„Wenn wir diesen lebenswichtigen Schritt überspringen, könnten wir
vom Trinken nicht loskommen. Immer wieder haben Neue versucht,
gewisse Dinge aus ihrem Leben für sich zu behalten. Um sich diese
demütigende Erfahrung zu ersparen, wandten sie sich einfacheren
Methoden zu. Mit ziemlicher Sicherheit betranken sie sich wieder.
Da sie im übrigen Programm weiter gearbeitet hatten, wunderten
sie sich, warum sie rückfällig geworden waren. Nach unserer
Meinung liegt es daran, dass sie ihr Großreinemachen niemals zu
Ende geführt haben.“
Lg. Hans G24h
Lebensaufgabe
Wir sollten uns aber nicht mit juristischer Spitzfindigkeit an den Wortlaut einer Empfehlung klammem, sondern unser Handeln nach deren Sinn ausrichten. Würden wir nämlich mit dem Weitergeben der Botschaft tatsächlich alle warten, bis wir die vorausgestellten elf anderen Schritte vollständig zurückgelegt haben, dann kämen wir nie dazu, im Zwölften Schritt etwas zu tun. Die elf anderen Schritte nämlich sind - ebenso wie der Zwölfte - ein Auftrag für das ganze Leben. Hundertprozentig wird damit niemand fertig. Hätten also Bill und Bob mit dem Weitergeben der Botschaft gewartet, bis sie durch weiteres Bemühen um Vollkommenheit ihr "geistiges Erwachen" erlebt hatten, dann gäbe es heute wahrscheinlich überhaupt nicht die weltumspannende Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker. Nein, diese beiden Gründer der Gemeinschaft haben sich unmittelbar nach ihrer Begegnung in Acron einen dritten und einen vierten Alkoholiker gesucht. Dabei war ihr Motiv nicht in erster Linie missionarisch. Sie brauchten andere Alkoholiker zum Durchhalten in ihrem Vorsatz, nicht mehr zu trinken. Demnach waren also auch Bill und Bob "Two-Steppers", was für Dich, lieber neuer Freund, ein gutes Argument ist, wenn Dir irgendein staubtrockener Alt-A.A. ungerechtfertigt vorschreiben will, was Du zu tun oder zu lassen hättest.
Wir alle sind von der ersten halben Stunde an, die wir bewusst auf das Trinken von Alkohol verzichtet haben, ununterbrochen im Zwölften Schritt tätig. Und sei es nur durch unser Beispiel. Jeder Alkoholiker, der nicht trinkt, kann für den noch leidenden Alkoholiker eine Hilfe sein, wobei die Dauer der Nüchternheit auf Seiten des Helfenden zunächst von untergeordneter Bedeutung ist.
Lg. Hans G 24h
Die Hauptaufgabe jeder Gruppe ist, unsere AA-Botschaft zu Alkoholiker zu bringen, die noch leiden.
Hier wird hervorgehoben, dass überwiegend die Gruppe und nicht das einzelne Mitglied sich um den leidenden Alkoholiker kümmern soll. Die AA ist nicht Sache eines Einzelnen sondern der Gruppe. Wir sind keine Solosänger sondern wirken besser im Chor, hat jemand einmal gesagt. Die Erfahrung lehrt auch, dass so mancher Alleingang im 12. Schritt im Rückfall geendet hat. Wenn es der Hauptzweck einer Gruppe ist, die Botschaft weiterzugeben an Alkoholiker, die noch leiden, dann bedeutet das, dass wir in erster Linie die Gruppe durch unsere Mitarbeit gesund erhalten. In der Gruppe findet dann, der noch leidende Alkoholiker einen Ort wo er sich wohlfühlen kann, wo er Alkoholiker trifft, die er als Alkoholiker versteht. Je angenehmer, je toleranter, je ehrlicher, je verständlicher er die Gruppe findet, umso eher wird er bleiben, und so leichter wird er die Botschaft verstehen. Die 5. Tradition lässt völlig frei und offen, was der noch leidende Alkoholiker aus der Botschaft macht. Es heißt, die Botschaft weitergeben aber es heißt nicht, den Alkoholiker zu überreden, die Botschaft anzunehmen. Auch als Gruppe sind wir Machtlos den Alkohol gegenüber, und wir können lediglich die Botschaft weitergeben. Die Gruppe ist kein Krankenhaus, wo die körperlichen Schäden geheilt werden. Wir sind auch keine Psychologen, wo Ehen gekittet werden, dazu sind andere Stellen zuständig. Wenn wir in ein Krankenhaus gehen, die Alkoholiker, die dort behandelt werden über AA zu informieren, dann ist es wiederum die Gruppe, die eine kontinuierliche Weitergabe der Botschaft eher garantieren kann, als der Einzelne. Die Gruppe hat mehrere Mitglieder sodass ein anderes einspringen kann, wenn ein Mitglied ausfällt. Wenn wir die Botschaft weitergeben, sollten wir keine Erwartungshaltung in den noch leidenden Alkoholiker wecken, dem wir die Botschaft bringen. Wir sollten das tun, was wir können, und überlassen alles übrige der Höheren Macht, wie wir sie verstehen.
Jede Gruppe sollte sich der Verantwortung bewusst sein was die Traditionen für eine Aufgabe haben, sie sind auch das Rückgrat der Gruppe, was zum tragen kommt wenn es einmal schwierig wird.
Lg. Hans
Jede Gruppe sollte selbständig sein, außer in Dingen, die andere Gruppen oder die AA als Ganzes angeht. Der Alkoholiker kann nur freiwillig und in Freiheit den Alkoholismus zum Stillstand bringen. Auch eine Gruppe von Alkoholikern muss frei und in Freiheit ihre Angelegenheiten regeln, und ihre Schwierigkeiten lösen können, nur dann wird die Gruppe leben und gedeihen. Der Alkoholiker mag es nicht, wenn man sich in seine Angelegenheiten einmischt, ihm Ratschläge erteilt oder Vorschriften macht. Nicht anders ergeht es der Gruppe. Einmischungen von außen, gleich vom wenn auch immer mag die Gruppe nicht. Eine Gruppe ist nur arbeitsfähig und gesund, wenn sie selbst Verantwortung tragen kann. Die AA haben mehr aus ihren eigenen Fehlern gelernt, als durch all die gut gemeinten Ratschläge von außen. Wie das einzelne Mitglied, so kann auch die Gruppe viele Fehler und Schicksalsschläge ertragen. Eine Gruppe aber darf nichts tun, was AA als Ganzes schadet. Die Gemeinschaft als Ganzes ist immer dann betroffen, wenn eine Gruppe an die Öffentlichkeit tritt. Aussagen in einer öffentlichen Veranstaltung oder wenn jemand im Radio oder TV spricht, wird von den Zuhörern nicht einen einzelnen Mitglied oder einer Gruppe, sondern den Anonymen Alkoholikern zugeschrieben. Solche öffentlichen Arbeiten sollten immer vorher in der Gruppe besprochen werden. Die Gruppe soll sich an die 12 Traditionen halten. Natürlich ist die Auslegung oft recht unterschiedlich und soll von Fall zu Fall abgesprochen werden, wie man am besten vorgeht. Dies betrifft unsere gemeinsame Arbeit im Krankenhäuser und anderen öffentlichen Gebäuden. Wer größere Reisen gemacht hat und verschiedene AA-Gruppen an den Meetings teilgenommen hat, wird feststellen müssen, das er überall, nicht als Fremder, sondern einer von ihnen aufgenommen wurde. Denn jede Gruppe hat nur einen Zweck, den Mitgliedern einen Ort zu geben, wo sie sich wohlfühlen können. Wo sie sich zu Hause fühlen können, wo sie zuhören oder aussprechen können.
Lg. Hans
Im letzten Stadium unseres Trinkens ist der Wille zum Widerstand verschwunden. Wenn wir unsere Niederlage ohne Einschränkungen eingestehen und vollkommen bereit sind, die AA-Prinzipien auszuprobieren, schwindet unsere Sucht. Es öffnet sich eine neue Dimension – Freiheit durch Gott, wie wir ihn verstehen.
Wie Bill es sieht, S. 291
Zu meinem Glück zähle ich zu denen, die diese wunderbare Wandlung erlebt haben. Als ich allein und verzweifelt zu AA kam, war ich so fertig, dass ich bereit war, alles zu glauben, was ich hörte. Ich hörte zum Beispiel: „Entweder könnte das dein letzter Kater gewesen sein oder du drehst noch ein paar Runden.“ Dem Mann, der das sagte, ging es offensichtlich viel besser als mir. Mir gefiel der Gedanke, meine Niederlage einzugestehen, und seither bin ich frei! Mein Herz hörte, was mein Verstand nie begriff: „Dem Alkohol gegenüber machtlos zu sein, ist nichts Besonderes.“ Ich bin frei und ich bin dankbar!
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
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Lg. Hans
Auch ohne Kaufmann zu sein, weiß man ungefähr, was die Geschäftsleute am Jahresende machen, wenn sie für einen Tag ein Schild an die Ladentür hängen "wegen Inventur geschlossen". Sie brauchen Ruhe, wenn sie hinter verschlossener Tür an die Bestandsaufnahme gehen. Der Kaufmann wird im Vergleich zur vorausgegangenen Inventur diejenigen Artikel herausfinden, die in seinem Geschäft unbrauchbar sind. Er wird sich von Ladenhütern trennen, weil sie ihn belasten und weil sie sein Vorankommen blockieren. Er wird Haltbarkeitsdaten überprüfen, auf Verderbliches besonders achten und Verdorbenes aussortieren. Er wird aber auch herausfinden, wo bei ihm die Stärken liegen und diese Seiten seines Handelns intensiver zu entwickeln bemüht sein.
Das alles trifft auch auf unsere Situation zu. Wir werden auch unsere Geschäftigkeit für kurze Zeit unterbrechen und mit dem Sortieren beginnen. Wir werden unser Leben Revue passieren lassen und herausfinden, wo unsere Schwächen und wo unsere Stärken liegen. Das Ergebnis dieser Untersuchung sieht wahrscheinlich bei jedem von uns anders aus. Wir alle werden merken, dass die Habenseite kein weißes Blatt zu bleiben braucht. Es ist nicht alles negativ an uns, jeder von uns kann auch einiges. Wir alle aber haben eins gemeinsam: Wir können ganz offensichtlich alle keinen Alkohol trinken. Denn wir werden herausfinden, dass an fast allen Schwierigkeiten und Widrigkeiten in unserem bisherigen Leben der Alkohol irgendwie beteiligt war.
Wenn uns die Inventur gottlob nicht nur Negatives offenbart, wenn sie uns im Gegenteil wieder Selbstwertgefühl zu geben imstande ist, dann macht sie uns auf der anderen Seite aber auch mit harter Konsequenz deutlich, dass wir mit Alkohol ganz offensichtlich nicht zurechtkommen. So gesehen, bestätigt uns die Inventur des Vierten Schrittes mit einer Fülle von Quittungen und Belegen das, was wir im Ersten Schritt schon zugegeben haben: unsere Kraftlosigkeit gegenüber dem Alkohol.
Lg. Hans G24h
Ich bedanke mich für die Einladung und wünsche euch...Hans und Renate...noch viele trockene und gesunde Jahre.
Die Feier war sehr gemütlich und super organisiert.
Danke für den schönen Nachmittag.
Gute 24h
Roman
Wir möchten uns bei ALLEN die Gestern mit uns gefeiert haben, recht herzlich bedanken. Vielen Dank für die vielen Glückwünsche und Geschenke. Es war ein unvergesslicher Nachmittag.
Lg. Und Gute 24 Stunden Renate und Hans
Am Karsamstag den 19.04.2025
um 14 Uhr im Meetingsraum Stadl Paura
Das Meeting ist offen.
Jahres-Geburtstag Renate 23 Jahre und Hans 40 Jahre:
Tag eins im Meeting ohne Alkohol
Jede Reise beginnt mit dem 1. Schritt und die Trockenheit beginnt damit, dass wir irgendwann keinen Alkohol mehr getrunken haben und wir irgendwann in unserem 1. Meeting saßen. Nur für Heute – einen Tag leben ohne zu saufen – das war unser Neubeginn und es gab viele Heute, welche nicht gerade einfach waren. Dabei half es uns, nur diesen Tag zu leben. Ich freue mich daher, wenn ein Neuer oder eine Neue ein Heute wagen, dass gänzlich anders ist als das was zuvor war. Das 1. Heute ohne zu saufen – so haben wir alle begonnen.
Bei Kuchen und Kaffee würden wir gerne mit euch feiern.
Aus Platztechnischen Gründen bitten wir euch um baldige Rückmeldungen.
Renate: 0664/2829169
Hans: 0664/5103002
Dringend--- Bitte bei uns nochmal melden wer kommt, wegen Vorbereitung. Whats App DANKE !!!
LG. Renate und Hans G24h
Ich mache eine gründliche und furchtlose Inventur in meinen Inneren
Vom Trinken aufzuhören ist eine Sache, nicht mehr anzufangen eine andere. Wenn ich ohne Alkohol auskommen will, muss ich mein Leben ändern. Dabei bleibt mir eine gründliche Inventuraufnahme meiner Fehler und Fehl-Verhaltungen nicht erspart. Durch jahrelanges trinken habe ich mir Gewohnheiten angeeignet, die meinen Mitmenschen stören, und selber auch unzufrieden macht. Wünsche ich mich in meinem Bekanntenkreis wieder gerne gesehen zu werden, dann muss ich versuchen, mein Leben zu ändern. Vor allen will ich versuchen meine Charakterfehler abzubauen. Nicht die Fehler der anderen machen mein Leben schwer, sondern meine eigenen. Früher wollte ich mein Probleme gar nicht in die Augen schauen. Die Probleme die ich durch das trinken gemacht habe wurden von Tag zu Tag immer schlimmer. Wegen jeder Kleinigkeit regte ich mich auf, es gab immer Gründe zum saufen. Eines habe ich gelernt, ich muss mir einfach Zeit lassen, sonst sitze ich bald wieder vor der Flasche und suche nach einen Grund mich voll laufen zu lassen. Und das weis ich aus Erfahrung es führt zu keiner Trockenheit. Deshalb mache ich meine Inventur darum brauche ich den vierten Schritt. Nur wenn ich wirklich ehrlich bin habe ich eine Chance vom Alkohol loszukommen. Eines ist mir bald klar geworden, es genügt nicht, dass ich bei einer gründlichen Inventur mein Fehlverhalten erkenne, sondern ich muss auch was dagegen tun um trocken zu bleiben. Im Meeting kann ich darüber sprechen, dort wird mir auch geholfen. Wenn ich meine Fehler erkenne bin ich auf dem richtigen Weg, ganz langsam Schritt für Schritt. Ich hatte auch den Mut, all meine Fehler aufzuschreiben und dann in Ruhe anzuschauen und zu sagen, dies oder jenes kann ich Heute noch beginnen zu ändern.
Lg. Hans G24h