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8. Tradition für die Gruppe
Fr 7 Aug 2026 9:40
Die Tätigkeit in AA sollte immer ehrenamtlich bleiben, jedoch dürfen unsere zentralen Dienststellen Angestellte beschäftigen. Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr es weitergeben. Dieser Grundsatz soll unser Handeln bestimmen, wenn wir die AA Botschaft an andere weitergeben. Geholfen kann nur dann werden, wenn die Bereitschaft zu helfen auf unserer Seite ist, und der Wunsch sich helfen zu lassen beim Alkoholiker vorhanden ist. Bill hinterließ uns ein Vermächtnis: Wenn irgendwo irgendein Alkoholiker um Hilfe ruft, so sei bereit, ihm deine Hand zu reichen. Auf echte Bereitschaft kommt es an. Diese Bereitschaft brauchen wir auch bei den heutigen Meetings. Wir brauchen die Bereitschaft zuzuhören aber auch die Bereitschaft unsere Lebensgeschichte zu erzählen. Für solche Hilfe nehmen wir keine Bezahlung entgegen. Wir haben keine vollbeschäftigte und bezahlte Alkoholiker, die im 12. Schritt arbeiten. Einen Trinker kann man nicht berufsmäßig trocken legen. Wir haben den Nicht Alkoholiker etwas voraus. Wir sprechen mit dem Hilfesuchenden die gleiche Sprache. Viele Hilfsaktionen haben das erkannt und sie bemühen sich Alkoholiker als Voll beschäftige Angestellte in ihren Dienst zu nehmen. Eine ganze Reihe von Alkoholiker ist als Sozialhelfer, Therapeuten, Fachberater tätig. Aber keiner von ihnen als Anonymer Alkoholiker angestellt. Jeder von ihnen arbeitet als Fachmann mit Spezial wissen. Die Kraft dazu holt er sich in einer AA –Gruppe. Sie alle arbeiten nicht im Auftrag der AA, sondern im Auftrag einer anderen Intuition und werden auch von ihr bezahlt. Auch die AA kann Alkoholiker und Nichtalkoholiker beschäftigen. Ihre Arbeit hat aber dann nichts mit dem 12. Schritt zu tun. Das ist ein harter Job, der ordentlich bezahlt werden muss. Es gibt arbeiten, die durch Dienststellen getan werden müssen: Herstellen und Vertrieb von Literatur einschließlich Monatszeitschrift DACH. Die Besetzung von Kontaktstellen zur Annahme und Bearbeitung von Hilferufen und anderen mehr. Die Arbeit in der AA kann nicht mehr mit freiwilligen Kräften allein bewältigt werden, es braucht voll beschäftige Angestellte auch. Umsonst habt ihr empfangen – umsonst sollt ihr geben. Dieser Grundsatz der achten Tradition sollte unser Handeln bestimmen, wenn wir in Sinne des zwölften Schrittes die Botschaft an Alkoholiker weitergeben. Als wir am Ende und ohne Hoffnung waren, erfuhren wir durch andere von AA. Sie bewiesen durch ihre Haltung und ihr Leben, dass es eine Lösung gibt. Sie teilten uns ihre Erfahrung mit, und wir brauchten keinen Sehnt zu bezahlen. Gib es einfach weiter, so wie es an dich weitergegeben wurde. !
Lg. Hans


Der 8.) Schritt Das war vor Jahren meine Sichtweise.!
Fr 31 Jul 2026 14:36

Ich machte eine Liste aller Personen denen ich Schaden zugefügt hatte…..

Wenn ich erst einmal zum achten Schritt vorgedrungen bin, bin ich so weit, dass ich an meiner Beziehung arbeiten kann. Das beginnt damit, dass ich eine Liste erstelle, die ich auf irgendeiner Weise verletzt oder beleidigt habe. Ich achte darauf wo und wie ich was falsch gemacht habe. Ich stehe zu meinen Verhalten. Jetzt, wo ich im Begriff bin, gesund zu werden, muss ich den anderen helfen, damit auch sie mit sich selbst ins Reine kommen können. Meine Liste muss so vollständig wie möglich sein. Sobald mein Heilungsprozess Fortschritte macht, werden mir noch andere einfallen, denen ich weh getan habe. Ich trage sie ebenfalls auf die Liste ein. Dadurch werde ich auch schneller weiterkommen in meinem jetzigen gesunden denken. Ich darf nicht vergessen: Diesen Schritt mache ich für mich selber. Er soll dazu beitragen, dass ich nüchtern bleibe. Mein bemühen gehört zum achten Schritt dazu, ich muss bereit sein, die alte Vergangenheit aufzuarbeiten und loszulassen.
Lg. Hans


Schritt für Schritt
Mo 27 Jul 2026 14:28
Die großen Klassiker in allen Traditionen waren bestrebt, den Menschen einen Schlüssel zu einem inneren Verständnis zu geben, zu einen Weg durchs Leben. So auch unsere Traditionen der Anonymen Alkoholiker, wenn wir versuchen den vorgegebenen Weg in unserem Programm zu verlassen kommen wir unweigerlich ins Schleudern.
Auch bei den 12 Schritten, Betroffen ist einer, der aus irgendeinem Grund den nächsten Schritt nicht tun kann, wie er ihn ursprünglich tun sollte. Etwas macht ihn stutzig und lässt ihn erschrecken zum Beispiel vor seiner Inventur. Aber es braucht einfach seine Zeit bis der Betroffene bereit ist zur totalen Lebensumkehr und seinen Irrweg zu verlassen. Machen wir uns nichts vor: Wir haben nicht unendlich viel Zeit und wissen alle nicht, wie viel Zeit uns noch bleibt. Verschieben wir nicht die Schritte zur Freiheit auf irgendwann. Jede Stunde kann ich beginnen mit der UMKEHR und einen für mich befreienden Weg zu beschreiten.
Lg. Hans g24h


GELASSENHEIT !!! (immer wieder ein Thema)
So 19 Jul 2026 7:10
So schauts aus.
Wir hüten unseren Gelassenheitsspruch, weil er uns ein Licht bringt, das unsere alte und verhängnisvolle Neigung zum Selbstbetrug vertreibt.
(Wie Bill es sieht Seite 28)
Es hat lange gedauert, bis ich eine gewisse Gelassenheit in mir gespürt habe. Zu beginn meiner Trockenheit wollte ich möglichst sofort ebenso gelassen sein wie die langjährig trockenen Freunde, die ich in den Meetings traf. Wie sollte ich tun, um diese Ruhe ausstrahlen zu können, die mich in den Meetings umgab.?
Das Wichtigste ist, das erste Glas stehenzulassen, sagten die Freunde! Ich hatte große Zweifel, dass dieser Satz das große Geheimnis war. Trotzdem dämmerte mir ganz langsam, dass all die Freunde vielleicht recht haben könnten. Ich habe bis jetzt alle täglichen Gläser Alkohol stehen lassen können und meine Gelassenheit hat sich irgendwie eingeschlichen. Seitdem ich nicht mehr saufe, sind die ungeduldigen Momente viel weniger geworden. Gib mir die Gelassenheit-aber bitte sofort das hat sich aus meinem trockenen Leben weitestgehend verabschiedet.
Lg. Hans G24h


Falscher Scham offen mit meiner Krankheit umzugehen.
Fr 17 Jul 2026 6:47
Für mich war es ein ganz wichtiger Schritt offen mit meiner Krankheit umzugehen, es war ein Prozess, bis es soweit war, vermutlich war ich damals noch nicht bereit es für mich selber zu akzeptieren, dass ich Alkoholiker bin. Als ich es dann ehrlich und offen ansprechen konnte, kam irgendwie eine Art Heilungsprozess in Gang, ich konnte zu mir und meiner Abhängigkeit stehen, das war der Anfang von einem guten Weg. Viele Situationen verlieren ihren Schrecken dadurch oder entstehen gar nicht erst. Es ist deutlich einfacher und leichter so. Prinzipiell entscheide ich selbst wem gegenüber ich offen sein will, ich habe kein AA auf meiner Stirn tätowiert, aber mein Umfeld, Familie und Freunde sowieso wissen Bescheid und das ist gut so. Negative Reaktionen darauf habe ich nie gekriegt. Komisch ist, dass ich saufend mich nicht so geschämt hab, wie anfangs beim Eingestehen meiner Sucht. Wie paradox und krank. Als hätten das die Menschen um mich herum nicht doch längst irgendwie bemerkt und halt nur nicht angesprochen. Aus welchen Gründen auch immer.
Lg. Hans


7. Tradition ältere Sichtweise von mir.
Di 14 Jul 2026 7:14
7. Tradition

Jede AA-Gruppe sollte sich selbst erhalten und von außen kommende Unterstützung ablehnen. Alkoholiker sollten sich selbst erhalten??? Wer hat je so etwas gehört!!! Doch wir sind überzeugt, dass wir so sein müssen. Dieser Grundsatz ist ein Beweis für den tiefen Wandel, den AA in uns bewirkt hat. Viele von uns haben sich gerne zu einen Glas Wein einladen lassen. Viele von uns sind gerade des Geldes wegen in Alkoholabhängigkeit geraten. Es ist ein Teil unserer Genesung, selbständige, verantwortungsbewusste Menschen zu werden. Unsere Gemeinschaft weist Unterstützung von außen zurück, weil wir damit unsere Selbständigkeit und Unabhängigkeit Gefährten würden. AA braucht nicht viel Geld. Für unsere Auslagen können wir selber aufkommen. Wir brauchen keinen gratis Gruppenraum. Wo eine Gruppe kostenfrei zu Gaste ist, muss sie sich Vorschriften machen lassen. Besser in einen billigen Raum frei sein, als in einen schönen geschenkten Lokal abhängig zu sein. Es ist auch unnötig wenn AA-Freunde Einladungsschreiben oder sonstige AA-Literatur an ihren Arbeitsplatz gratis fotokopieren. Lasst uns lieber nicht so geizig mit unserem Geld bei der Hutsammlung sein. Wir geben es ja für unsere Nüchternheit aus. Wenn AA funktionieren will, dann braucht es Geld, es fallen ja laufende Ausgaben an. Die Gruppen wissen, dass unsere anderen Dienststellen auch Geld brauchen. Auch für Gruppen neu Gründungen wird immer wieder Geld gebraucht. Wer aber Geld an die Regional Gruppen abliefert tut das freiwillig. Wenn wir 20% von der Hutsammlung an die Region abliefern dann tun wir auch das freiwillig, niemand kann dazu gezwungen werden. Es waren die Reichen, die die Vorteile, Ja Notwendigkeit dieser 7. Tradition erkannten. Rockefeller ein Freund der AA sagte wörtlich: Ich fürchte, GELD würde diesen wunderbaren Verein der AA nur verderben. Wir dürfen auch der Gesellschaft zeigen, dass wir sehr wohl imstande sind, unserer eigenes PROGRAMM selbst zu finanzieren.
Lg.Hans G24h


Wie läuft ein Meeting ab?
Mi 8 Jul 2026 8:47

Prinzipiell ist jede Gruppe autonom und kann daher das Meeting nach eigenen Vorstellungen gestalten. Jedoch gibt es einige Gemeinsamkeiten, die in jedem AA-Meeting weltweit gleich sind:
Am Beginn werden die Präambel und die 12 Schritte gelesen. Eventuell wird auch zusätzlicher Text aus der AA-Literatur gelesen.
Danach beginnt der Hauptteil des Meetings, in dem sich jeder zu Wort melden kann. Es gibt dabei nur zwei Regeln:
1. Jede(r) kann ausreden, und ihm/ihr wird zugehört. Wir reden niemals durcheinander.
2. Wir reden nur von uns selbst, nicht über andere. Wir kommentieren auch nichts, was andere gesagt haben.
Jede(r) kann sich zu Wort melden, muss aber nicht. Man kann auch einfach nur zuhören und muss gar nichts sagen.

Nach den Wortmeldungen wird das Meeting mit dem gemeinsamen Sprechen des "Gelassenheitsgebets" beendet:
(Gott/Höhere Macht) gebe mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, dass eine vom anderen zu unterscheiden.

Alkoholismus ist eine Krankheit die zum Stillstand gebracht werden kann.
Die Frauen und Männer gleichermaßen betreffen. Deshalb sind mit dem Begriff "Alkoholiker" Frauen und Männer gemeint. Unsere Homepage wendet sich in erster Linie an Alkoholkranke Frauen und Männer, die mit dem trinken aufhören möchten und an Menschen, die sich die Frage stellen, habe ich vielleicht ein Problem mit dem Alkohol? Natürlich wollen wir Angehörige von Alkoholkranken Menschen sowie die Öffentlichkeit und Fachleute, die sich für die Anonymen Alkoholiker interessieren, über uns informieren.
Lg. Hans


- Demut -
Mi 8 Jul 2026 8:11
- Demut -Auszug aus einen Alkoholiker 1973

Dieses Wort steht nicht nur vor diesem Schritt, sondern begegnet uns an allen Ecken und Enden unseres neuen Lebensweges. Immer wieder hörte ich es auf den vielen Meetings der Anonymen Alkoholiker, doch kam es mir vor, als ob sich meine Freundinnen und Freunde scheuten, dieses Wort auszusprechen. Sie bewiesen den Begriff durch ihre Haltung, durch ihre Bescheidenheit und durch die oft geradezu unbarmherzige Ehrlichkeit, mit der sie ihre Lebensgeschichte offenbarten, Ich hörte das Wort von Ärzten, Pfarrern und Fürsorgern, die über die Demut sprachen und sie als höchstes Gut unseres Programms herausstellten. Und das erscheint mir wesentlich. Man kann selbst nicht über seine Demut sprechen. Das wäre schon so etwas wie Eigenlob - und Eigenlob stinkt! Doch man muss sich als Alkoholiker über diesen Begriff klar werden - und da fehlte es bei mir weit. Abgesehen davon, dass dieses Wort während meiner Saufzeit für mich ein Fremdwort war, hatte ich eine ganz falsche Vorstellung.

Lg. Hans


Der 7 .) Schritt
Sa 4 Jul 2026 9:43

Demütig bat ich ihm, meine Mängel von mir zu nehmen.

Der Demütige lässt sich gerne helfen, der Stolze will alles selber tun. Mein Demütiges ICH ist ganz tief überzeugt, dass meine Willenskraft versagt hat, das ich mich aber auf meine AA-Freunde verlassen kann. In diesen Augenblick, in dem ich einen Berg von Schwierigkeiten und Versprechungen vor mir herschiebe, um sie einmal später einmal zu lösen, verlasse ich mich ganz auf mich selber und ich komme auch nicht weiter. In dem Augenblick an dem ich selber zugebe, dass ich aus eigener Kraft mit meinen Leben nicht mehr fertig werde, öffne ich mich in meiner Gruppe oder meiner Höheren Macht. Wo die Not am größten ist, ist die Hilfe der Gruppe oder AA-Freunden am nächsten. Demut hat mit MUT zu tun. Ein bisschen mehr Achtung vor den Mitmenschen habe ich gelernt. Ich selber durfte vom hohen Ross heruntersteigen, oder ich wurde unsanft herunter geholt. Auch durfte ich lernen, dass einen Macht grösser als wir selbst mir meine Geistige Gesundheit zurückgegeben hat.
Lg.Hans G24h


Der Dienst des Gruppensprechers
Mi 1 Jul 2026 8:41

Der Freund, die Freundin, die wir als Kandidaten für unseren Gruppensprecherdienst vorschlagen, sollte bestimmte Voraussetzungen erfüllen. So wird empfohlen, dass der Sprecher schon eine Zeit bei AA nüchtern ist und eine gewisse Veränderung seiner geistig-seelischen Grundhaltung durch unser spirituelles Programm der Genesung erreicht hat und mit diesem Programm, wie es auch das ‚Blaue Buch‘ beschreibt, vertraut ist. Dann kann er auch bei gelegentlichem ‚Wind von vorn‘ gelassen bleiben und doch eine gewisse Durchsetzungskraft in Bezug auf die Prinzipien unseres Programms an den Tag legen. Schließlich wollen wir ihn in diesen Dienst wählen und ihm damit unser Vertrauen zeigen. Es heißt zwar: „Unsere betrauten Diener herrschen nicht, sondern sind denen verantwortlich, denen sie dienen“ – aber gewisse Regeln einzuhalten und die Beschäftigung mit unserem Programm zu gewährleisten, ist nicht nur in unserer, sondern vor allem auch in seiner Verantwortung. Seine Aufgaben im Einzelnen:

Was sollte er?
– Das Meeting eröffnen und schließen
– Gegebenenfalls das Meeting leiten (oder für heute einen Freund darum bitten)
– Für einen reibungslosen Ablauf sorgen – Arbeitsmeeting der Region besuchen und der Gruppe darüber berichten
– Kontakt zum Vermieter pflegen

Was kann er?
– Neue auf der Rednerliste vorziehen
– Erstmeldungen vor Zweitmeldungen zulassen
– Bitten, die Sprechzeit zu beschränken
– Ein Meeting -Thema vorschlagen oder erfragen
– Verbindungen zu anderen Gruppen und Diensten, z.B. dem Arbeitskreis für Öffentlichkeitsarbeit, pflegen
Lg. Hans