Forum Einträge



Gedanken zum Tag
Di 30 Jun 2026 13:02
Opfer = Einigkeit = Überleben
Die Einigkeit, die Wirksamkeit, ja selbst das Überleben der Gemeinschaft der AA basieren auf unserer ständigen Bereitwilligkeit, einige unserer persönlichen Ambitionen und Wünsche zugunsten unserer gemeinsamen Sicherheit und unseres Wohlergehens aufzugeben. Ebenso wie Opfer das Leben des Einzelnen retten, bedeuten Opfer auch Einigkeit und das Überleben der Gruppe und der Gemeinschaft der AA.

Wie Bill es sieht, S. 228
Ich habe erfahren, dass ich zum Wohle von AA einige meiner Persönlichkeitseigenschaften opfern muss, und bin als Resultat mit vielen Geschenken belohnt worden. Falscher Stolz kann durch Prestige aufgebläht werden, aber wenn ich in der Sechsten Tradition lebe, erhalte ich stattdessen das Geschenk der Demut. Kooperation ohne Anbindung ist häufig trügerisch. Wenn ich mich nicht mit außenstehenden Interessen verbinde, habe ich die Freiheit, AA autonom zu halten. Dann wird die Gemeinschaft weiterbestehen, gesund und stark für noch kommende Generationen.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans


„Heute. Gedanken zum Tag“
So 28 Jun 2026 6:53
Die Entschlossenheit unserer Gründer
Anderthalb Jahre später hatten diese drei bei sieben weiteren Erfolg gehabt

Anonyme Alkoholiker, S. 187
Wenn nicht die wilde Entschlossenheit unserer Gründer gewesen wäre, wäre AA genauso schnell wie viele andere sogenannte gute Sachen im Sande verlaufen. Hunderte von wöchentlichen Meetings in meiner Stadt zeigen mir, dass AA 24 Stunden pro Tag verfügbar ist. Wenn ich mit nichts als Hoffnung und dem Wunsch, nicht zu trinken, hätte aushalten müssen, und hätte überall wo ich hinging Ablehnung erfahren, hätte ich den einfacheren, bequemeren Weg gesucht und mein altes Leben wieder aufgenommen.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg.Hans


Ausschnitt aus einen Alkoholiker 1973
Do 25 Jun 2026 14:42
Zufriedene Nüchternheit am Lebensende

Vielleicht mag nun der eine oder andere Leser der Meinung sein, es sei utopisch nach Vollkommenheit zu streben. Schließlich gäbe es auf der ganzen Welt keinen Menschen, der nur gute und positive Charakterzüge aufweist. Diese Freunde verstehen den Sinn dieses Schrittes falsch. Jeder Mensch, der sich ein Ziel setzt, ist selbst noch mehr oder weniger weit von diesem Ziel entfernt. Er muss hart arbeiten, trainieren und sich gesund halten, wenn er sein gestelltes Ziel erreichen will. Falsch wäre es auf der Lebensleiter auszuruhen. Stillstand bedeutet Rückfall. Man muss stets weiterstreben, um das zu erhalten, was man erreicht hat, bis dass der Tod eine Grenze setzt. Und an dieser Grenze steht bei mir die zufriedene Nüchternheit. So will ich einmal einschlafen und vor meinen Herrn treten. Nicht mit blütenweißer Weste der Vollkommenheit, sondern mit den Spuren getilgter Schuld und bereinigter Fehlhaltungen.

Deshalb muss ich mich heute bereit halten, die Fehler meines Charakters von Gott beseitigen zu lassen.
Lg. Hans


Anderen vertrauen
Di 23 Jun 2026 14:26

Aber verlangt Vertrauen, dass wir den Beweggründen anderer Leute gegenüber blind sind, oder gegenüber unseren eigenen? Überhaupt nicht, denn das wäre närrisch. Ganz sicher sollten wir die Fähigkeit jeder Person, der wir vertrauen wollen – zum Schlechten wie zum Guten – beurteilen können. Eine derart private Inventur kann das Ausmaß des Vertrauens aufzeigen, das wir in der jeweiligen Situation aufbringen sollten.

Wie Bill es sieht, S. 152
Ich bin nicht ein Opfer anderer Menschen, sondern mehr ein Opfer meiner Erwartungen, Entscheidungen und Unehrlichkeit. Wenn ich von anderen erwarte, so zu sein, wie ich sie gern hätte und nicht wie sie sind, und wenn sie dann meinen Erwartungen nicht entsprechen, bin ich verletzt. Wenn meine Entscheidungen auf Ichbezogenheit beruhen, merke ich, dass ich einsam und misstrauisch bin. Ich gewinne jedoch Vertrauen in mich selbst, wenn ich in all meinen Angelegenheiten Ehrlichkeit praktiziere. Wenn ich meine Motive durchleuchte und ehrlich und vertrauensvoll bin, bin ich mir auch bewusst, dass ich die Fähigkeit habe, in Situationen Schaden anzurichten, und kann den Schaden in diesen Situationen dann vermeiden.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans


„Tief in uns selbst“ „Heute. Gedanken zum Tag“
Mi 17 Jun 2026 14:46

Wir fanden die große Wirklichkeit tief in uns selbst. Letzten Endes kann er nur dort gefunden werden. ... – in Ihrem Inneren eifrig zu suchen – ... Mit dieser Einstellung können Sie nicht fehlgehen. Sie werden sich sicher Ihres Glaubens bewusst.

Anonyme Alkoholiker, S. 64
Aus tiefster Verzweiflung, Einsamkeit und Depression heraus suchte ich die Hilfe von AA. Auf dem Weg meiner Genesung erkannte ich die Leere und die Trümmer meines Lebens und öffnete mich allmählich der Chance, die die Genesung durch das AA-Programm bietet. Durch das Besuchen von Meetings, dem Nüchtern bleiben und dem Arbeiten der Schritte hatte ich die Gelegenheit, mit wachsender Aufmerksamkeit in die Tiefen meiner Seele zu horchen. Dankbar und voller Hoffnung wartete ich Tag für Tag auf den festen Glauben und die unerschütterliche Liebe, nach der ich mich mein Leben lang gesehnt hatte. In diesem Prozess begegnete ich meinen Gott, so wie ich ihn verstehe.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans


ICH alleine bestimme den Weg und die Straße. (Rückfall)
Do 11 Jun 2026 18:04

Ich gehe die Straße entlang. Am Gehsteig ist ein tiefes Loch. Ich falle hinein. Ich bin verloren...bin hilflos. Es ist nicht meine Schuld, dort hinein gefallen zu sein. Ich brauche sehr lange, um den Weg nach draußen zu finden. Ich gehe die Straße entlang. Am Gehsteig ist ein tiefes Loch. Ich tue so, als ob ich es nicht bemerken würde. Ich falle wieder hinein. Ich kann nicht verstehen, warum ich schon wieder dort hineingefallen bin. Es ist meine Schuld. Es dauert immer noch sehr lange, um den Weg nach draußen zu finden. Ich gehe dieselbe Straße entlang. Am Gehsteig ist ein tiefes Loch. Ich bemerke es. Trotzdem falle ich hinein. Das Hineinfallen ist eine vertraute Gewohnheit. Meine Augen sind jetzt offen. Ich weiß wo ich mich befinde. Ich bin dafür verantwortlich und ich finde den Weg nach draußen sofort. Ich gehe dieselbe Straße entlang. Am Gehsteig ist ein tiefes Loch. Ich weiche aus und falle nicht mehr hinein. Ich wähle eine andere Straße. Habe ich mal vor Jahren gelesen und mir bewusst werden lassen ICH alleine bestimme den Weg und die Straße.
Lg. Hans G24h


DER AUFRICHTIGE WUNSCH MIT DEM TRINKEN AUFZUHÖREN
Do 11 Jun 2026 14:49
Gerade diese Freundinnen und Freunde, die noch so oft über gefüllte Gläser geredet haben, die es mal wieder nicht geschafft hatten, die noch kämpften und krampften, zeigten mir immer wieder gnadenlos deutlich wie ich selber mal angefangen habe.

HILFLOS MUTLOS VERZWEIFELT OHNE HOFFNUNG:

Sie sind mir heute fast noch wichtiger als die sogenannten Alten. Sie helfen mir dabei, dass ich nicht anfange zu fliegen, sie machen mich immer wieder Dankbar, ja De-Mutig.
Sie erinnern mich wieder daran, AA braucht mich nicht, aber ich brauche AA. Ich möchte an dieser Stelle allen noch am Anfang stehenden meinen Dank sagen, denn auch für sie kommt der Tag an dem sie nicht mehr kämpfen müssen und somit die Chance haben zu gewinnen. Es ist wohl die Gnade oder auch das Wunder der Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker, die wir alle, Jung und Alt jeden Tag immer wieder neu erleben dürfen.

Nun wünsche ich dir Mut deinen ersten Schritt zu wagen.
Lg. Hans G24h


AA-ist ein geben und nehmen.
Mi 10 Jun 2026 8:56

Öffentlichkeitsarbeit kann jeder machen und nicht nur einer wird es schon machen.

In der 5. Tradition heißt es, dass die Hauptaufgabe jeder AA-Gruppe ist, unsere AA-Botschaft zum noch Leidenden zu bringen. Für mich heißt das, dass Kaffee und gemütliches Beisammensein in der Gruppe sicherlich auch etwas Angenehmes oder Nützliches sind, aber nicht zum Hauptzweck der Gruppe reduziert werden sollen. Sicherlich ist es auch in solch einem gemütlichen Rahmen möglich, die AA-Botschaft weiter zu geben, aber es gibt noch viel mehr Möglichkeiten. Der eine ist fähig z. B. Info-Material in Kuverts geben, der andere fähig, sie wo hinbringen und abgeben, jeder kann seinen Hausarzt fragen, ob er im Warteraum Platz für Folder und/oder ein Plakat hat.
Soweit ich unsere Literatur kenne, ist kein Platz für nur einen der das kann. Wir sind alle gleich und dienen dem noch leidenden Alkoholiker. Manchmal kommt es sicherlich auch vor, dass die Krankheit manchen glauben lässt, er sollte es alleine machen und wieder andere glauben, sie müssten auf „diesen“ mit dem Finger zeigen. Für mich ist beides einfach eine Methode, seine eigene Verantwortung nicht zu leben und für den noch Leidenden ist beides auch nicht sehr nützlich.
Ich glaube, wenn wir unser aller Fähigkeiten koordinieren und bündeln, können wir viel bewegen für den der noch an seiner Krankheit Alkoholismus leidet.
Lg, Hans G24h


Gedanken zum Tag
Di 9 Jun 2026 16:41
Im „Jetzt“ leben
Zunächst versuchen wir einmal, im „Jetzt“ zu leben, um nüchtern zu bleiben – und es klappt! Wenn sich dieser Gedanke erst einmal in unserem Verstand festgesetzt hat, stellen wir fest, dass ein Leben in Abschnitten von 24 Stunden eine sehr wirksame und zufriedenstellende Methode ist, um auch mit vielen anderen Dingen fertig zu werden.

Trocken bleiben – Nüchtern leben, S. 18
„Einen Tag nach dem anderen.“ Einem Neuen mögen diese und andere Slogans der AA lächerlich vorkommen. Diese Leitsätze der AA können in kritischen Momenten lebensrettend sein. Jeder Tag kann wie eine Rose sein, die sich nach den Plänen einer Macht, die größer ist als ich, entfaltet. Mein Programm sollte an der richtigen Stelle gepflanzt werden, genauso wie es gepflegt, genährt und gegen Krankheiten geschützt werden muss. Meine Pflanzung braucht Geduld und dass mir klar wird, dass manche Blumen perfekter als andere sein werden. Jedes Stadium des Entfaltens der Blütenblätter kann Staunen und Freude hervorrufen, wenn ich nicht eingreife oder von meinen Erwartungen meine Akzeptanz außer Kraft setzen lasse – und das bringt Gelassenheit.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h


6.Tradition
Mo 8 Jun 2026 13:04


Eine AA Gruppe sollte niemals irgendein außenstehendes Unternehmen unterstützen, finanzieren oder mit dem AA Namen decken, damit uns nicht Geld – Besitz und Prestige Probleme von unseren eigentlichen Zweck ablenken. Wir haben im AA Programm etwas Wunderbares entdeckt, das uns nicht nur hilft, ein nüchternes sondern auch ein zufriedenes Leben zu führen. Es liegt nun nahe, dass wir dieses Gedankengut nicht nur an Alkoholiker weitergeben möchten. Das AA Programm ist für mich da, und ich sollte mich hüten, es anderen zu predigen. Sie würden mich nicht verstehen. Sie könnten höchstens denken, der soll bei seiner eigenen Tür kehren. Nur wenn ich das AA- Programm an mir selbst anwende, habe ich Aussicht, dass auch andere es tun könnten. Wir wollen auch keine Wohltäter der Menschen sein. Wenn wir einen Alkoholiker helfen, helfen wir in erster Linie uns selber. Jeder, der meint den Missionar zu spielen, setzt seine eigene Nüchternheit aufs Spiel. Natürlich steht es jedem Alkoholiker frei was er den Neuen vermittelt. Als AA-Mitglied soll es uns nicht hintern, mit Ärzten, Seelsorgern und Sozialhelfern zusammenzuarbeiten, aber wir wollen und können uns nicht an ihre Hilfsaktion anschließen. Wir sollten uns auch hüten voreilige Kritiken solcher Hilfsaktionen zu üben. Natürlich machen sie Fehler, aber wie wir das meiste aus unseren Fehlern gelernt haben, können auch sie aus ihren Fehlern lernen. Wir können und sollten diesen Helfern Mut machen, ihnen Anerkennung geben. Auch sie brauchen beides. Wir sollten uns auch immer bewusst sein, das Fachleute, Seelsorger, Ärzte und Sozialhelfer helfen können, wo wir nicht zu helfen imstande sind. Nur wenn jeder auf seinen Posten steht, werden wir was erreichen. AA braucht Geld, aber keine Reichtümer, um ihre Botschaft weiterzugeben. Die Hutsammlungen sind nicht für wohltätige Zwecke, sondern für die laufende Ausgaben der Anonymen Alkoholiker gedacht.
Lg. Hans G24h