seelisch und spirituell. In AA lerne ich nun, erwachsen zu werden. Anstatt zu erwarten, dass mich Menschen, Orte und Dinge glücklich machen, kann ich Gott um die Fähigkeit bitten, mich selbst anzunehmen. Wenn ein Problem mich überwältigt, helfen mir die Zwölf Schritte der AA dabei, am Schmerz zu wachsen. Das Wissen, das ich daraus ziehe, kann für andere, die am selben Problem leiden, zum Geschenk werden. Wie Bill es ausdrückt: „Wenn der Schmerz kommt, wird von uns erwartet, bereitwillig daraus zu lernen und anderen beim Lernen zu helfen. Kommt das Glück zu uns, nehmen wir es als Geschenk an und danken Gott dafür.“ (Wie Bill es sieht, S. 314)
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans
Dank unseren zwölf Traditionen, die mir von meinen AA-Freunden vorgelebt wurden, lernte ich in kleinsten Schritten, mich in die Gruppe einzufügen. Aus dem so verdammt wichtigeren ICH wurde langsam ein WIR. Ich schnallte schnell, dass ich auf die Gruppe angewiesen war, dass ich es schaffte, selber trocken zu bleiben. Noch eine Erfahrung durfte ich machen: Je mehr ich von mir in meine Gruppe investierte, desto mehr bekam ich von ihr zurück. Das war und ist für mich aktives Wachstum. Geht es mir gut, teile ich meine Freude mit meiner Gruppe. In meiner Gruppe erhalte ich stets Kraft und Hoffnung und ich bemühe mich auch, Kraft und Hoffnung zu verschenken. Ich darf immer wieder feststellen, dass das gegenseitige GEBEN und NEHMEN etwas Wunderschönes ist.
Lg. Hans G24h
Es wäre falscher Stolz, wenn wir für die Gemeinschaft der AA den Anspruch erheben würden, allheilend zu sein. Diese Einschränkung ist sogar für den Alkoholismus gültig.
Wie Bill es sieht, S. 293
In den ersten Jahren meiner Nüchternheit glaubte ich voller Stolz, dass AA der einzig mögliche Behandlungsweg für ein gutes und glückliches Leben sei. AA war sicherlich die Basis für meine Nüchternheit und auch heute noch – nach über zwölf Jahren im Programm – bin ich in Meetings, Sponsorschaft und Dienst eingebunden. Während der ersten vier Jahre meiner Genesung hielt ich es für notwendig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, da es um meine seelische Gesundheit schlimm bestellt war. Es gibt auch Leute, die in anderen Organisationen Nüchternheit und Lebensfreude gefunden haben. AA lehrte mich, den ganzen Weg zu gehen, um meine Nüchternheit zu vertiefen. AA mag kein Allheilmittel sein, aber es ist das Zentrum meines nüchternen Lebens.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h
Die großen Klassiker in allen Traditionen waren bestrebt, den Menschen einen Schlüssel zu einem inneren Verständnis zu geben, zu einen Weg durchs Leben. So auch unsere Traditionen der Anonymen Alkoholiker, wenn wir versuchen den vorgegebenen Weg in unserem Programm zu verlassen kommen wir unweigerlich ins Schleudern.
Auch bei den 12 Schritten, Betroffen ist einer, der aus irgendeinem Grund den nächsten Schritt nicht tun kann, wie er ihn ursprünglich tun sollte. Etwas macht ihn stutzig und lässt ihn erschrecken zum Beispiel vor seiner Inventur. Aber es braucht einfach seine Zeit bis der Betroffene bereit ist zur totalen Lebensumkehr und seinen Irrweg zu verlassen. Machen wir uns nichts vor: Wir haben nicht unendlich viel Zeit und wissen alle nicht, wie viel Zeit uns noch bleibt. Verschieben wir nicht die Schritte zur Freiheit auf irgendwann. Jede Stunde kann ich beginnen mit der UMKEHR und einen für mich befreienden Weg zu beschreiten.
Lg. Hans G24h
Augenblicke der Erkenntnis sind Bausteine für ein Leben voll geistiger Gesundheit. Ich weiß das aus gutem Grund. Die Wurzeln der Wirklichkeit, die das neurotische Unterholz verdrängen, halten den starken Stürmen stand, die uns zerstören wollen oder derer wir uns zur Selbstzerstörung bedienen.
Wie Bill es sieht, S. 181
Ich kam zu AA wie ein grüner Setzling – zitternd und entwurzelt. Es ging nur ums Überleben, aber es war ein Anfang. Ich streckte mich, entwickelte und bog mich, aber mit Hilfe der anderen spross schließlich mein Geist aus der Wurzel. Ich war frei. Ich wuchs, trocknete aus, zog mich in mich selbst zurück, betete, wuchs weiter und verstand bei jedem Funken der Erkenntnis etwas mehr. Aus meinen Wurzeln trieben starke, frische Arme des Geistes: wie himmelwärts strebende Diener. Hier auf Erden bewahrt Gott bedingungslos das Vermächtnis seiner höheren Liebe. Mein AA-Leben gibt mir „eine andere Basis ... (ich) wurzelte in neuem Boden“ (Anonyme Alkoholiker, S. 13).
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans
Liebe Renate!
Ein Tag wie jeder? Nein ,den heute vor 24 Jahren hast du dich für ein neues Leben ohne Alkohol entschieden.
Ich wünsche dir alles gute zu deinem 24. DOS und weiterhin Gt. 24 Std.
Schön das es dich gibt!!!!!
Hallo Renate
Ich wünsche dir ALLES GUTE ZUM AA-GEBURTSTAG.
24 Jahre ohne Alkohol für ein besseres Leben ist eine super Leistung.
Du hast damals entschieden dein Leben zu ändern und hast es bis heute durchgezogen.
Ich wünsche dir noch viele Jahre ohne Alkohol und viele glückliche Momente.
Zufriedenheit....Gesundheit....und Glück auf deinem weiteren Lebensweg.
Dein Freund
Roman
Hallo Renate
Ich wünsche dir alles Gute zu deinem 24. AA-Geburtstag und noch viele Trockene 24 Stunden. Du bist für viele ein Vorbild den jeder Trockene Tag ist ein Geschenk.
Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.
Lg. Hans G24h
4.Tradition
Jede Gruppe sollte selbständig sein, außer in Dingen, die andere Gruppen oder die AA als Ganzes angeht. Der Alkoholiker kann nur freiwillig und in Freiheit den Alkoholismus zum Stillstand bringen. Auch eine Gruppe von Alkoholikern muss frei und in Freiheit ihre Angelegenheiten regeln, und ihre Schwierigkeiten lösen können, nur dann wird die Gruppe leben und gedeihen. Der Alkoholiker mag es nicht, wenn man sich in seine Angelegenheiten einmischt, ihm Ratschläge erteilt oder Vorschriften macht. Nicht anders ergeht es der Gruppe. Einmischungen von außen, gleich vom wenn auch immer mag die Gruppe nicht. Eine Gruppe ist nur arbeitsfähig und gesund, wenn sie selbst Verantwortung tragen kann. Die AA haben mehr aus ihren eigenen Fehlern gelernt, als durch all die gut gemeinten Ratschläge von außen. Wie das einzelne Mitglied, so kann auch die Gruppe viele Fehler und Schicksalsschläge ertragen. Eine Gruppe aber darf nichts tun, was AA als Ganzes schadet. Die Gemeinschaft als Ganzes ist immer dann betroffen, wenn eine Gruppe an die Öffentlichkeit tritt. Aussagen in einer öffentlichen Veranstaltung oder wenn jemand im Radio oder TV spricht, wird von den Zuhörern nicht einen einzelnen Mitglied oder einer Gruppe, sondern den Anonymen Alkoholikern zugeschrieben. Solche öffentlichen Arbeiten sollten immer vorher in der Gruppe besprochen werden. Die Gruppe soll sich an die 12 Traditionen halten. Natürlich ist die Auslegung oft recht unterschiedlich und soll von Fall zu Fall abgesprochen werden, wie man am besten vorgeht. Dies betrifft unsere gemeinsame Arbeit im Krankenhäuser und anderen öffentlichen Gebäuden. Wer größere Reisen gemacht hat und verschiedene AA-Gruppen an den Meetings teilgenommen hat, wird feststellen müssen, das er überall, nicht als Fremder, sondern einer von ihnen aufgenommen wurde. Denn jede Gruppe hat nur einen Zweck, den Mitgliedern einen Ort zu geben, wo sie sich wohlfühlen können. Wo sie sich zu Hause fühlen können, wo sie zuhören oder aussprechen können.
Lg. Hans G24h