Willkommen

Anonyme Alkoholiker

Stadl Paura

Schön, dass du da bist !

                                                                                                                                 

                                                                                                                                

DIES IST KEINE OFFIZIELLE  WEBSEITE  DER Anonymen Alkoholiker. 

SIE IST EHRENAMTLICH erstellt um Erfahrung Kraft und Hoffnung zu teilen. 

Hans Alkoholiker auf dem Weg meiner Genesung ohne Alkohol. 

 

Alkoholismus ist eine Krankheit

die Frauen und Männer gleichermaßen betrifft. Deshalb ist mit dem Begriff "Alkoholiker" Frauen und Männer gemeint.  Unsere Homepage wendet sich in erster Linie an Alkoholkranke Frauen und Männer, die mit dem Trinken aufhören möchten und an Menschen, die sich die Frage stellen, habe ich vielleicht ein Problem mit dem Alkohol? Natürlich wollen wir Angehörige von Alkoholkranken Menschen sowie die Öffentlichkeit und Fachleute, die sich für die Anonymen Alkoholiker interessieren, über uns zu informieren.

AA- eine Möglichkeit zur Gesundung.

Jede unserer Gruppen freut sich, wenn jemand von Alkohol wegkommen will und den Weg zu uns findet. Wir wissen, dass es nicht leicht für Sie ist, auch für uns war der erste Besuch mit Unsicherheit und Beklemmung verbunden. Wir sind eine Gemeinschaft von Frauen und Männern, die den Wunsch hat, mit dem Trinken aufzuhören und nüchtern zu bleiben. Das ist die einzige Voraussetzung für die Zugehörigkeit ist der Wunsch mit dem Trinken aufzuhören. Wir treffen uns jede Woche zu den angegebenen Terminen und Orten zu einem geschlossenen Meeting das heißt, wir sind Betroffene unter uns. Wir sind anonym d.h. wir sprechen uns nur mit unseren Vornahmen an. Um den Kontakt unter uns zu erleichtern sprechen wir uns per Du an. Was bei uns gesprochen wird, bleibt unter uns. Sie können sich mit Wortmeldungen im Meeting beteiligen oder nur zuhören. Es gibt keine Mitgliederlisten oder Aufzeichnungen. Wir sprechen nur über unsere eigene Person und unseren eigenen Problemen, wir vermeiden Kritik an Ihnen und all unseren Freunden. Es wird bei uns niemand einen Vorwurf wegen Ihres Leidens machen, wir alle sind davon Betroffen.
Ihr kommen ist freiwillig und wir freuen uns über Ihre Anwesenheit. Sollten Sie einige Zeit nicht zu uns kommen können, werden wir deswegen keine Rechenschaft von Ihnen fordern. Wir freuen uns aber, wenn sie auch nach längerer Pause wiederkommen. Wir haben ein Programm nach dem wir zu leben versuchen, es ist mit keiner Pflicht verbunden, jeder kann sich das herausnehmen, was für ihn erstrebenswert erscheint. Wir verpflichten niemanden zu irgendwas, den bei uns ist Freiwilligkeit ein sehr wichtiger Bestandteil.
Erleiden Sie einen Rückfall, haben wir Verständnis dafür und werden Ihnen keine Vorwürfe machen. Viele von uns haben das auch schon erlitten.
Hinfallen ist keine Schande, nur Aufstehen muss man wieder! Wichtig ist nur der Wunsch trocken zu werden und zu bleiben.
AA ist weltweit, auch in ganz Österreich gibt es Meeting Sie können jederzeit eines in Ihrer nähe besuchen.
Wenn Sie Fragen haben oder Meetingszeiten brauchen näheres finden Sie unter: www.anonyme-alkoholiker.at

oder auf : www.aa-unserweg.at  Dies ist eine nicht offizielle Website der Anonymen Alkoholiker.  Sie ist ehrenamtlich erstellt und dient nur zur Information.

 

Auf diesen Seiten schreiben wir unsere Gedanken zu verschiedenen Themen oder Situationen und geben Erfahrungen weiter, mögen sie dem Einen oder Anderen helfen, oder einfach nur zum Nachdenken anregen. 

Alkoholiker JA oder NEIN

Kein Außenstehender kann feststellen, ob Du Alkoholiker bist. Diese Feststellung bleibt Dir ganz allein über. lassen. Alkoholismus ist eine Krankheit, die jeden Menschen ohne Rücksicht auf Stand und Geschlecht überfallen kann. Man weiß nicht, weshalb diese Krankheit den einen befällt und den anderen verschont. Es ist auch nicht wichtig, dass Du weißt, warum Du z. B. Krebs hast. Es ist wichtig, dass Du es überhaupt weißt, wenn der Krebs schleichend Deinen Körper zerfrisst.
Es ist keine Schande krank zu sein, aber es ist eine Schande nichts dagegen zu tun!

Zur Frage: "Bin ich Alkoholiker?"
Kaum eine Grenze wird sorgfältiger verschleiert als jene zwischen dem "sozialen Trinken", das als alltäglich und normal gilt und der beginnenden Alkoholabhängigkeit. Dass der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind, liegt in der Angst vor der gesellschaftlichen Ächtung, mit Alkohol nicht umgehen zu können. Den typischen Alkoholiker gibt es jedoch nicht, jedes Alkoholproblem ist so einzigartig wie der Mensch, der es hat. Fast jeder, der ein Alkoholproblem hat, weiß es, leugnet es sich selbst gegenüber und nach außen. Die getrunkene Menge ist unerheblich, entscheidend ist das Gefühl der Ohnmacht und der Hilflosigkeit. Wer sich auf den abendlichen Alkohol den ganzen Tag lang freut oder wer immer wieder trinkt oder eine Menge trinkt, die er nicht will, ist sich in der Regel eines Alkoholproblems bewusst. Wer Probleme dauerhaft mit Alkohol bekämpft, hat ein Problem mehr.

Wenn Sie Betroffene/r sind
Sie erfahren hier einiges über die Krankheit Alkoholismus, wer die Anonymen Alkoholiker Stadl Paura sind und wie wir Ihnen vielleicht eine Hilfestellung geben können.

Die Botschaft an die noch Leidenden bringen

Als ich zu AA kam, unsicher, mutlos, hilflos und verzweifelt, da hatte ich nur einen Gedanken, nur einen Wunsch.ICH WOLLTE LEBEN denn halb Tod war ich bereits. Ich konnte nicht mehr schreiben, nicht mehr denken und reden ging schon gar nicht. Was konnte ich überhaupt noch? Nichts, absolut Nichts.Ich habe fast andächtig jedes Wort der sogenannten Alten wie eine Verheißung erlebt. Ich habe ihnen jedes Wort, jedes Detail ohne Abstriche bedingungslos geglaubt. Es waren die Lebensgeschichten eines jeden einzelnen, ihre so verschiedenen Wege in ihr neues trockenes Leben. Es waren nicht die professionell erklärten 12 Schritte oder auch unsere Traditionen die mir dabei geholfen haben, zuzugeben, ja es zu können. Ich bin dem Alkohol gegenüber machtlos und kann mein Leben nicht mehr meistern.

Es war die Botschaft aller Freundinnen & Freunde

Die kleinen und kleinsten Erfolge der Freundinnen & Freunde und oft auch ihre Niederlagen, ihre Enttäuschungen darüber es mal wieder nicht geschafft zu haben und dann doch wieder aufzustehen, waren für mich Erfahrung, Kraft und Hoffnung zum anfassen, immer greifbar präsent. Sie machten einfach nur Mut. Das erste Glas stehen lassen, Nur für Heute, trocken werden, trocken bleiben, lebensfähig werden, mein Leben wieder meistern können. Alles geballte Erfahrung, Kraft und Hoffnung. Es war die Botschaft, die mir Mut machte, die mir Hoffnung gab, die mich immer wieder neu, von Meeting zu Meeting fähig machte, meine Hoffnungslosigkeit, meine Traurigkeit in Hoffnung, Mut ja auch De-Mut umzuwandeln. Heute kann ich all diese positiven Lebensgeschichten fast auswendig wiederholen, so oft habe ich sie immer und immer wieder gehört und sie faszinieren mich immer noch. Doch noch etwas ist mir in den Jahren wichtig geworden, unsere Neuen, unsere noch ganz am Anfang stehenden Freundinnen und Freunde. Sie sind für mich mehr und mehr wichtig geworden. Ihre ersten Gehversuche, ihr kämpfen, ihr krampfen, ihr immer wieder aufstehen, alles aber auch alles ist eingebettet in dem so wichtigen Satz

.DER AUFRICHTIGE WUNSCH MIT DEM TRINKEN AUFZUHÖREN 

Gerade diese Freundinnen und Freunde, die noch so oft über gefüllte Gläser geredet haben, die es mal wieder nicht geschafft hatten, die noch kämpften und krampften, zeigten mir immer wieder gnadenlos deutlich wie ich selber mal angefangen habe. HILFLOS MUTLOS VERZWEIFELT OHNE HOFFNUNG: Sie sind mir heute fast noch wichtiger als die sogenannten Alten. Sie helfen mir dabei, dass ich nicht anfange zu fliegen, sie machen mich immer wieder Dankbar, ja De-Mutig. Sie erinnern mich wieder daran, AA braucht mich nicht, aber ich brauche AA. Ich möchte an dieser Stelle allen noch am Anfang stehenden meinen Dank sagen, denn auch für sie kommt der Tag an dem sie nicht mehr kämpfen müssen und somit die Chance haben zu gewinnen. Es ist wohl die Gnade oder auch das Wunder der Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker, die wir alle, Jung und Alt jeden Tag immer wieder neu erleben dürfen. Nun wünsche ich dir Mut deinen ersten Schritt zu wagen, schau dir einmal ein Meeting an.

Der Erste Schritt:

„WIR GABEN ZU, DASS WIR DEM ALKOHOL GEGENÜBER MACHTLOS SIND – UND UNSER LEBEN NICHT MEHR MEISTERN KONNTEN“ Das ist die notwendige Voraussetzung für einen neuen Anfang. Die übrigen elf Schritte sind Empfehlungen, gewonnen aus bitteren Erfahrungen unzähliger Alkoholiker, die dem Einzelnen helfen sollen, sein nüchternes Leben einzurichten – zu genesen. Die Zwölf Traditionen Die „Zwölf Traditionen“ sind der Wegweiser für die Arbeit der Gruppen innerhalb und außerhalb der Gemeinschaft. Zwei Beispiele sollen das verdeutlichen: Fünfte Tradition: „Die Hauptaufgabe jeder Gruppe ist, unsere AA-Botschaft zu Alkoholikern zu bringen, die noch leiden.“ Siebte Tradition: „Jede AA-Gruppe sollte sich selbst erhalten und von außen kommende Unterstützungen ablehnen.“

Alkoholismus  (Text Christian)

In unserem Kulturkreis ist es weit verbreitet, alkoholische Getränke wegen ihrer gesellschaftlichen und Bewusstseins verändernden Wirkung zu konsumieren bzw. zu verwenden. Damit setzt sich auch jeder, der damit in Berührung kommt, dem Risiko aus, abhängig zu werden. Nicht jeden trifft es - jedoch: es kann jeden treffen. Vorhersehbarkeit durch Voraussetzungen gibt es nicht – nur Anzeichen, die kaum beachtet werden: Am Beginn der Krankheit steht ein Gemütszustand, in dem das Denken und Wollen bezüglich der Substanz Alkohol einen im Vergleich zum Gesunden unverhältnismäßig großen Anteil ausmacht. Dieser Anteil beginnt – oft unmerklich für den Betroffenen – langsam zu wachsen. Es entsteht eine Eigendynamik mit einem wachsenden Verzicht auf alles, was das Leben ausmacht, zugunsten der Droge Alkohol. In weiterer Folge kann eine körperliche Abhängigkeit entstehen, das heißt, die Substanz wird in den Stoffwechsel integriert und alle Körperfunktionen stellen sich darauf ein, regelmäßig mit Alkohol versorgt zu werden. Falls der Betroffene nicht durch Unfall, körperliche Komplikationen, Altersschwäche, Fremd- oder Eigeneinwirkung stirbt, führt die Erkrankung über kurz oder lang zu innerer und äußerer Isolation, Realitätsverlust, körperlichen, sozialen und seelischen Verfall, bzw. in weiterer Folge zum totalen Zusammenbruch. 

MEHR ÜBER ALKOHOLISMUS

Die meisten von uns wollten nicht zugeben, wirklich Alkoholiker zu sein. Keiner mag den Gedanken, sich körperlich und geistig von anderen zu unterscheiden. Deshalb überrascht es nicht, dass Trinkerkarrieren von zahllosen vergeblichen Versuchen gekennzeichnet sind, so zu trinken wie andere Leute. Jeder abnorme Trinker ist von dem Wahn besessen, er könne irgendwie, irgendwann sein Trinken kontrollieren und genießen. Es ist erstaunlich, mit welcher Hartnäckigkeit an dieser Illusion festgehalten wird. Viele bleiben dabei, bis sie die Schwelle des Irrsinns überschritten oder den Tod vor Augen haben.

 Wir haben gelernt, dass wir in unserem tiefsten Inneren rückhaltlos zugeben mussten, Alkoholiker zu sein. Das ist der erste Schritt zur Genesung.

Der Wahn, dass wir wie andere sind oder je wieder werden könnten, muss zerschlagen werden. Wir Alkoholiker sind Männer und Frauen, die die Fähigkeit verloren haben, kontrolliert zu trinken. Wir wissen, dass kein Alkoholiker jemals wieder kontrolliert trinken kann. Wir alle durchlebten Zeiten, in denen wir meinten, die Kontrolle wiedererlangt zu haben. Auf solche meistens kurzen Intervalle folgte unweigerlich ein noch größerer Kontrollverlust, der nach einiger Zeit zu einem erbärmlichen, unfassbaren Verfall führte. Bei uns gibt es keinen Zweifel, dass Alkoholiker wie wir in der Gewalt einer fortschreitenden Krankheit sind, die immer schlimmer wird, aber niemals besser. Wir sind wie Menschen, die ihre Beine verloren haben; ihnen wachsen niemals neue. Genauso wenig scheint es irgendeine Art der Behandlung zu geben, die aus Alkoholikern „Normalverbraucher“ macht. Wir haben jede Möglichkeit der Heilung erprobt, die man sich nur vorstellen kann. In einigen Fällen gab es eine kurzzeitige Besserung, der immer ein noch schlimmerer Rückfall folgte. Ärzte, die sich mit dem Alkoholismus auskennen, stimmen in der Ansicht überein, dass es keine Möglichkeit gibt, aus einem Alkoholiker einen normalen Trinker zu machen. Vielleicht wird die Wissenschaft das eines Tages fertig bringen, aber so weit ist es noch nicht. Trotz allem, was wir sagen, wollen viele Alkoholiker nicht glauben, dass es auch auf sie zutrifft. Sie versuchen, auf jede nur mögliche Art der Selbsttäuschung und des herumexperimentierens sich selbst zu beweisen, dass sie die Ausnahme von der Regel – und somit keine Alkoholiker sind. Wenn jemand, der früher nicht kontrolliert trinken konnte, plötzlich eine Kehrtwendung zustande bringt und wie ein Gentleman trinken kann, dann ziehen wir unseren Hut vor ihm. Der Himmel weiß, wie lange und wie angestrengt wir versucht haben, so wie andere Leute zu trinken! Nachfolgend einige der Methoden, die wir ausprobiert haben: Nur Bier trinken, eine begrenzte Menge trinken, nie allein trinken, nie Frühmorgens trinken, nur zu Hause trinken, nie Alkohol im Haus haben, nie während der Dienstzeit trinken, nur auf Partys trinken, von Whisky auf Cognac übergehen, nur Naturwein trinken, bei Trunkenheit am Arbeitsplatz mit der Kündigung einverstanden sein, eine Reise unternehmen, keine Reise unternehmen, für immer abschwören (mit und ohne heiligem Eid), mehr Sport treiben, spannende Bücher lesen, in ein Entziehungsheim oder in ein Sanatorium gehen, freiwillig in eine geschlossene Anstalt gehen – die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Wie es funktioniert aus dem Blauen Buch                                                                                                                                                                                                                                                                                                Selten haben wir jemanden gesehen, der gescheitert ist, obwohl er unseren Weg gewissenhaft gegangen ist. Nicht zur Genesung gelangen diejenigen, die sich nicht ganz in dieses einfache Programm einbringen können oder wollen. Meistens  sind es Männer und Frauen, die aus ihrer Veranlagung heraus sich selbst gegenüber nicht ehrlich sein können. Solche Unglücklichen gibt es. Es ist nicht ihre Schuld. Es scheint, als seien sie so geboren. Sie sind von Natur aus nicht in der Lage, eine    Lebensweise anzunehmen und für sich zu entwickeln, die eine absolute Ehrlichkeit verlangt. Ihre Genesungschancen liegen unter dem Durchschnitt. Darüber hinaus gibt es auch Menschen, die unter ernsten Störungen in ihrem Denken und Fühlen leiden. Dennoch genesen viele von ihnen, wenn sie die Fähigkeit haben, ehrlich zu sein. Unsere Lebensgeschichten offenbaren, wie wir waren, was geschah und wie wir heute sind. Wenn Sie sich darüber klar geworden sind, dass Sie das haben wollen, was wir heute besitzen – und wenn Sie willens sind, den ganzen Weg zu gehen, um es zu bekommen – dann sind Sie auch bereit, dafür gewisse Schritte zu tun. Vor manchen Schritten scheuten wir zurück. Wir dachten, wir können einen einfacheren, bequemeren Weg finden. Aber das ging nicht. Ernsthaft und eindringlich bitten wir Sie, von Anfang an furchtlos und gründlich zu sein. Einige von uns hatten versucht, an alten Vorstellungen festzuhalten: Das Resultat war gleich Null, bis wir kapitulierten. Denken Sie daran, dass wir es mit Alkohol zu tun haben: Er ist verschlagen, trügerisch, mächtig! Ohne Hilfe ist es viel zu schwer.

... und keine Vorbehalte mehr
Immer und immer wieder sehen wir: einmal Alkoholiker – immer Alkoholiker! ... Wenn wir uns vornehmen, mit dem Trinken aufzuhören, darf es keinen Vorbehalt geben, und in keinem Winkel unseres Hinterkopfes darf die Hoffnung lauern, eines Tages normal trinken zu können.... Um Alkoholiker zu sein, muss man nicht unbedingt lange und solche Mengen getrunken haben wie viele von uns. Das trifft vor allem auf Frauen zu. Oft steigen Frauen mit einer Veranlagung zum Alkoholismus gleich voll ein und sind in wenigen Jahren in einem Zustand, aus dem es kein Zurück mehr gibt.

WIDMUNG:    DR. BOB. und BILL W.

In aufrichtiger Anerkennung für ihre Inspiration und unermüdlichen Bemühungen um einen Lebensweg, der Alkoholikern überall auf der Welt eine Genesung vom Alkoholismus ermöglicht, widmen wir diese Darstellung den beiden Gründern von Anonymen Alkoholiker Die Hunderttausende, die von dieser Krankheit genesen sind, und diejenigen, denen noch geholfen werden soll, werden ihnen den Dank für ihren selbstlosen Dienst, den sie allen Alkoholikern auf dieser Erde erwiesen haben, immer schuldig bleiben. Wir glauben, dass unsere Gründer von einer Kraft, die größer war als sie selbst, inspiriert wurden, als sie die Bahnbrechendendes für die Gemeinschaft Anonymen Alkoholiker leisteten, zusammen mit knapp 100 anderen Mitgliedern das Blaue Buch Anonyme Alkoholiker schrieben und herausgaben und in ihrem täglichen Leben ein praktisches Beispiel für die Philosophie dieses Genesungsprogramms gaben. Wir sind eine AA- Selbsthilfegruppe, bestehend aus Alkoholiker/innen. Wir helfen uns trocken zu bleiben, indem wir miteinander reden, zuhören und dadurch über uns lernen. Grundlage unserer Gruppe ist Vertrauen durch absolute Diskretion. Niemand braucht sich zu sorgen, dass etwas publik wird. Alles was wir während eines Abends hören und sehen bleibt in unserem Meetings Raum. Alkoholismus ist eine Familienkrankheit, bei der nicht nur der Alkoholiker litt, sondern auch seine Angehörigen in schwere Mitleidenschaft gezogen wurden. Darum ist es sehr wichtig, allen Betroffenen Hilfe anbieten zu können. Aus eigener Erfahrung können wir gut nachempfinden, wie schwer es fällt, um Hilfe zu bitten und Hilfe anzunehmen. Wir möchten Dir Mut machen. Der erste Schritt zu sich selbst zu kommen, ist der schwierigste, aber es gibt von uns aus keine Hürden zu überwinden, außer denen, die Du Dir selbst in den Weg gelegt hast. Das Programm – Die Zwölf Schritte  Für einen Alkoholiker, der ein Leben ohne Alkohol führen will, genügt es nicht,dass er das „erste Glas“ stehen lässt. Er braucht ein geistiges Programm für sein zukünftiges Leben. Die Anonymen Alkoholiker haben ihr „Programm“ in „Zwölf Schritte“ eingeteilt.

ANONYMITÄT
Die Anonymität ist der Gemeinschaft aus drei Gründen sehr wichtig und deshalb in der Zwölften Tradition verankert. Jeder, der sich an AA mit der Bitte um Hilfe wendet, muss sicher sein, dass seine Identität und sein Problem in AA bleiben. Deswegen sprechen sich die Mitglieder mit Vornamen an und interessieren sich nicht für die Stellung des anderen im öffentlichen Leben. Es gibt weder Akten noch Mitgliederkarteien. Durch die Wahrung der Anonymität des Einzelnen in der Öffentlichkeit, besonders vor den Medien, soll und kann sich kein AA auf Kosten der Gemeinschaft profilieren, persönliche Anerkennung und Einfluss suchen. Diese Zurückhaltung bedeutet Einordnung in die Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker, die nur als Ganzes bestehen kann. Die Gemeinschaft der AA ihrerseits stellt keine Personen oder Persönlichkeiten, die nach ihrem Programm leben, in den Vordergrund. Sie bewahrt sich damit ihre Unabhängigkeit vom Schicksal Einzelner. Anonymität im Umgang mit der Öffentlichkeit schützt den Einzelnen und die Gemeinschaft vor unerwünschter Popularität. Durch die Anonymität werden die hierarchischen Strukturen der Umwelt außer Kraft gesetzt. Die Alkoholiker sind gleich in ihrer Krankheit. In der Gruppe zählt nur die Aussage, nicht die Person. AA öffnet Dir nicht das Tor zum Himmel, AA öffnet das Tor aus der Hölle! Ob Du Alkoholiker bist und ob dir das Programm und die Lebensweise der AA helfen können, musst du selbst entscheiden.

In AA gibt es keine hoffnungslosen Fälle, ...

Ich hatte die Hoffnung aufgegeben, resigniert. Ich konnte nicht mit dem Trinken aufhören. Dann würde ich mich eben zu Tode saufen. Bevor es so weit war, tat es einfach viel zu sehr weh, und ich durfte Hilfe bei AA suchen und finden. Für mich war von früher Jugend an Alkohol zu trinken oder mich sonst irgendwie zu zu machen die Antwort aufs Leben gewesen. Ging's gut, war's klar was zu trinken, ging's schlecht sowieso – was sonst. Nun erlebte ich Menschen, denen ich glauben konnte, Alkoholiker zu sein, und die noch eine andere Antwort aufs Leben hatten. Das war neu, das gab Hoffnung, dass mein Leben doch noch nicht vorbei sei, und es fiel mir relativ leicht, mal nicht zu trinken, zumindest ein paar Tage lang. Irgendwo in einer Broschüre hatte ich gelesen, dass von 100 Alkoholikern einer wieder kontrolliert trinken konnte, und nun klammerte ich mich natürlich an die Hoffnung, dass das gerade ich sein könnte. Mit etwas Abstand betrachtet kann ich heute etwas kopfschüttelnd und lächelnd erkennen, wie krank diese Denkweise ist. Einige Monate später waren diese Zweifel endgültig beseitigt, denn ich hatte mir ausreichend bewiesen, dass ich nicht zu diesem auserwählten 1 Prozent gehörte. Inzwischen war ich viel hoffnungsloser als am Anfang, als ich zu AA gekommen war, denn ich fühlte mich anders und als aussichtsloser Fall. „Komm wieder, es hilft!“, sagten mir die anderen AA, und: „In AA gibt es keine hoffnungslosen Fälle, vorausgesetzt ich gehe hin und beginne, die Werkzeuge zu verwenden.“ Das gab mir Mut und Hoffnung immer wieder zu kommen, auch wenn ich wieder mal total besoffen war. Irgendwann, als ich nicht mehr damit rechnete, wurde ich wirklich trocken und blieb es auch einige Zeit. Nach ein paar Monaten traute ich mich hin zu schauen und begann langsam zu realisieren. Ich lebte noch und war immer noch trocken. Da entstand so eine kleine Hoffnung, dass es wirklich auch weiter so klappen könnte.In den Meetings, zu denen ich ging, wurden fast immer die Schritte bearbeitet. So entstand diese greifbare Hoffnung, dass auch ich mit diesen Werkzeugen eine zufriedene Nüchternheit erlangen könnte. Ich begann viel in unserer Literatur zu lesen, was diese Hoffnung immer wieder bestärkte. Ich bin heute überzeugt, dass dieses Lesen mir in vielen Krisensituationen sehr geholfen und sogar schon einige Male das Leben gerettet hat. Einerseits in den Momenten oder Abschnitten meines Lebens, wo sich wieder mal alles bedrückend, schwer und aussichtslos anfühlte oder -fühlt. Diese Momente, Stunden, Tage, Nächte voller Angst, Verzweiflung, Schmerz und Einsamkeit wurden oft in dem Moment heller und leichter, in dem ich begann, in der AA-Literatur zu lesen. Lesen hilft meine Sicht und mein Erleben meiner Realität zurecht zu rücken. Es weckt immer wieder Hoffnung, dass das, was in den Büchern steht auch bei mir funktionieren wird. Oft fühlt sich die Welt nach einem Absatz schon wieder ganz anders an. Andererseits gibt es Situationen, Erlebnisse und Erkenntnisse, die momentan so katastrophal sind, dass ich wie paralysiert reagiere. Das kann einfach eine Enttäuschung, ein Missgeschick oder eine existenzielle Situation sein. Ich war gerade 36, in der Blüte meiner trockenen Lebensplanung, als ich wegen anhaltender Beschwerden zum Arzt ging. Nach mehreren lästigen Rennereien war es endlich so weit, dass es einen klaren Befund gab, und der Arzt mir sehr sorgsam versuchte diesen und die Auswirkungen auf mein weiteres Leben zu erklären. In mir brach eine Welt zusammen. Die nächste Viertelstunde lief ich wie ferngesteuert durch die Straßen. Blaues Buch, Seite 50: „Zu gewissen Zeiten hat der Alkoholiker keinen wirksamen Schutz gegen das erste Glas. Von wenigen Fällen abgesehen kann weder er selbst noch irgend ein anderes menschliches Wesen ihm dazu verhelfen. Dieser Schutz muss von einer Höheren Macht kommen.“ So hab ich das auch erlebt. Und dann kommt auch die Hoffnung wieder, die mich in solchen Situationen weiter trägt. Es ist so wie das Blaue Buch verspricht. Solange ich versuche, mich spirituell gesund zu halten, ist Alkohol keine Alternative. Nach dieser Viertelstunde fiel mir dann die Stelle aus dem Blauen Buch Seite 32 ein, wo von einem Mann erzählt wird: „Der Arzt sagte ihm: 'Sie haben das Denken eines chronischen Alkoholikers. Ich habe noch keinen genesen gesehen, bei dem diese Denkmuster schon so weit fortgeschritten waren, wie bei Ihnen.' Unser Freund hatte das Gefühl, als hätten sich die Tore der Hölle mit einem Knall hinter ihm geschlossen.“ Ja, und bei diesem Mann war dann auch nicht alles aus. Er ist danach noch trocken geworden, und sein Leben ging weiter. So wird’s auch mit mir weitergehen, dachte ich mir. Es ging weiter...Als ich nach ein paar Jahren eine fast gleiche Situation wieder erlebte, war der Arzt immer noch am erklären, als mir die Geschichte von diesem Mann wieder einfiel, die mir wieder Hoffnung gab, dass auch diesmal nicht alles aus sein würde. Das war damals kurz vor den Weihnachtsfeiertagen und der liebe Doktor gab mir seine Privatnummer, weil er sich anscheinend mehr Sorgen um mich machte, als ich mir selbst. Er hatte wohl massive Bedenken, dass ich mit dem Wissen um diesen Befund nicht zurecht kommen würde. Ich lebe immer noch, vor allem meistens gerne. Ich bin immer noch trocken und clean, und wenn ich still halte, in mich reinspüre, dann merke ich eine greifbare Hoffnung, dass das mit Gottes Hilfe noch eine Weile so weiter gehen könnte.

Habt eine wertvolle Zeit.
Christian, Alkoholiker, Österreich.

OLDTIMER – NET SAUFEN, NET STERBEN?

Ich bin sehr froh, dass ich glauben durfte, dass „sie“ trocken sind, als ich zu AA kam. So hatte ich auch keine Zweifel, als ich dann hie und da unter vorgehaltener Hand hörte: „Der ist schon 11 Jahre, die schon 12 oder gar 17 Jahre trocken.“ Ich nahm sofort ein Podest, stellte alle drauf um sie zu bewundern und zu kopieren. Langsam musste ich schmerzhaft erfahren, dass mir einer nach dem anderen wieder auf den Kopf fiel. Nach und nach kapierte ich, dass auch sie nur Menschen sind. Inzwischen war ich einige Jahre in AA und kam für mich zu der unbequemen Erkenntnis, dass an Eigenverantwortung kein Weg vorbeiführt. Ich lernte Unterschiede wahrzunehmen und langsam zu entscheiden, welche Art von Trockenheit ich anstrebe. Einfach nur trocken war mir zu wenig. Da gab’s noch mehr. Ich wusste, ich wollte und konnte mit Gottes Hilfe gesund werden. Ich kam für mich zu der Erkenntnis, dass es wenig mit Nüchternheit zu tun hat, mir alle Viertel bis halbes Stunden ein Milligramm Nikotin ins Gehirn zu knallen. Oder mich mit anderen legalen Substanzen sukzessive selbst zu zerstören. Nach einigen Jahren des Leidens hat mich unser liebender Gott auch davon befreit. Inzwischen war ein Jahrzehnt vergangen und ich draufgekommen, dass Oldtimer wohl noch mehr als nur Jahre nicht trinken bedeutet. Bill hat’s so beschrieben: „Der Oldtimer ist einer, der die Weisheit der Gruppenentscheidung respektiert, der nicht darüber gekränkt ist, dass man ihn abgewählt hat. Er hat ein gesundes Urteilsvermögen, das auf beträchtlicher Erfahrung basiert, und er ist bereit, still in einem Meeting zu sitzen und die weitere Entwicklung abzuwarten.“ (12+12 Seite 129). Da bemerkte ich ja noch ganz andere Regungen in mir. Wenn da etwas Ungewohntes oder Unübliches in Gruppe oder AA passierte, begann immer ein manchmal stummes, doch überwiegend mehr oder weniger lautes Ringen um die richtigen Worte. Weil, so geht das doch nicht!!! Ich merkte wie viel – natürlich berechtigte – Angst um AA noch tief in mir saß. Ich kapierte langsam, dass unser 3. Schritt nicht nur für mein Leben und meinen Willen Gültigkeit hat, sondern auch für die AA. Natürlich können sich auch ganze Gruppen irren. Es sind ja auch schon genug von der Bildfläche wieder verschwunden. Aber ich konnte und musste auch nicht wissen, was unser liebender Gott da wohl genau vorhatte.
Inzwischen sind 2 Jahrzehnte vergangen. Die Angst ist viel weniger geworden. Dafür habe ich einiges an Geduld und Liebe bekommen. Ein guter Tausch. Ich wünsche mir zusehends einfach echt zu sein, zu zeigen und zu erzählen, wie ich das Programm lebe und das Bewusstsein zu suchen, nicht das Maß der Dinge zu sein. Wenn ich heute über Bill’s: „Wenn irgendjemand irgendwo um Hilfe ruft, möchte ich, dass die Hand der AA ausgestreckt ist, denn: Ich bin verantwortlich.“ (Wie Bill es sieht Nr. 332) nachdenke, fühle ich mich auch verantwortlich. Ich weiß ich bin wichtig, denn ich bin ein Teil der AA. Aber ich bin genauso wichtig, wie alle anderen „Hände“. Ich habe nicht vergessen, dass ich einmal alte AA-Freunde auf ein Podest gestellt habe. Ich hatte ja auch selber meine Zeit, wo ich mich gemütlich darauf sonnte. Wenn ich heute so etwas bemerke, versuche ich schleunigst diesen Platz zu verlassen und zu vermitteln, dass ich ersetzbar und entbehrlich und nur für heute durch die Gnade Gottes trocken bin. Ich denke mir heute: „Nein, ich nicht mehr. Es gibt immer andere, die schon darauf warten.“ Und ich warte, wer als nächster oben landet. Inzwischen weiß ich, dass es möglich ist in AA 40, 50 oder mehr Jahre zufriedener Nüchternheit zu erleben. Ich wünsche mir für mich, dass ich auch noch ein ordentliches Stück nüchternes Leben geschenkt bekomme.

Habt inzwischen eine wertvolle Zeit,
Christian, Alkoholiker

 

Wahre Hilfe besteht darin, den anderen in die Lage zu versetzen, in der er sich selbst helfen kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

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