Gästebuch

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Auf diesen Seiten schreiben wir unsere Gedanken zu verschiedenen Themen oder Situationen und geben Erfahrungen weiter, mögen sie dem Einen oder Anderen helfen, oder einfach nur zum Nachdenken anregen.


Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 170

Unser Überleben


Da die Genesung vom Alkoholismus für uns Leben bedeutet, haben wir die Verpflichtung, unsere Mittel und Wege zum Überleben zu erhalten.

Die Ehrlichkeit, die von AA-Mitgliedern in Meetings ausgeht, hat die Kraft, mein Herz zu öffnen. Nichts kann die Wirkung dieser Kraft aufhalten, die die Ehrlichkeit mit sich bringt, außer Trunkenheit. Selbst wenn jemand die Gruppe verlassen hat und dann beschließt zurückzukehren, wird er nicht vor verschlossenen Türen stehen. Wer das Geschenk der Trockenheit erhalten hat, ist als AA-Mitglied gefordert, täglich ein Programm der Ehrlichkeit anzunehmen. Meine Höhere Macht schuf mich, damit ich einen bestimmten Zweck im Leben erfülle. Ich bitte sie, meine ehrlichen Bemühungen auf meinem spirituellen Lebensweg anzunehmen. Ich bitte Ihn um die Kraft, Seinen Willen zu erkennen und auszuführen.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 1993 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.

Montag, 26. Oktober 2020 08:19
Hans

Viele Jahre

Ich habe über Jahre immer wieder neue Anläufe genommen, mein Leben zu ändern und in vielen Beiträgen hier, lese ich von anderen Menschen, diese meine Jahre von erfolglosen Versuchen. Sie schreiben oft, dass was ich versucht habe und woran ich immer gescheitert bin. Ich sehe sie auf meinem Weg und wenn manche Alkoholiker nach einer langen Abwesenheit wiederkommen und vom Rückfall erzählen, werde ich traurig, denn das war auch mein Leben. Mein Leben und in erster Linie meine Gedanken haben sich heute vor Jahren geändert. Ich wünsche jeden Menschen, dass er oder sie meine Jahre der Versuche und Enttäuschungen nicht auch durchleben muss. Lernt zu vertrauen und glaubt an die Erfahrungen anderer Menschen, denn sie sind der Weg in ein nüchternes Leben.
Jeder kann es schaffen, aber nur wenige Menschen schaffen es.

Vertraue, der Weg lohnt sich!

Lg. Hans G24h

Sonntag, 25. Oktober 2020 08:50
CHECKLISTE FÜR DAS VERSTÄNDNIS DER ZWÖLF TRADITIONEN

Diese Fragen sind zuerst in Grapevine veröffentlicht worden, und zwar in Verbindung mit einer Serie über die Zwölf Traditionen, die November 1969 anfing und bis September 1971 fortgeführt wurde. Sie waren ursprünglich vor allem zum persönlichen Gebrauch bestimmt, später jedoch wurden sie von vielen AA-Gruppen als Diskussionsthesen benutzt.

ERSTE TRADITION:
Unser gemeinsames Wohlergehen sollte an erster Stelle stehen, die Genesung des einzelnen beruht auf der Einigkeit in AA.
1. Übe ich in meiner Gruppe einen heilenden, verbindenden und toleranten Einfluss aus oder stifte ich Unfrieden?
2. Stifte ich Frieden? Oder stürze ich mich in Streitgesprächen unter dem scheinheiligen Vorwand, das nur „wegen der Diskussion“ zu tun?
3. Bin ich freundlich zu denen, die mir querkommen, oder werde ich ungehalten?
4. Vermittle ich Konkurrenzdenken, vergleiche ich z.B. eine Gruppe mit einer anderen oder stelle ich die Gemeinschaft in einer Stadt der Gemeinschaft einer anderen Stadt gegenüber?
5. Trete ich von einem dienenden Amt zurück, weil ich mir zu gut vorkomme, um in dem entsprechenden Bereich der AA tätig zu sein?
6. Kenne ich die Gemeinschaft als Ganzes? Unterstütze ich die Gemeinschaft mit all meinen Kräften als Ganzes, oder nur die Bereiche, die ich kenne und befürworte?
7. Nehme ich auf andere AA-Mitglieder dieselbe Rücksicht, die ich von ihnen erwarte?
8. Verstreue ich Plattheiten über Liebe, während ich ein Verhalten zeige, das voller Feindseligkeit ist, oder während ich ein solches Verhalten heimlich für richtig halte?
9. Gehe ich zu genügend Meetings oder lese ich genügend AA-Literatur, um ein Teil der Gemeinschaft zu sein?
10. Erzähle ich in AA alles über mich, das Gute wie das Schlechte, und nehme ich die Hilfe der Gemeinschaft ebenso an wie ich sie anbiete.

Samstag, 24. Oktober 2020 08:32
K......

Wie wird aus dem Wunsch ein Wille?

Trocken werden und sein hat weniger etwas mit faul sein oder verlorenem Willen zu tun. Es ist bestimmt vorteilhaft, wenn Du stark, eisern und mit festem Willen ausgestattet bist.

Wirst Du deshalb nicht krank, wenn die Grippe umgeht, führt das zu einem geregelten Stuhlgang, wenn Du verstopft bist oder kannst Du eine Schwangerschaft mit festem Willen verhindern? Sucht und Krankheit bedeuten, dass Du keinen direkten Einfluss hast, das Steuer ist abgegeben. Aber Du kannst die Basis schaffen, damit sich etwas ändert.

Samstag, 24. Oktober 2020 08:17
Gedanken zum Tag

Was wir am besten können


„Schuster, bleib bei deinem Leisten“ ... besser, eine Sache wohlgetan, als viele Dinge schlecht. Das ist das Hauptthema dieser Tradition (Fünf). Auch in unserer Gesellschaft herrschte Einigkeit, wenn sich jeder dieser These bediente. Die Lebensfähigkeit unserer Gemeinschaft steht und fällt mit diesem Prinzip.

Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 144

Das Überleben von AA hängt von der Einigkeit ab. Was würde geschehen, wenn eine Gruppe sich entschlösse, eine Stellenvermittlung, ein Behandlungszentrum oder eine soziale Einrichtung zu werden? Eine zu große Spezialisierung führt zu keiner Spezialisierung, sondern zu einer Verzettelung der Bemühungen und schließlich zum Verfall. Ich habe die notwendigen Voraussetzungen, meine Leiden und meinen Weg der Genesung mit dem Neuen zu teilen. Übereinstimmung mit dem Hauptzweck von AA sichert das wunderbare Geschenk der Trockenheit: Also trage ich eine große Verantwortung. Das Leben von Millionen Alkoholikern ist eng mit meiner Fähigkeit verbunden, „die Botschaft an den noch leidenden Alkoholiker weiterzugeben“.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 1993 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.

Dienstag, 20. Oktober 2020 17:32
lisi

liebe AA-freunde in Stadl-Paura!

Immer wieder höre ich das sich manche von euch sorgen um mich machen. keine angst, es geht mir gut! ich bin nach wie vor trocken und (meistens) nüchtern. dafür bin ich tag für tag, stunde für stunde dankbar! die derzeitige Situation lässt es für mich leider nicht zu ins Meeting zu kommen. aber gedanklich habe ich jeden Sonntag Abend Meeting mit euch! ich wünsche euch alles gute und freue mich auf ein wiedersehen.

Alles liebe und g24h, Lisi :-)

Sonntag, 18. Oktober 2020 08:36
Hans

Der Weg ist das Ziel

Alles was ich hier schreibe oder auch was ich in den zahllosen Meetings so von mir gebe handelt von mir. Ich könnte es als „meinen Weg“ bezeichnen – so wurde ich trocken. Ich kenne zahllose Freunde, welche denselben oder einen ähnlichen Weg gegangen sind uns auch so trocken wurden. Deshalb erzähle ich immer wieder gerne darüber und es freut mich jedes Mal, wenn wieder ein noch leidender Alkoholiker diesen Weg gehen kann und dadurch trocken wird.

LG. Hans G24h

Samstag, 17. Oktober 2020 06:28
Karl AA

Danke für die tolle Arbeit

Wollte mich hier für die tolle Seite und die unermüdliche Arbeit bedanken. Ich kann mich jetzt besser in das Thema Trockener Alkoholiker einfühlen. Die Arbeit mit sich ist nie endend, egal ob Sucht oder ohne Sucht, aber mit Sucht ist sie herausfordernder... allerdings ist auch das Feindbild "klarer"

alles Gute weiterhin!

Karl

Donnerstag, 15. Oktober 2020 17:52
Hans

Ein jeder noch so kleine Dienst in AA ist wichtig

Einer meiner Beweggründe, mich dieser Situation zu stellen, ist einfach die Dankbarkeit der AA gegenüber. Das Blaue Buch hat mir in allen meinen Lebenslagen immer wieder  Antworten gegeben. So auch bei Zweifeln für diesen Anlass. Blaues Buch, S 118: „Denken Sie nicht daran, was der Anlass Ihnen bringt, sondern denken Sie daran, was Sie dort einbringen können.“ Wenn ich an diese Stelle denke, weiß ich wieder, was ich zu tun habe.

Lg. Hans G24h

Dienstag, 13. Oktober 2020 07:22
Stefan

Leben in Freiheit.
Wichtig für meine Freiheit ist mein Alkoholfreier Kopf. Da findet meine alkoholfreie Zone statt. In dieser nassen Welt begegnet mir überall Alkohol. In jeder Fernsehsendung, jedem Film, jedem Buch, jedem Theaterstück, in jedem Laden, in der Werbung, egal wo ich hinschaue, hinhöre, hingehe, er ist immer gegenwärtig, doch er belastet mich nicht mehr. Ich weiß, es gibt ihn, ich akzeptiere ihn, kann hinschauen, ohne Verzichtsgedanken, toleriere ihn in meinem Umfeld, er schränkt mich nicht ein, denn mein Kopf ist alkoholfrei. Ich muss nicht mehr trinken!!!
 Ich darf und kann mein Leben trocken genießen.

Gruß Stefan

Montag, 12. Oktober 2020 16:10
Hans

5. Tradition

( Auszug aus meiner Sicht)
Die Hauptaufgabe jeder Gruppe ist, unsere AA-Botschaft zu Alkoholiker zu bringen, die noch leiden. Hier wird hervorgehoben, dass überwiegend die Gruppe und nicht das einzelne Mitglied sich um den leidenden Alkoholiker kümmern soll. Die AA ist nicht Sache eines Einzelnen, sondern der Gruppe. Wir sind keine Solosänger, sondern wirken besser im Chor, hat jemand einmal gesagt. Die Erfahrung lehrt auch, dass so mancher Alleingang im 12. Schritt im Rückfall geendet hat. Wenn es der Hauptzweck einer Gruppe ist, die Botschaft weiterzugeben an Alkoholiker, die noch leiden, dann bedeutet das, dass wir in erster Linie die Gruppe durch unsere Mitarbeit gesund erhalten. In der Gruppe findet dann, der noch leidende Alkoholiker einen Ort wo er sich wohlfühlen kann, wo er Alkoholiker trifft, die er als Alkoholiker versteht. Je angenehmer, je toleranter, je ehrlicher, je verständlicher er die Gruppe findet, umso eher wird er bleiben, und so leichter wird er die Botschaft verstehen. Die 5. Tradition lässt völlig frei und offen, was der noch leidende Alkoholiker aus der Botschaft macht. Es heißt, die Botschaft weitergeben aber es heißt nicht, den Alkoholiker zu überreden, die Botschaft anzunehmen. Auch als Gruppe sind wir Machtlos den Alkohol gegenüber, und wir können lediglich die Botschaft weitergeben. Die Gruppe ist kein Krankenhaus, wo die körperlichen Schäden geheilt werden. Wir sind auch keine Psychologen, wo Ehen gekittet werden, dazu sind andere Stellen zuständig. Wenn wir in ein Krankenhaus gehen, die Alkoholiker, die dort behandelt werden über AA zu informieren, dann ist es wiederum die Gruppe, die eine kontinuierliche Weitergabe der Botschaft eher garantieren kann, als der Einzelne. Die Gruppe hat mehrere Mitglieder sodass ein anderes einspringen kann, wenn ein Mitglied ausfällt. Wenn wir die Botschaft weitergeben, sollten wir keine Erwartungshaltung in den noch leidenden Alkoholiker wecken, dem wir die Botschaft bringen. Wir sollten das tun, was wir können, und überlassen alles Übrige der Höheren Macht, wie wir sie verstehen.

Lg. Hans G24h

Sonntag, 11. Oktober 2020 16:40
Hans

Von Nass auf Trocken

Alkoholiker zu sein bedeutet für mich die absolute Ehrlichkeit. Beruflich wie Privat Das Leben nach der Erkenntnis und der Akzeptanz dieser Tatsache ist ein anderes. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wer dies nicht akzeptiert und danach handelt, kann oder will nicht und hat für mich auch keine wirklich überzeugte Entscheidung getroffen und hat auf Dauer keine Chance zufrieden ohne Alkohol zu leben.

Lg. Hans G24h

Sonntag, 11. Oktober 2020 16:16
Franz Glaser

Wenn ich auf ein Problem stoße und ich Gegenwind spüre, dann kann ich entweder sagen, dass es alles ein großer Schmarren ist und den ganzen Tag mir den Kopf zerbrechen wie ich die andern ärgern kann. Meistens brauche ich dann so lange bis ich mit dem überlegen fertig bin das der Tag 48 Stunden bräuchte bis ich mit dem Ärgern fertig bin. Oder ich richte die Auge auf mich selbst und versuche es so lange zu lösen bis ich ein Resultat habe mit dem ich zufrieden bin. Das dauert dann oft nur ein paar Minuten und ich versuche mein Bestes zu geben.

Franz

Sonntag, 11. Oktober 2020 14:02
Hans

Unser Zwölfter Schritt – die Botschaft weiterzugeben – ist der wichtigste Dienst.

Den die AA-Gemeinschaft bietet; dies sind unser oberstes Ziel und der Hauptgrund für unsere Existenz. Ich danke Gott für die Menschen, die vor mir da waren und mir die drei Vermächtnisse nahebrachten: Genesung, Einigkeit und Dienst. In meiner Anfängergruppe waren die drei Vermächtnisse auf einem Schild folgendermaßen veranschaulicht: „Nimm einen dreibeinigen Stuhl und versuche, ihn auf einem oder zwei Beinen im Gleichgewicht zu halten. Unsere drei Vermächtnisse müssen unantastbar bleiben. In der Genesung werden wir gemeinsam trocken, in der Einheit arbeiten wir zusammen im Sinne unserer Schritte und Traditionen, und durch den Dienst geben wir freiwillig weiter, was uns gegeben wurde.“ Eines der wertvollsten Geschenke meines Lebens war die Erkenntnis, dass ich keine Botschaft weitergeben kann, bis ich in Einklang mit den AA ­Prinzipien lebe.

Lg. Hans G24h

Samstag, 10. Oktober 2020 17:33
Renate

Wieder Lebenswert

Auch in meinem Leben ist viel kaputt gegangen. Heute, nach vielen 24 Std. ist das Leben wieder Lebenswert für mich, und das nur, weil ich den Weg zu AA gefunden habe.

Lg. Renate Gute 24 Stunden

 

Mittwoch, 07. Oktober 2020 13:05
Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 82

Täglich aufmerksam sein

 
Wir setzen die Inventur bei uns fort. …

Der im Zehnten Schritt enthaltene spirituelle Grundsatz, dass „immer dann, wenn wir eine innere Unruhe verspüren, egal, aus welchem Grund, mit uns etwas nicht in Ordnung ist“, sagt mir auch, dass es in diesem Punkt keine Ausnahmen gibt. Wie unvernünftig auch immer andere Menschen scheinen mögen, es liegt an mir, nicht negativ zu reagieren. Gleichgültig, was um mich herum geschieht, ich habe immer die Verantwortung und das Recht zu entscheiden, was sich in mir abspielt. Ich schaffe mir meine eigene Realität. Wenn ich meine tägliche Inventur mache, weiß ich, dass ich damit aufhören muss, über andere zu urteilen. Wenn ich das tue, verurteile ich mich wahrscheinlich selbst. Wer mich am meisten aufregt, ist mein bester Lehrmeister, ich kann viel von diesem Menschen lernen. In meinem Herzen sollte ich dafür dankbar sein.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 1993 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.

Mittwoch, 07. Oktober 2020 08:32
Hans

Ich musste wieder das Lesen lernen.

Im Blauen Buch auf Seite 30 steht: Wir brauchten nur noch dieses einfache Spirituelle Werkzeug aufzuheben, das sie uns vor die Füße gelegt hatten.
Das erste Buch, dass ich heute noch besitze, und in dem ich auch nach über vielen Jahren oft lese, war 24 Stunden am Tag. Es ist für mich nach dem Blauen Buch das Beste. Gerade für Neue hat es viele Tipps und Anregungen, die helfen, trocken zu bleiben. Durch die Literatur bekam ich auch wieder Freude am Lesen. Jahrelang war das nichts für mich gewesen. Ich konnte ja benebelt die Zeilen nicht finden, geschweige denn etwas verstehen, ob Zeitung oder Roman, das war alles schwierig für mich. Heute ist das Erste, was ich mache, die Zeitung lesen, und dann öfters in der Woche schaue ich in die AA-Literatur. Außerhalb des Meetings, da hilft mir die Literatur. Mit beiden zusammen dem Meeting und der Literatur, bin ich bis heute trocken geblieben. Unsere Literatur trägt dazu bei, trocken zu bleiben und nüchtern zu leben. Lesen und darüber nachdenken regt oft auch zum Schreiben an, man braucht es nur einmal ausprobieren.

Lg. Hans G24h

Samstag, 03. Oktober 2020 08:39
Hans

Wie gehe ich mit Stolz um?

Stolz verbinde ich nur mit meinen eigenen persönlichen Leistungen. Es stärkt mein Selbstbewusstsein. Ja, immer wenn mir bewusst wird wie viele Stunden Tage, Monate ich ohne Alkohol lebe bin ich auf mich Stolz Damit gehe ich ja nicht hausieren, sondern sehe es für mich als weiterführende Kraft an. Ich vernachlässige dadurch nicht meine Achtsamkeit und Größenwahn kenne ich nicht. Stolz ist das zufrieden sein mit sich selbst.

Eine Hochachtung der eigenen Person. Es ist lediglich ein anderer Begriff dafür.

Lg. Hans G24h

Mittwoch, 30. September 2020 18:14
Hans

Wir wollen die Vergangenheit weder beklagen noch die Tür hinter ihr zuschlagen.

Erwartungen an eine Heile Welt

Nachdem ich einige Jahre verlebt hatte, hatte ich zumindest die Erkenntnis schon machen dürfen, dass das Leben nicht automatisch besser wird, nur weil man nicht mehr trinkt. Ich kann mich sogar gegenteilig daran erinnern, wie durch den klaren Kopf erst so richtig der ganze Dreck in mir hochkam. Sich mit seinen über die Jahre geschaffenen Problemen auseinanderzusetzen, das war oftmals ein weiterer, unüberschaubarer Berg, den zu besteigen, ich lange einfach noch nicht bereit gewesen war. Da war dann auch wohl das Weitertrinken einfacher.
Als ich dann tatsächlich endlich trocken wurde, nahm ich die Tatsache, dass seelisch und körperlich einiges auf mich warten würde, als schon gegeben hin, und das war dann auch okay. Überhaupt ging es in der ersten Zeit sehr viel darum, wieder zu dem Menschen zurückzufinden, der ich außerhalb des Suffs bin und sein konnte. Ich erwartete also keine heile Welt, aber ich erwartete schon, mit der Zeit wieder wachsen zu können, und an meiner Nüchternheit ständig zu arbeiten. Also nur das Glas stehen zu lassen ist mir Zuwenig, meine Aufgabe ist an den Schritten zu lernen, wie ich nicht wieder zum ersten Glas Alkohol greife.

Lg. Hans G24h

 

Montag, 28. September 2020 18:04
Wie Bill es sieht, S. 45

Ohne Vorbehalt

 
Wer voller Dankbarkeit ist, dessen Herzschlag strömt nur Liebe aus, …

Wenn ich im Dienst anderen helfe und mich meine Erfolge überheblich machen, muss ich überprüfen, wie es dazu gekommen ist. Was freudig und mit Liebe gegeben wurde, muss auch ohne Vorbehalt und ohne Erwartung weitergegeben werden. Denn so wie ich wachse, erkenne ich: Gleichgültig wie viel ich an Liebe gebe, ich erhalte weitaus mehr im Geistigen zurück.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 1993 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.

Sonntag, 27. September 2020 06:28
Petra

Ich bin so glücklich, dass ich trocken bin. Ich bin so froh das ich einen Partner gefunden habe mit dem ich über alles reden kann. Er kennt das Problem was ich habe. Er ist selber ein trockner Alkoholiker wie ich. Wir haben fast jeden Tag ein Meeting. Er weiß genau wenn es mir nicht gut geht, dann sagt er reden wir.

LG und gute 24h,

Petra

Samstag, 26. September 2020 16:01
Franz

Mich beschäftigt gerade der Alkoholiker und die zwei Gesichter die ihn mir oder auch jedem Alkoholiker stecken und wie man mit seiner Wahrheit umgeht und für sich die richtige Wahrheit finden kann. Alkoholiker so wie ich es bin leben immer zwei Welten wo sie Zugang haben. Ich habe in meinem zweiten nüchternen Leben einige Male die Erfahrung machen müssen, das AA-Freunde einen Rückfall hatten und ich erst lernen musste das da unser Programm erst greift und ich diesen AA Freund keine Vorwürfe machen durfte. Da ich wusste, das er sonst in den Abgrund stürzen würde. Obwohl es sehr schwierig war es den Angehörigen die nicht im Programm leben, das zu erklären, das auch das AA-ist und wir nur für 24h trocken bleiben können.

Lg. u g24h, Franz

 

 

 

 

Samstag, 26. September 2020 15:42
Hans

Motivation

(Meine Gedanken dazu)

Meine Motivation ist es wieder ein normales Leben ohne schlechtes Gewissen haben zu können. Noch dazu kommt meine Gesundheit die ich nicht mehr leichtfertig für Alkohol aufs Spiel setze. Und ganz wichtig für mich, ich will und brauche den Alkohol nicht um glücklich zu sein. Ohne geht´s mir viel besser. Es ist zwar nicht immer alles rosig, aber mit einem klaren Kopf kann ich meine Probleme, Ängste oder Sorgen viel besser in den Griff bekommen als sie wegzusaufen. Dafür arbeite ich täglich an mir im Programm, ich achte viel mehr auf mich als ich es jemals in der nassen Zeit gemacht habe. Das alles reicht hoffentlich aus das ich in meinem restlichen Leben keinen Alkohol mehr trinke.

Lg. Hans G24h

Freitag, 25. September 2020 16:02
Anonyme Alkoholiker, S. 38

Wachsamkeit

 
Immer und immer wieder sehen wir: einmal Alkoholiker – immer Alkoholiker! Wenn wir nach einer Zeit der Nüchternheit wieder mit dem Trinken anfangen, sind wir in kurzer Zeit wieder so übel dran wie vorher. Wenn wir uns vornehmen, mit dem Trinken aufzuhören, darf es keinen Vorbehalt geben, und in keinem Winkel unseres Hinterkopfes darf die Hoffnung lauern, eines Tages normal trinken zu können.

Heute bin ich Alkoholiker. Morgen wird es nicht anders sein. Mein Alkoholismus gehört jetzt und für immer zu mir. Ich darf nie vergessen, wer ich bin. Der Alkohol wird mich sicher umbringen, wenn ich mich nicht Tag für Tag meiner Krankheit erinnere und sie zur Kenntnis nehme. Ich spiele kein Spiel, in dem eine Niederlage nur einen vorübergehenden Rückschlag darstellt. So behandle ich meine Krankheit, für die es keine Heilung gibt, nur durch tägliches Annehmen und Wachsamkeit.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 1993 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.

Donnerstag, 24. September 2020 17:16
Gedanken zum Tag

Ich war eine Ausnahme


Er (Bill W.) sagte einfach und freundlich zu mir: „Meinen Sie, dass Sie dazugehören?“

Solange ich trank, war ich davon überzeugt, eine Ausnahme zu sein. Ich dachte, über kleinlichen Anforderungen zu stehen und den Anspruch zu haben, entschuldigt zu sein. Ich merkte nie, dass das düstere Gegengewicht meiner Haltung das ständig nagende Gefühl war, nicht „dazuzugehören“. In AA identifizierte ich mich anfangs mit anderen nur als Alkoholiker. Was für ein wunderbares Erwachen erlebte ich, als ich merkte, dass ich genauso wie die anderen mein Bestes zu tun versuchte! All diese Qualen, Verwirrungen und Freuden, die sie empfinden, sind nicht außergewöhnlich, sondern Teil auch meines Lebens wie bei jedem.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 1993 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.

Sonntag, 20. September 2020 07:07
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