Die Anonymität des Alkoholikers in der Gruppe
Obwohl Alkoholismus als Krankheit anerkannt ist, gilt der Alkoholiker in weiten Bereichen der Öffentlichkeit noch immer als charakterschwacher Mensch, der sein Elend selbst verschuldet hat. Ein Hilfsangebot anzunehmen ist deshalb für einen Betroffenen mit der Angst verbunden, in einer Datei als Alkoholiker registriert zu werden. Die Anonymen Alkoholiker aber geben dem Hilfesuchenden das Versprechen der Anonymität. Der nasse, verzweifelte Alkoholiker wird sich vielleicht an den Strohhalm der Anonymität klammern und eine Kontaktstelle anrufen oder ein Meeting aufsuchen. Zu einem späteren Zeitpunkt entscheidet dann jeder für sich, ob er Angehörigen, Freunden oder auch Arbeitskollegen von seiner Zugehörigkeit zu den AA erzählt. Die Anonymität der anderen Gruppenmitglieder muss aber immer gewahrt werden.
Lg. Hans G24h
Wahre Toleranz
Die einzige Voraussetzung für die AA-Zugehörigkeit ist der Wunsch, mit dem Trinken aufzuhören.
Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 133
Ich hörte die Kurzform der Dritten Tradition das erste Mal in der Präambel. Als ich zu AA kam, konnte ich weder mich selbst, noch meinen Alkoholismus, noch eine Höhere Macht annehmen. Wenn es irgendwelche körperlichen, geistigen, moralischen oder religiösen Voraussetzungen für die Zugehörigkeit gegeben hätte, wäre ich heute tot. Bill W. sagt in einer Aufnahme über die Traditionen, dass die Dritte Tradition eine Satzung für persönliche Freiheit sei. Was mich am meisten beeindruckte, war das Gefühl der Akzeptanz von Mitgliedern, die die Dritte Tradition praktizierten, indem sie mich tolerierten und akzeptierten. Ich fühle, dass Annahme Liebe bedeutet, und dass Liebe Gottes Wille für uns ist.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h
Wachsende Dankbarkeit
Dankbarkeit ist der Weg nach vorne, nicht zurück.
Wie Bill es sieht, S. 37
Ich bin sehr dankbar, dass meine Höhere Macht mir eine zweite Chance gegeben hat, ein sinnvolles Leben zu führen. Durch die Anonymen Alkoholiker habe ich meine geistige Gesundheit wiedererlangt. Die Versprechen erfüllen sich in meinem Leben. Ich bin dankbar, von der Sklaverei des Alkohols befreit zu sein. Ich bin dankbar für Seelenfrieden und die Gelegenheit, zu wachsen – aber meine Dankbarkeit sollte sich vorwärts richten, nicht rückwärts. Ich kann nicht durch die Meetings von Gestern oder durch vergangene Arbeit im Zwölften Schritt nüchtern bleiben; ich muss meine Dankbarkeit heute in die Tat umsetzen. Unser Mitgründer sagte, dass wir unsere Dankbarkeit am besten dadurch zeigen können, indem wir die Botschaft an andere weitergeben. Ohne Taten ist meine Dankbarkeit nur ein angenehmes Gefühl. Ich muss sie in die Tat umsetzen, indem ich Schritt Zwölf arbeite, die Botschaft weitergebe und die Prinzipien in all meinen Angelegenheiten anwende. Ich bin dankbar für die Gelegenheit, die Botschaft heute weiterzugeben!
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h
Hallo Frank danke für deinen Eintrag,
jede Gruppe ist Eigenständig es endscheidet das Gruppengewissen.
Joe & Charley "Du kannst so glücklich sein, wie du es dir wünschst. Du hast das Werkzeug und du hast die Möglichkeit.
Es liegt nur an dir". Joe & Charley
Unser "Big Book" studieren mit
Joe & Charley
BIG BOOK STUDY
mit Joe und Charley aus den USA
ein Seminar vom 15. bis 17.10.1993 in Bristol, England
Joe und Charley betonen, dass dieses Seminar und die zur Aufnahme verwendeten Datenträger kein Copyright haben und von jedermann kopiert und weitergegeben werden können - ja sollen.
Quellenhinweis
Zitate stammen aus dem Buch "Anonyme Alkoholiker"
Herausgeber und Copyright 2009
Anonyme Alkoholiker Interessengemeinschaft e.V.
Lg. Hans G24h
Hallo, können wir in unserem Meeting "Joe und Charlie"-Tonträger anhören und dann dazu teilen oder verstösst das gegen AA-Regeln?.
Für eure Antworten danke ich im Voraus.
G24, Frank Ludwigshafen/Rhein
( Das kleine braune Buch)
Wir gaben zu, dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind - und unser Leben nicht mehr meistern konnten.
Der Erste Schritt im Programm der Anonymen Alkoholiker ist wirklich der erste Schritt. Er steht am Anfang dessen, was wir später unser neues Leben nennen werden. Diesen ersten Schritt durch die Eingangstür in das neue Leben müssen wir als erstes tun. Da führt kein Weg vorbei, da gibt es kein Drumherum-Mogeln. Die anderen Schritte im A.A.-Programm sind zwar auch nummeriert, aber hier ist die Reihenfolge nicht mehr so verbindlich. Manche machen die im Zehnten Schritt empfohlene tägliche Gewissenserforschung schon bald, noch bevor sie in den Schritten zwei bis neun nennenswert vorangekommen sind.
Lg. Hans G24h
Es gibt keine "besseren" Alkoholiker
Für mich gibt es heute keine besseren und keine schlechteren Alkoholiker, sondern nur ALKOHOLIKER und ich gebe mir Mühe, jeden so anzunehmen, wie er ist. Je länger ich nüchtern blieb, desto deutlicher erkannte ich meine Fehler und desto schwerer wurde es mir, sie einzugestehen. Irgendetwas in mir lehnte sich dagegen auf. Statt zuzugeben, suchte ich nach Entschuldigungen. Das war typisch für meine alkoholische Denkungsart. Und als ich schließlich so weit war, alles selbst einzusehen, wollte ich das schön für mich behalten, denn was ging des anderen Menschen an. Im Gegenteil. Lief ich nicht in Gefahr, mein neu aufpoliertes Image wieder zu verlieren? Wo bleibt mein Ansehen, wenn ich einem guten Freund oder einem sehr nahestehenden Menschen meine Fehler aufs Butterbrot schmiere? Wofür soll das gut sein? Man hatte mich nicht verstanden, als ich damals trank. Viel weniger würde man mich verstehen, wenn ich nun nüchtern zugab, was ich alles falsch gemacht hatte. Gerade jetzt, wo ich dabei war, meine Position im Beruf und in der Familie wieder zu festigen, kann ich mir doch keine Blöße geben, indem ich meine Schwächen offen an den Tag lege. Als ich mit meinen A.A.-Freunden darüber sprach, klärte man mich auf, dass ich schon wieder auf dem Holzweg war.
Lg. Hans G24h
Der erste Schritt
Wir ... (Das erste Wort des Ersten Schrittes)
Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 19
Als ich trank, kreisten meine Gedanken nur um „ich, ich, ich“ und „mich, mich, mich“. Eine derart schmerzhafte Ichbesessenheit, eine derartige Seelenkrankheit, eine derartige spirituelle Selbstsucht fesselten mich mehr als die Hälfte meines Lebens an die Flasche. Die Reise, Gott zu finden und seinen Willen einen Tag nach dem anderen zu tun, begann mit dem ersten Wort des Ersten Schrittes ... „Wir“. Gemeinsam haben wir Kraft, Stärke, Sicherheit und für einen Alkoholiker wie mich – jede Menge Leben. Wenn ich versucht hätte, allein zu genesen, wäre ich vermutlich gestorben. Mit Gott und einem anderen Alkoholiker habe ich eine göttliche Aufgabe in meinem Leben ... ich bin zum Kanal für Gottes heilende Liebe geworden.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h
Hallo liebe AA-FREUNDE und Interessierte!
Ihr könnt hier gerne auch einen Kommentar, Wünsche, Beschwerden, Lob, Kritik oder einfach nur Grüße hinterlassen.
Der Eintrag ist völlig anonym.
Ich wünsche allen Besuchern dieser Seite einen guten Start in die neue Woche....
Roman
Nur in Demut bekomme ich Kontakt
Früher hatte ich damit große Schwierigkeiten und verzweifelt gab ich auf. Selbstverständlich war ICH nicht daran schuld, sondern scheinbar gab es für mich keinen Gott. Heute bin ich eines besseren belehrt. Heute kenne ich den Schlüssel zu seiner Tür. Es ist die vorher bereits erwähnte Demut. Nur in Demut kann ich meinen Schöpfer erkennen, indem ich mein eigenes ICH herabsetze, indem ich mir selbst all meine Fehler eingestehe. So wird er mich hören und so verstehe ich das Beten.
"Beten" kommt nicht von "Bitten", sondern ist ein Wortbegriff für jede innige Zwiesprache mit jener Kraft, die größer ist als ich selbst. Und nur wenn ich bereit bin, wenn ich demütig von meinem hohen Ross absteige und in mich gehe nur dann bekomme ich Kontakt. Dieser Kontakt, dieses Erlebnis, dass ich mit Menschen um mich und mit Gott in mir eins werde, befreit mich von der Bedrückung, die mir alle meine Fehler auferlegen. Ich gewinne neue Hoffnung, ich werde frei. So frei, dass es mir heute leichter fällt auch dem oder jenen Menschen meine Fehler offen zuzugeben, denn das führt schließlich zur gegenseitigen Achtung und zur Achtung vor sich selbst.
Lg. Hans G24h