Inventur-Listen

 

Inventur  Dienst – wozu? Wofür? Für wen?

Oder: Wie erkläre ich es meinem Sponsie?Dienst. Das AA-Wald- und Wiesen Thema. Schön, da wird die Redaktion übergehen vor lauter Beiträgen. Deshalb mache ich es diesmal ganz, ganz kurz. Ich möchte nur einen Gedanken teilen, der mich manchmal betroffen und oft sehr ratlos macht. Wie erkläre ich es meinem Sponsie? Wozu der Dienst?   Auf gut Wienerisch: „No, damit des AA-Werkl weida rennt.“ (Damit die AA weiter besteht.) Wofür der Dienst? Na dafür, um die AA-Botschaft zu noch Leidenden zu bringen. Und für wen?

Jetzt wird’s schon interessant. Für den, der den Dienst macht, auf jeden Fall. Ich habe ja bei jedem Dienst sehr viel fürs Leben gelernt. Und dann ist der Dienst vor allem für den noch Leidenden. Das ist ja der Daseinszweck der AA. Ich war und bin immer verwurzelt in der Arbeit mit Neuen, mit Gefängnissen und mit Sponsorschaft. Da lebe ich täglich die Praxis und den Realitätsbezug des Dienstes. Da kann ich dann auch meinen Sponsies erklären, was es so auf sich hat mit Schlüssel- oder Literaturwart, Chairman oder Regionalsprecher. Auch so Sachen wie Intergruppe bring ich noch gut rüber, und was die Freunde da so machen. Wenn ich dann die GDK erkläre, wird’s schon manchmal sehr abstrakt. Aber dass das alles für uns ist und dafür, dass wir die Botschaft zu noch Leidenden bringen, leuchtet manchmal gerade noch ein. Aber manchmal steige ich selber geistig aus, weil es mir einfach zu abstrakt wird. Bei manchen Anfragen ist für mich als „normalen“ Alkoholiker nicht mehr nachvollziehbar, was das mit dem noch leidenden Alkoholiker noch zu tun hat. Ich darf z. B. in meinem Bereich für die Öffentlichkeitsarbeit dienen und habe oft im Gespräch mit Sponsies die Möglichkeit, rüber zu bringen, was ich tue, und warum das notwendig ist, die AA-Botschaft weiter zu geben. Beim DLT war ich beim ÖA-Meeting und habe erfahren, dass eine Aufgabe des ÖA-Sprechers der deutschen AA ist, dem GDA zu berichten was in den Intergruppen an Öffentlichkeitsarbeit gemacht wird. Das ist gut und wichtig. Aber gleichzeitig ist mir dann so bewusst geworden, welche große Verantwortung und auch welche große Gefahr bei dieser Dienstebene liegt. Ja, ja, ich weiß, der Dienst ist ja für den noch Leidenden und den Dienenden. Ich kann mir vorstellen, wenn ich nicht ständig gleichzeitig auch viel an der Basis auch diene, kann das ganze Bemühen fallweise jeden Bezug zum noch Leidenden verlieren – und genau das ist doch eigentlich unser Hauptzweck. Manchmal kann das Ganze einseitig wirken und den Eindruck vermitteln, der Dienst sei nur noch für die Dienenden. Ich stehe dann fallweise ein bisschen ratlos da, und frage mich bei so mancher Anfrage oder Entscheidung: „Wie erkläre ich es meinem Sponsie?“

 Habt eine wertvolle Zeit,

Christian, Alkoholiker, Österreich

Die Gruppeninventur

(Auszüge aus zwei Artikeln, die im AA-Grapevine erschienen sind) Wie macht eine Gruppe Inventur? Die Gruppeninventur ist der individuellen Inventur ähnlich. Es sollten Stärken und Schwächen der Gruppe gemeinsam in einem geschlossenen Meeting untersucht werden. Dabei wird die Frage geklärt, wie die Gruppe in ihren Verantwortungsbereichen tätig wird und ob sie ihre Verantwortung wahrnimmt. Was ist der Hauptzweck der Gruppe? Die Gruppenmitglieder trocken halten? Neue Mitglieder willkommen heißen? Eine soziale Einrichtung zur Verfügung stellen? Die Fünfte Tradition besagt: „Die Hauptaufgabe jeder Gruppe ist, unsere AA-Botschaft zu Alkoholikern zu bringen, die noch leiden.“ Ist das überraschend? Was macht die Gruppe, um die Botschaft der AA zu noch leidenden Alkoholikern zu bringen Zieht sich die Gruppe vollständig auf die Elfte Tradition zurück? (Unsere Beziehungen zur Öffentlichkeit stützen sich mehr auf Anziehung als auf Werbung. Deshalb sollten wir auch gegenüber Presse, Rundfunk, Film und Fernsehen stets unsere persönliche Anonymität wahren.) Sicherlich heißt die Gruppe neue Freund willkommen; ist es das, was unter „diese Botschaft an Alkoholiker weitergeben“ gemeint ist? Oder ist das nicht eher das ernten, was andere gesät haben? Muss der neue Freund sprichwörtlich „die Türe eintreten“, um an die Botschaft zu kommen? Wird er ignoriert, wenn er sich ins Meeting schleicht? Könnte die durchschnittliche Mitgliederzahl höher sein? Wenn ja, warum ist sie nicht höher?  Hat die Gruppe in letzter Zeit irgendetwas unternommen, um die AA-Botschaft lokal bekannt zu machen (Ärzte, Richter, Lehrer, Zeitungen andere wichtige Personen, die dabei helfen können, die zu erreichen, die AA dringend brauchen)? Gleicht die Zusammensetzung der Gruppe einem angemessenen Querschnitt der Gesellschaft?  Oder nur die „niedrigen“ sozialen Schichten?   Oder nur „höhere“ soziale Schichten, die andere Typen von Alkoholikern nur kühl willkommen heißen?  Ist der Anteil männlich : weiblich angemessen?   Kommen hauptsächlich Männer?   Kommen hauptsächlich Frauen?   Bleiben die Gruppenmitglieder in der Gruppe oder gibt es eine ständige Fluktuation?   Kommen viele „Neue“, die bald wieder aus bleiben?   Wenn ja, ist das auf bestimmte „Methoden“ der Gruppe zurück zu führen?   Wie effektiv ist die in der Gruppe angewandte Systematik im Zusammenhang mit der Sponsorschaft?   Gibt es in der Gruppe ein Gefühl für Verantwortung im Zusammenhang mit dem Thema „Sponsorschaft“?   Was tut die Gruppe mit einem neuen Freund der noch keinen Sponsor hat?   Was tut die Gruppe mit neuen Freunden, die eine Zeit lang kommen und dann ausbleiben?   Wie oft wird „nachtelefoniert“? Zwei mal, zehn mal?   Oder sagt die Gruppe: „Er weiß ja, wo AA ist, wenn er will kann er kommen und AA haben?   Ist alles getan worden, um einen attraktiven Meetingsraum zur anzubieten?   Wo sich neue Freunde wohl fühlen und auch „alte“ Gruppenmitglieder gerne wiederkommen?   Oder ist die Gruppe mit einem herunter gekommenen Quartier zufrieden?   Wird eine angemessene Miete gezahlt? Oder wird die Gruppe von einer Kirche oder einer anderen sozialen Einrichtung indirekt finanziell unterstützt?   Hat sich die Gruppe schon einmal überlegt, wie viel Geld sie an einem Abend auftreiben könnte, wenn alle Mitglieder, wie in früheren Trinkzeiten, das Geld für Schnaps und andere alkoholische Getränke ausgeben würden?   Wurde allen Gruppenmitgliedern erklärt, wie wichtig der „Dienst“ an der Abwasch und in anderen „Haushaltsangelegenheiten“ ist?    Ist klar festgelegt, wie dieser Dienst zu machen ist?   Oder ist dieser wichtige Dienst der Initiative und Vorstellungskraft des einzelnen überlassen, obwohl diese von beidem wenig haben?   Welche Methoden wendet die Gruppe an, um ihre Mitglieder fühlen zu lassen, dass sie dazu gehören?    Haben alle im Meeting die Chance auf eine Wortmeldung?   Erfolgt die Nominierung zu Diensten der Gruppe mit großer Umsicht und Bedachtnahme darauf, dass das „Dienst Machen“ bei AA eine große Verantwortung und Gelegenheit zur Arbeit im Zwölften Schritt bietet?   Oder wird das Ganze eher als lästige Pflicht oder eine Art Witz betrachtet, so dass jemand im Arbeitsmeeting gewählt, von dem (der) schon von vornherein klar ist, dass er (oder sie) dann nicht einmal anwesend sein wird?   Wird jemand gewählt, weil die Gruppe glaubt, dass „es ihm gut tun könnte“, und wird dabei übersehen, dass unser gemeinsames Wohlergehen an erster Stelle steht?    Gibt es Überlegungen, einen „Nominierungsausschuss“ zu bilden, dessen Job es ist, „wählbare“ Gruppen- (oder Regionalmitglieder) auszusuchen und dabei deren Stabilität, Interesse an der Gruppe (Region), Eignung, verfügbare Zeit und andere relevante Faktoren beurteilt?   Das Nominierungskomitee könnte dann im Arbeitsmeeting eine Kandidatenliste präsentieren. Obwohl beim Arbeitsmeeting auch andere Namen berücksichtigt werden, wird die Gruppe (Region) wohl eher ihr Nominierungskomitee unterstützen. Diese Methode führt dazu, „Zufallsnominierungen“ von am wenigsten geeigneten Gruppen- (Regions-) Mitgliedern, durch verwirrte und schlecht beratene Freunde zu vermeiden.   Gibt es faire Unterstützung der Gruppe für den Hauptausschuss und die Region Wien und die Intergruppe? Diese Organisationen machen Arbeit im Zwölften Schritt „auf höherer Ebene“. Meine und Deine Nüchternheit könnten letztendlich von der Akzeptanz der Anonymen Alkoholiker in ganz Österreich abhängen!   Denkt die Gruppe in diesen größeren Zusammenhängen oder denkt sie eher auf eigennützigem Niveau?   Wenn die Gruppe in größeren Zusammenhängen denkt, tut sie dann auch wirklich etwas für die o.a. „Dienstebenen“?   Was genau hat die Gruppe in den letzten sechs Monaten getan, um die AA-Botschaft zu Alkoholikern zu bringen, die noch leiden?   Bietet die Gruppe ausreichend Literatur an und wird sie auch entsprechend präsentiert (Ort, Eingang, Ausgang, im persönlichen Gespräch mit dem Neuen)?    (Einheit, Gruppengewissen, Geld, Anonymität könnten noch Themen sein)   Unsere Gruppe ist wertvoll, kümmern wir uns um sie!!!

 


CHECKLISTE FÜR DAS VERSTÄNDNIS DER ZWÖLF TRADITIONEN

Diese Fragen sind zuerst in Grapevine veröffentlicht worden, und zwar in Verbindung mit einer Serie über die Zwölf Traditionen, die November 1969 anfing und bis September 1971 fortgeführt wurde. Sie waren ursprünglich vor allem zum persönlichen Gebrauch bestimmt, später jedoch wurden sie von vielen AA-Gruppen als Diskussionsthesen benutzt.

ERSTE TRADITION:
Unser gemeinsames Wohlergehen sollte an erster Stelle stehen, die Genesung des einzelnen beruht auf der Einigkeit in AA.
1. Übe ich in meiner Gruppe einen heilenden, verbindenden und toleranten Einfluss aus oder stifte ich Unfrieden?
2. Stifte ich Frieden? Oder stürze ich mich in Streitgesprächen unter dem scheinheiligen Vorwand, das nur „wegen der Diskussion“ zu tun?
3. Bin ich freundlich zu denen, die mir querkommen, oder werde ich ungehalten?
4. Vermittle ich Konkurrenzdenken, vergleiche ich z.B. eine Gruppe mit einer anderen oder stelle ich die Gemeinschaft in einer Stadt der Gemeinschaft einer anderen Stadt gegenüber?
5. Trete ich von einem dienenden Amt zurück, weil ich mir zu gut vorkomme, um in dem entsprechenden Bereich der AA tätig zu sein?
6. Kenne ich die Gemeinschaft als Ganzes? Unterstütze ich die Gemeinschaft mit all meinen Kräften als Ganzes, oder nur die Bereiche, die ich kenne und befürworte?
7. Nehme ich auf andere AA-Mitglieder dieselbe Rücksicht, die ich von ihnen erwarte?
8. Verstreue ich Plattheiten über Liebe, während ich ein Verhalten zeige, das voller Feindseligkeit ist, oder während ich ein solches Verhalten heimlich für richtig halte?
9. Gehe ich zu genügend Meetings oder lese ich genügend AA-Literatur, um ein Teil der Gemeinschaft zu sein?
10. Erzähle ich in AA alles über mich, das Gute wie das Schlechte, und nehme ich die Hilfe der Gemeinschaft ebenso an wie ich sie anbiete.

ZWEITE TRADITION
Für den sinn und den Zweck unserer Gruppe gibt es nur eine höchste Autorität – einen liebenden Gott, wie Er sich in dem Gewissen unserer Gruppe zu erkennen gibt. Unsere Vertrauensleute sind nur betraute Diener; sie herrschen nicht.
1. Übe ich Kritik an den Beauftragten meiner Gruppe, an AA-Komitees, an Angestellten? Oder vertraue ich ihnen und unterstütze sie? Wie halte ich es mit Neuen? Oder mit Oldtimern?
2. Bin ich – auch in meinem Privatleben – absolut vertrauenswürdig, wenn ich Arbeit im Zwölften Schritt mache oder andere AA-Verantwortung übernehme.
3. Suche ich durch meine Tätigkeit in AA Bestätigung oder Lob für meine Ideen?
4. Muss ich bei den Gruppengesprächen darauf achten, wie ich meine Position verteidige, oder kann ich mich fröhlichen Herzens dem Gruppengewissen unterordnen und mich unbeschwert danach richten?
5. Bin ich trotz der Tatsache, dass ich schon ein paar Jahre trocken bin, immer noch bereit, für eine gewisse Zeit ein Amt zu übernehmen?
6. Bin ich in den Gruppengesprächen herablassend, wenn es um Fragen geht, in denen ich keine Erfahrung habe und über die nur wenig weiß?

DITTE TRADITION
Die einzige Voraussetzung für die AA-Zugehörigkeit ist der Wunsch, mit dem Trinken aufzuhören.
1. Stemple ich in Gedanken einige AA-Mitglieder zu Verlierern?
2. Gibt es einen Typ Alkoholiker, den ich eigentlich nicht in meiner Gruppe haben möchte?
3. Spiele ich mich zum Richter auf, ob ein Neuer aufrichtig ist oder nicht?
4. Erlaube ich Eigenheiten wie Sprache, Religion (oder ihr Fehlen), Rasse, Erziehung, Alter, mich einzuengen in meiner Verpflichtung, die Botschaft weiterzutragen?
5. Lasse ich mich von Stars beeindrucken? Einem Arzt? Einem Geistlichen? Einem Knacki? Oder kann ich dieses neue Mitglied ganz einfach und natürlich wie einen anderen kranken Menschen behandeln, einen Menschen wie wir alle?
6. Wenn jemand bei AA erscheint und Informationen oder Hilfe braucht (auch wenn er nicht ausdrücklich darum bittet), spielt es für mich eine Rolle, womit er sich seinen Lebensunterhalt verdient? Wo er wohnt? Wie sein Haushalt und seine Familie gestaltet sind? Ob er schon bei AA ist? Wo er sonst noch Probleme hat?

VIERTE TRADITION
Jede Gruppe sollte selbständig sein, außer in Dingen, die andere Gruppen oder AA als Ganzes angehen.
1. Bestehe ich darauf, dass es nur einige wenige richtige Möglichkeiten gibt, wie wir unsere Angelegenheiten in AA regeln?
2. Denkt meine Gruppe immer an das Wohlergehen der übrigen Gemeinschaft? Der Gruppen in der näheren Umgebung? Der Loners in Alaska? Der Internationalists auf See? Einer Gruppe in Rom oder El Salvador?
3. Schiebe ich das Verhalten anderer Gruppenmitglieder beiseite, wenn sie sich anders als ich selbst verhalten, oder lerne ich daraus?
4. Denke ich immer daran, dass ich bis zu einem gewissen Grad die geliebte Gemeinschaft bei denen darstelle, die wissen, dass ich Mitglied bin?
5. Bin ich bereit, einem neuen zu helfen, jeden Weg zu gehen – seinen Weg, nicht meinen – um trocken zu bleiben?
6. Spreche ich über meine Kenntnis der AA-Hilfsmittel mit anderen Mitgliedern, die vielleicht noch nichts davon gehört haben?

FÜNFTE TRADITION
Die Hauptaufgabe jeder Gruppe ist, unsere AA-Botschaft zu Alkoholikern zu bringen, die noch leiden.
1. Schleiche ich mich aus der Verantwortung und sage: Ich bin keine Gruppe, deshalb trifft die eine oder andere Tradition nicht auf mich zu?
2. Bin ich bereit, einem Neuen unmissverständlich die Grenzen der Hilfe in AA zu erklären, auch wenn er wütend auf mich wird, weil ich ihm kein Geld leihe?
3. Habe ich mich heute einem Mitglied von AA aufgedrängt und Vergünstigungen oder Rücksichtnahme verlangt, nur weil ich auch ein AA-Mitglied bin?
4. Bin ich bereit, den nächsten Neuankömmling zu unterstützen, ohne Rücksicht darauf, wer er ist oder was dabei für mich herausspringt?
5. Helfe ich meiner Gruppe auf jede erdenkliche Art, um unsere Hauptaufgabe zu erfüllen?
6. Denke ich daran, dass auch gestandene AA-Mitglieder noch leiden können? Versuche ich, ihnen zu helfen und gleichzeitig von ihnen zu lernen?

SECHSTE TRADITION
Eine AA-Gruppe sollte niemals irgendein außenstehendes Unternehmen unterstützen, finanzieren oder mit dem AA-Namen decken, damit uns nicht Geld, Besitz- und Prestige-Probleme von unserem eigentlichen Zweck ablenken.
1. Sollten die Freunde aus meiner Gruppe mit mir zusammen aktiv werden und Gelder sammeln, um in unserem örtlichen Krankenhaus einige AA-Betten zu subventionieren?
2. Ist es für die Gruppe gut, ein kleines Haus zu mieten?
3. Sind die Funktionäre und Mitglieder unseres hiesigen AA-Clubs mit den „Richtlinien für Clubs“ vertraut (kostenloserhältlich von GSO)?

SIEBTE TRADITION
Jede AA-Gruppe sollte sich selbst erhalten und von außen kommende Unterstützung ablehnen.
1. Jetzt mal ehrlich, tue ich alles Erdenkliche, um AA (meiner Gruppe, meiner Intergruppe, meinem Gemeinsamen Dienstbüro) zu helfen, finanziell unabhängig zu bleiben?
2. Sollten die AA-INFORMATIONEN Werbeflächen an Verlage und die Pharmaindustrie verkaufen, um damit einen großen Gewinn zu erzielen und einen größeren Zeitschrift zu werden, in Buntdruck, aber zu einem billigeren Preis?
3. Falls das Gemeinsame Dienstbüro eines Tages kein Geld haben sollte, wäre es in Ordnung, AA-Gruppen in Krankenhäusern und Gefängnissen vom Staat subventionieren zu lassen?
4. Ist es wichtiger, von einigen wenigen Mitgliedern eine große Hutsammlung zu bekommen, oder eine kleiner Hutsammlung, an der sich mehr Leute beteiligen?
5. Ist der Kassenbericht eine nebensächliche AA-Angelegenheit? Wie denkt der Kassierer darüber?
6. Wie wichtig ist das Gefühl der Selbstachtung für meine Genesung, im Gegensatz zu dem Gefühl, immer für ein Almosen dankbar sein zu müssen?

ACHTE TRADITION
Die Tätigkeit in AA sollte immer ehrenamtlich bleiben; jedoch dürfen unsere zentraln Dienststellen Angestellte beschäftigen.
1. Beschreibt diese Tradition mein persönliches Verhalten? Wenn nicht, was muss geändert werden?
2. Wenn ich mich über eine bestimmte Tradition ärgere, ist mir dann klar, welchen Eindruck es auf die anderen macht?
3. Versuche ich manchmal, für meine Bemühungen in AA irgendwie belohnt zu werden, wenn auch nicht finanziell?
4. Versuche ich in AA wie ein Sachverständiger aufzutreten in Fragen des Alkoholismus? Oder der Genesung? Oder der Medizin oder Soziologie? Oder gar der AA? Oder, und Gott möge mir helfen, etwa der Demut?
5. Bemühe ich mich, die Arbeit der Angestellten innerhalb der Gemeinschaft kennen zu lernen? Oder wie die Angestellten in anderen Gemeinschaften gegen Alkoholismus arbeiten? Kann ich zwischen ihnen allen unterscheiden?
6. Habe ich in meinen Leben in der Gemeinschaft Erfahrungen gemacht, welche die Weisheit der Traditionen beweisen?
7. Beachte ich wirklich das Buch „Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen“. Die Broschüre AA-Tradition-How it Developed? (in Deutschland noch nicht erhältlich).

NEUNTE TRADITION
AA selbst sollte niemals organisiert werden. Jedoch dürfen wir Dienst-Ausschüsse ound Komitees bilden, die denjenigen verantwortlich sind, welchen sie dienen.
1. Versuche ich immer noch, die Abläufe in AA zu bestimmen?
2. Bin ich gegen einige verwaltungstechnische Eigenheiten in AA, weil ich fürchte, sie könnten autoritär sein?
3. Habe ich die Reife, alle Elemente des AA-Programms zu verstehen und zu benutzen – auch wenn mich niemand dazu zwingt – und habe ich trotzdem das Gefühl persönlicher Verantwortung?
4. Übe ich Geduld und Bescheidenheit in der Arbeit für AA, die ich übernommen habe?
5. Denke ich an alle die Freunde, denen gegenüber ich bei meiner Arbeit in AA verantwortlich bin?
6. Warum brauchen die einzelnen Gruppen keine Satzungen und keine Vorschriften?
7. Habe ich gelernt, einen Dienst in AA mit Gelassenheit aufzugeben und dabei zu lernen – wenn die Zeit reif ist?
8. Was hat Rotation mit Anonymität zu tun? Und mit Demut?

ZEHNTE TRADITION
AA nimmt niemals Stellung zu Fragen außerhalb ihrer Gemeinschaft; deshalb sollte auch der AA-Name niemals in öffentlichen Streitfragen verwickelt werden.
1. Erwecke ich manchmal den Eindruck, es gebe de facto eine AA-Meinung über Antabus? Beruhigungsmittel? Ärzte? Psychiater? Kirchen? Krankenhäuser? Gefängnisse? Alkohol? Landes- und Bundesregierung? Die Legalisierung von Haschisch? Vitamine? Al-Anon? Alateen?
2. Kann ich meine persönliche Erfahrung mit diesen Fragen unverblümt äußern, ohne den Eindruck zu erwecken, dass ich eine AA-Meinung vertrete?
3. Auf welchem geschichtlichen Hintergrund gründet sich diese unsere Zehnte Tradition?
4. Hatte ich während meiner Zeit in AA eine ähnliche Erfahrung?
5. Wo stünde AA heute ohne diese Tradition? Wo stünde ich selbst?
6. Verstoße ich gegen diese oder mit ihr verbundenen Traditionen in auffälliger, vielleicht unbewusster Weise?
7. Wie kann ich den Geist dieser Tradition in meinem Leben außerhalb der Gemeinschaft vermitteln? Innerhalb der Gemeinschaft?

ELFTE TRADITION
Unsere Beziehung zur Öffentlichkeit stützen sich mehr auf Anziehung als auf Werbung. Deshalb sollten wir auch gegenüber Presse, Rundfunk, Film und Fernsehen stets unsere persönliche Anonymität wahren.
1. Spreche ich manchmal so fanatisch über AA, dass es seine Anziehungskraft verliert?
2. Bin ich immer darauf bedacht, vertrauliche Mitteilungen zu bewahren, die man mir als Mitglied von AA macht?
3. Bin ich darauf bedacht, keinen Namen von AA-Freunden preiszugeben, auch innerhalb der Gemeinschaft?
4. Schäme ich mich, weil ich ein genesender oder genesener Alkoholiker bin?
5. Wie würde AA aussehen, wäre es nicht von den Maximen geprägt, die in der Elften Tradition ausgesprochen werden? Wo wäre ich gelandet?
6. Ist meine durch AA erhaltene Nüchternheit so ansprechend, dass auch ein Angetrunkener sie für sich haben möchte?

ZWÖLFTE TRADITION
Anonymität ist die spirituelle Grundlage aller unserer Traditionen, die uns immer daran erinnern soll, Prinzipien über Personen zu stellen.
1. Warum ist es für mich vorteilhaft, das gemeinsame Wohlergehen aller Mitglieder in AA über das Wohlergehen des einzelnen zu stellen? Was würde mir wiederfahren, wenn AA als Ganzes verschwände?
2. Wenn ich in die amtierenden AA-Funktionäre kein Vertrauen habe, wem gäbe ich am liebsten Vollmacht, sie zu korrigieren?
3. Deute ich an, dass es für die Mitgliedschaft in AA zusätzliche Voraussetzungen gibt zu dem Wunsch, trocken zu bleiben?
4. Versuche ich manchmal, eine AA-Gruppe meinen Vorstellungen anzupassen, nicht ihren eigenen?
5. Bin ich persönlich verantwortlich, wenn es darum geht, einer AA-Gruppe bei der Erfüllung ihrer Aufgabe zu helfen? Worin besteht mein Anteil?
6. Ist mein persönliches Verhalten ein Spiegel der Sechsten Tradition – oder entspricht es ihr nicht?
7. Tue ich alles, was in meiner Macht steht, um AA finanziell zu unterstützen? Wann habe ich zuletzt ein Abonnement der AA-INFORMATIONEN verschenkt?
8. Beschwere ich mich über das Verhalten einiger AA`s – besonders wenn sie bezahlte Arbeit leisten? Wieso bin gerade ich so schlau?
9. Werde ich allen Verantwortlichkeiten in AA gerecht, und zwar so, dass auch ich ein ruhiges Gewissen habe? Wirklich?
10. Ist alles, was ich von mir gebe, ein Spiegel der Zehnten Tradition, oder liefere ich den Kritikern von AA Zündstoff?
11. Sollte ich meine Mitgliedschaft in AA geheim halten oder sie im privaten Rahmen preisgeben, wenn dies einem anderen Alkoholikern (und damit auch mir) hilft? Ist meine Art, nüchtern zu leben, so attraktiv, dass andere Säufer sie erstrebenswert finden?
12. Wie wichtig bin ich eigentlich unter Millionen Anonymen Alkoholiker?

 15 Inventur Fragen:

1. Kann ich auf Anhieb drei gute Eigenschaften von mir nennen?

2. Habe ich mir irgendeinen Fehler/Fehltritt noch nicht verziehen?

3. Gönne ich mir jeden Tag etwas Gutes/Schönes?

4. Halte ich “Nichtstun³ für Verschwendung?

5. Bin ich nachtragend?

6. Wer/was hat mich in dunklen Stunden aufgerichtet?

7. Neige ich dazu, alles perfekt zu machen (“super³)?

8. Ertappe ich mich immer wieder bei dem Versuch, bei anderen Eindruck zu machen?

9. Kann ich auch einmal Nein sagen, um auch einmal mir zu gehören?

10. Fällt es mir sehr schwer, Fehler zuzugeben und mich notfalls zu entschuldigen?

11. Bin ich ehrlich - “durchsichtig³- oder gehe ich sehr “diplomatisch³ vor - hart an der Wahrheit und Liebe vorbei?

12. Habe ich immer noch etwas zu tun, wenn andere bereits ihre Freizeit genießen?

13. Überfordere ich mich, um durch immer noch besser Leistungen zu imponieren?

14. Bin ich an manchen (oder vielen) Enttäuschungen am Ende nicht selber schuld, weil ich zu viel von den anderen erwarte? Weiß ich, wie es in der Seele eines Menschen aussieht, wenn ich mit ihm spreche?

15. Sag ich mir auch mal “gehörig die Meinung³ - zum Beispiel, dass ich mich oft beeinflussen lasse von der Meinung der Leute?

INVENTUR ...........Fragen zu den Schritten:

1.Schritt: Wir gaben zu, daß wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind und unser Leben nicht mehr meistern konnten.

I: Die 1. Schrittinventur meiner Saufzeit:

a)Welche anderen Lösungen habe ich ausprobiert und wie waren die Ergebnisse?

b) Suche ich noch nach einer Lösung außerhalb von AA?

c)Wie habe ich Alkohol benutzt, um vor den Problemen meines Lebens zu fliehen.

d) Habe ich wieder getrunken nach Jahren in Genesung(Trockenheit)?

II: Wie hat diese Krankheit mein Leben beeinträchtigt und wie tut sie es heute noch – sowohl körperlich als auch emotional und spirituell?

a) Habe ich mich bei meiner Arbeit durch gute Leistungen bewährt oder bin ich nur mit Ach und Krach durchgekommen? Bitte näher darauf eingehen.

b) Wie ist es gewesen mit mir zu Hause zu leben?

c) Hat chronische Unzufriedenheit wegen meines Saufens meine Freundschaften oder Ehe beeinträchtigt?

d) Bin ich in Kontakt mit meinen Gefühlen oder habe ich meinen Ärger und meine Angst hinter aufgesetzter Fröhlichkeit verborgen ? Bitte näher erklären.

III: Inwieweit habe ich geglaubt, daß mein Leben zu meistern sei, wenn sich die Anderen nur nach meinen Vorstellungen verhielten? Bitte näher erläutern.

IV: Wann und wie war mein Leben nicht zu meistern?

V: Habe ich versucht mich selbst zu kontrollieren und habe ich dann demoralisiert aufgegeben?

VI: Und sogar wenn ich erfolgreich war, hat es gereicht um mich selbst zu kontrollieren? Bitte erklären.

VII: Glaube ich daran, daß nur das ehrliche Eingeständnis meines Zustandes mir selbst gegenüber mich vom Saufen retten kann? Warum, weshalb?

VIII: Gebe ich zu, daß meine derzeitigen Methoden, um das Leben in den Griff zu kriegen, nicht erfolgreich gewesen sind, und daß ich einen neuen Weg finden muß, das Leben anzugehen. Bitte näher erklären.

IX: Bin ich bereit zur Änderung und zu lernen? Warum?

X: Habe ich meine Erfahrungen ehrlich betrachtet und bin ich überzeugt, mein Leben nicht mehr mit meinem Willen meistern zu können. Bitte erklären.

2.Schritt: Wir kamen zu dem Glauben, daß eine Macht größer als wir selbst, uns unsere geistige Gesundheit wiedergeben kann.

I.: Wenn ich mein Leben mit völliger Ehrlichkeit betrachte: Wie habe ich mich in einer extrem irrationalen und selbstzerstörerischen Weise verhalten, wenn es ums Saufen ging?

II.: Auf welche Weise bin ich davon besessen gewesen mein Saufen zu kontrollieren.

III.: Falls diese Methoden funktionierten, wie habe ich unausweichlich die Kontrolle verloren und wieder gesoffen. Bitte erklären.

IV.: Auf welche Weise habe ich weiter versucht im Saufen Trost zu finden, lange nachdem es angefangen hatte mich unglücklich zu machen.

V.: Wie habe ich mich geistig ungesund/krank verhalten als….

a) ……ich meine Kinder anschrie als diese meine Aufmerksamkeit brauchten

b)….ich eifersüchtig von meinem/er Partner/in Besitz ergreifen wollte

c)….ich mit Alkohol wohler fühlte als mit Menschen

d)…ich mein soziales/gesellschaftliches Leben einschränkte

e)…..ich die Vorhänge zuzog, das Telefon abschaltete und mich im Haus versteckte

VI.: Auf welche Weise habe ich bei geringfügigen Anlässen überreagiert, während ich die echten Probleme in meinem Leben ignorierte?

VII.: Bin ich zu dem Glauben gekommen, daß es notwendig ist, mich zu ändern? Wieso?

VIII.: Da meine Willenskraft meine erfolglose Lebensweise nicht ändern kann; bin ich bereit nach einer Macht – größer als mein Ich zu suchen, die meine geistige Gesundheit wiederherstellt?

IX.: Wie definiere ich diese Höhere Macht ?

X.: Wenn ich nicht an eine Höhere Macht, kann ich „so tun als ob“ ich Hilfe in meinem Leben bekäme.

XI.: Wie sollte diese Macht meiner Vorstellung nach sein und was sollte sie in meinem Leben bewirken?

XII.: Glaube ich an Gott, glaube ich jedoch nicht wirklich, Gott könne oder würde mich vom Saufen befassen ?

XIII.: Habe ich Gott gebeten, meinen Schmerz von mir zu nehmen, aber mir zu erlauben zu trinken , was immer ich möchte?

XIV.: Wie fühle ich mich dabei, meinen alten Vorstellungen von Gott durch einen Glauben zu ersetzen, der funktioniert?

XV.: Welche Dinge bin ich bereit zu tun, von denen mir andere erzählt haben, daß sie bei Ihnen funktionierten ?

3.Schritt: Wir fassten den Entschluß, unseren Willen und unser Leben der Sorge Gottes, wie wir ihn verstanden anzuvertrauen.

I.: Auf welche Weise bin ich bereit, mir eine neue Einstellung zu meinem trinken anzueignen?

II.: Was war meine Einstellung gegenüber Alkohol und meinem Trinken.

III.: Bin ich bereit meinen Eigensinn in Bezug auf Alkohol aufzugeben? Bitte näher erläutern.

IV.: Wie fühle ich mich bei dem Gedanken, mein Leben völlig der Führung einer Höheren Macht anzuvertrauen ?

V.: Habe ich Richtlinien für den Umgang mit Alkohol? Werde ich Gott um die Bereitschaft und die Fähigkeit bitten, jeden Tag nach Ihnen zu leben? Bitte näher erläutern.

VI.: Wenn gelegentlich die Besessenheit zurückkehrt, wie komme ich durch diese Zeiten ohne zu Saufen?

VII.: Wie gelange ich zur Entscheidung, meinen Willen und mein Leben einer Höheren Mach anzuvertrauen ?

VIII.: Bin ich bereit, ernsthaft nach dem Willen Gottes für mich zu suchen und bereit, dementsprechend zu handeln. Bitte erklären.

IX.: Was kann ich tun, wenn ich mich unstabil fühle?

X.: Warum ist es für mich notwendig, diesen neuen Weg zu folgen?

XI.: Was tue ich wenn ich unentschlossen bin ?

XII.: Was wird es für mich mit sich bringen, wirklich im Dritten Schritt zu arbeiten ?

4.Schritt: Wir machten eine gründliche und furchtlose Inventur in unserem Inneren.

I.: Hält mich etwas davon ab, meine „furchtlose“ und „gründliche“ Inventur zu beginnen?

II.: Zu welchen Taten, egal wie klein sie sein mögen, bin ich bereit um mein Zaudern zu überwinden?

III.: Bin ich bereit eine schriftliche Inventur zu machen ?

IV.: Was habe ich für Möglichkeiten, meine Inventur zu machen? Wie werde ich die Sache angehen?

V.: Warum ist es für mich wichtig, zu einer ausgeglichenen Sichtweise von mir zu kommen ?

VI.: Schreibe die Listen wie auf Seite 74 und 75 aus dem Blauen Buch.

VII.: Nachdem ich nun meine Inventur geschrieben und nochmals durchgesehen habe: Bin ich bereit meine Höhere Macht zu bitten, mir zu helfen, noch all das hinzuzufügen, was ich möglicherweise ausgelassen habe?

5.Schritt: Wir gaben Gott, uns selbst und einem anderen Menschen gegenüber unverhüllt unsere Fehler zu.

I.: Nachdem ich nun meine Inventur im Vierten Schritt beendet habe: Wie fühle ich mich bei dem Gedanken, die Einzelheiten meiner Vergangenheit mit einem anderen Menschen zu teilen. Bitte näher erläutern.

II.: Bin ich bereit bezüglich der Fehler die ich gemacht habe, völlig ehrlich zu sein ?

III.: Wie hilft mir meine Höhere Macht, die Ausreden und Erklärungsversuche(Rationalisierung)hinter mir zulassen und nicht anderen die Schuld zu geben?

IV.: Bin ich nochmals meine Inventur im Vierten Schritt durchgegangen und habe jede Wahrheit über mein Verhalten in der Vergangenheit akzeptiert egal wie schmerzhaft oder beschämend sie ist ?

V.: Mit wem möchte ich meine Inventur teilen? Was sind meine Gründe für diese Wahl?

VI.: Bin ich bereit die genaue Natur meiner Fehler zu besprechen ?

VII.: Warum habe ich einiges von dem was ich getan habe, getan?

VIII.: Welche Gefühle führten zu diesen Handlungen ? Wie fühlte ich mich hinterher ?

IX.: Was kosteten mich diese Handlungen ?

X.: Was habe ich, indem ich meine Inventur mit einem anderen Menschen teilte a) über Angst gelernt ? b) über Vertrauen gelernt ? c) über Ehrlichkeit gelernt ? d) über Akzeptanz gelernt ?

6.Schritt: Wir waren völlig bereit, all diese Charakterfehler von Gott beseitigen zu lassen.

I. Was ist der Unterschied zwischen dem Lippenbekenntnis „ich bin völlig bereit“ und dem vollkommenem Bereitsein?

II.: Warum ist es so schwer, vollkommen bereits zu sein, mich von meinen Charakterfehlern zu trennen ?

III.: Habe ich Angst ? habe ich das Gefühl, daß ich ohne meine Charakterfehler als Mensch weniger interessant wäre?

IV.: Welche Charakterfehler würde ich lieber behalten ?

V.: Was bedeutet für mich „völlig bereit“ sein ?

VI.: Was „tut“ jeder meiner Charakterfehler für mich?

VII.: Was „tut“ mir jeder Charakterfehler an ?

VIII.: Wie hat jedes dieser alten Werkzeuge, mit denen ich mich durchs Leben schummelte, seine Zweckmäßigkeit verloren ?

IX.: Welchen Schaden fügt es mir zu, an all diesen Denk-und Verhaltensweisen festzuhalten ?

X.: Was ist meiner Meinung nach die (Quint)Essenz des Sechsten Schrittes?

XI.: Wie ist meine Einstellung bezüglich Veränderungen?

7.Schritt: Demütig baten wir Ihn, unsere Mängel von uns zu nehmen.

I.: Was ist meine Vorstellung von Demut?

II.: Welches Bild habe ich von mir selbst.

III.: Wie hält mich mein Selbstbild davon ab, zu wahrer Demut zu finden.

IV.: Was habe ich in AA über Demut gelernt.

V.: Warum möchte ich, daß Gott meine Mängel von mir nimmt?

VI.: Warum ist es wichtig für mich, jeden meiner Charakterfehler anzunehmen ?

VII.: Wie kann ich alte Einstellungen loslassen, die Demut blockieren, wie z.B.: geringe Selbstachtung, Streben nach Status und Selbstgerechtigkeit?

VIII.: Wie vollende ich den Siebten Schritt?

IX.: Was steht auf der Liste meiner Charakterfehler ?

X.: Wie werde ich Gott darum bitten, meinen Unzulänglichkeiten von mir zu nehmen?

XI.: Habe ich noch weitere Charakterfehler entdeckt, die ich während des (geistigen) Hausputzes nicht sah, als ich den Vierten bis Sechsten Schritt unternahm/arbeitete? Welche sind das ?

XII.: Wie wurde mir gezeigt, was ich zu tun habe, sobald ein Charakterfehler von mir genommen wird? XIII.: Wie handle ich, wenn ich einen Fehler mache?

XIV.: Wie weit bin ich bereit zu gehen, um meine Mängel loszuwerden ?

XV.: Wie kultiviere ich meine Bereitschaft, alle neu entdeckten Ängste, Groll und andere Mängel vom mir nehmen zu lassen?

XVI.: Welche Charakterzüge, die mich verletzt haben, verwandelten sich in große Vorzüge, wenn ich sie auf die richtige Weise zur rechten Zeit angewendet habe ?

XVII.: Wie hat sich das wiederholte Anwenden des Siebten Schrittes auf die Beziehung zu meiner Höheren Macht ausgewirkt ?

8.Schritt: Wir machten eine Liste aller Personen, denen wir Schaden zugefügt hatten, und wurden willig, Ihn bei allen wieder gut zu machen.

I.: Welche Muster habe ich beim Betrachten meiner Beziehungen, die mir und anderen Schaden entdeckt? Wie stelle ich fest, was tatsächlich Schaden an einer anderen Person ist?

II.: Welche Namen würden in meiner Inventur im Vierten Schritt als die Anführen, denen ich Schaden zugefügt habe?

III.: Stehen Namen auf der Liste, die möglicherweise nicht dorthin gehören? Welche?

IV.: Habe ich mir selbst geschadet? Wie?

V.: Mit welcher Absicht mache ich den Achten Schritt?

VI.: Wie werde ich um “Wiedergutmachung“ bereit, bei jeder Person auf meiner Liste .

VII.: Welche guten Vorschläge habe ich von meinem Sponsor und anderen OA-Mitgliedern bekommen, die mir helfen, bereit zu werden?

VIII.: Welchen Leuten auf meiner Liste muß ich an mir begangene Schäden vergeben?

IX.: Warum bin ich auf diese Menschen ärgerlich(angfressn)?

X.: Bin ich bereit, daß was ich geschrieben habe, mit einem anderen Menschen zu teilen?

XI: Bin ich bereit, täglich für diejenigen Menschen zu beten, die mir Unrecht getan haben, damit ich von meinem Groll und meiner Unversöhnlichkeit befreit werden kann?

XII.: Bin ich bereit, Wiedergutmachung zu leisten selbst wenn ich gar nicht will?

9. Schritt: Wir machten bei diesen Menschen alles wieder gut, wo immer es möglich war, es sei denn, wir hätten dadurch sie oder andere verletzt.

I.: Welche Wiedergutmachungen habe ich aufgeschoben?

II.: Wie haben mich diese aufgeschobenen Wiedergutmachungen blockiert und meine Genesung bedroht?

III.: Worin liegen die Gefahren, mehr Schaden anzurichten als Gutes zu tun, wenn ich den Menschen gegenübertrete und mit Ihnen über schmerzvolle Situationen aus der Vergangenheit spreche?

IV.: Habe ich mit meinem Sponsor oder einer anderen Person, welche die Lebensweise der 12-Schritte versteht, über meine Wiedergutmachungsliste gesprochen?

V.: Was ist die Absicht(Sinn) des Neunten Schrittes ?

VI.: Inwiefern bedeutet Wiedergutmachung leisten mehr als nur “Es tut mir Leid“ zu sagen.

VII.: Welche Erwartungen habe ich darüber, wie mich andere Menschen aufnehmen werden?

VIII.: Wie werde ich dem Opfer meiner falschen Handlungen ein ehrliches und direktes Eingeständnis meiner Fehler geben?

IX.: Welche Veränderungen oder Entschädigungen bin ich bereit vorzunehmen um meine Fehler wieder in Ordnung zu bringen?

X.: Was sind “lebendige Wiedergutmachungen“?

XI.: Wem schulde ich lebendige Wiedergutmachung?

XII.: Wie kann ich bei mir und meinen Lieben die Verletzungen aus der Vergangenheit wieder gut machen?

XIII.: Bei wem werde ich direkte Wiedergutmachung leisten?

XIV.: Wie werde ich Wiedergutmachung bei den Menschen leisten, die ich nicht finden kann? Wer sind diese Menschen?

XV.: Wie werde ich Wiedergutmachung bei den Menschen leisten, die ich verstorben sind? Wer sind diese Menschen?

XVI.: Welche Wiedergutmachung kann ich nicht direkt leisten, ohne jemanden zu verletzen?

XVII.: Wie kann ich diese Wiedergutmachung anonym leisten, um zu vermeiden, unschuldige Menschen zu verletzen ?

XVIII.: Gibt es Wiedergutmachung, die ich einfach deshalb anonym leisten möchte, damit ich mich nicht schämen muß?

XIX: Benutze ich die Ausrede, daß mir diese Wiedergutmachungen finanziell wehtun oder meine Selbstachtung verletzen?

XX.: Wie bin ich mit jeder dieser Personen(von der Liste)umgegangen ?

10.Schritt: Wir setzten die Inventur bei uns fort, und wenn wir Unrecht haben, gaben wir es sofort zu.

Wenn wir uns in der Nacht zur Ruhe begeben, halten wir eine konstruktive Rückschau auf den vergangenen Tag.

I. Waren wir grollig, selbstsüchtig, unehrlich oder ängstlich ?

II. Benötigen wir /waren wir eine Entschuldigung schuldig ?

III. Haben wir etwas für uns behalten, was wir unverzüglich mit einer anderen Person besprechen sollten ?

IV. Waren wir allen gegenüber nett und liebenswürdig ?

V. Was hätte ich besser machen können ?

VI. Haben wir die meiste Zeit an uns/über uns gedacht ?

VII. Oder denken wir was wir für andere tun könnten, oder was wir zum “Strom des Lebens“ beitragen könnten ? Aber wir müssen vorsichtig sein nicht in Kummer, Reue oder krankhafte Selbstbetrachtung/Reflektion zur verfallen, die unsere

Nützlichkeit für Andere trüben könnte. Nachdem wir unsere Rückschau gehalten haben, bitten wir Gott um Vergebung und erfragen welche korrigierenden Maßnahmen gemacht werden sollten.

11.Schritt: Wir suchten durch Gebet und Besinnung, die bewußte Verbindung zu Gott, wie wir in verstanden zu vertiefen. Wir baten Ihn nur uns seinen Willen erkennbar werden zu lassen und uns die Kraft zu geben Ihn auszuführen.

1. Inwiefern fordert der 11. Schritt mich heraus ?

2. Was ist meine Ansicht über Genesung durch eine spirituelle Beziehung durch eine Kraft(Macht) größer als ich selbst ?

3. Auf welche Art und weise versuche ich aktiv meine Beziehung zu meiner Höheren Kraft(Macht) zu verbessern?

4. Wie wichtig ist es für mich, mir regelmäßig Zeit für Gebet und Meditation/Besinnung zu nehmen.

5. Was sage ich, wenn ich zu Gott spreche ?

6. Habe ich Angst Gott gegenüber meine wahren Gefühle auszudrücken? Wann und warum?

7. Um welche Erkenntnis brauche ich Gott zu bitten ?

8. Wann war ich wütend auf Gott ?

9. Auf welche fühlbare Art und Weise kann ich mit Gott kommunizieren?

10. Was ist Meditation/Besinnung ?

11. Was bietet Meditation/Besinnung mir an ?

12. Wie kann ich wissen, welche Gedanken Gottes Fingerzeige sind und welche meine eigen Überlegungen ?

13. Wie verändert mich die Zeit die ich in Gebet und Meditation/Besinnung verbringe ?

14. Was tue ich, wenn ich fühle, daß mir meine Höhere Kraft(Macht) Einsichten gewährt ?

15. Was tue ich, wenn ich eine wichtige Entscheidung treffen muß ?

16. Wie reagiere ich, wenn ich bei den Dingen einen Fehler mache, die meiner Meinung nach den Willen Gottes für mich darstellen. ?

17. Auf welche Art und Weise spricht Gott mit mir ?

18. Was muß ich tun, um im Einklang mit dieser Höheren Kraft(Macht) in Verbindung zu bleiben/ verbunden zu bleiben ?

12. Schritt: Nachdem wir durch diese Schritt ein spirituelles Erwachen erlebt hatten, versuchten wir, diese Botschaft andere Alkoholiker weiterzugeben und unser tägliches Leben nach diesen Grundsätzen auszurichten.

1. Was war meine Erfahrung des spirituellen Erwachens ?

2. Wie lautet die Botschaft der Hoffnung, die ich an andere Alkoholiker weitergebe ?

3. Wie und warum bin ich versucht zu glauben, daß ich am Ende meiner Reise angelangt sei ?

4. Wie kann ich spirituell wach und völlig lebendig bleiben ?

5. Auf welche Art habe ich versucht, meinem Programm in Isolation zu folgen ?

6. Wie hat dies mein emotionales Gleichgewicht und meine Abstinenz beeinträchtigt ?

7. Welche Erfahrungen habe ich gemacht, wenn ich dieses Programm mit anderen Alkoholikern teile ?

8. Welche Rolle hat Dienst bei der Genesung in AA gespielt ?

9. Wie teile ich meine AA Erfahrung mit anderen Alkoholikern ?

10. Welche Erwartungen habe ich, was bei diesem Dienst für andere herauskommen soll ?

11. Wie kann ich damit fortfahren, meine neue Lebensweise in allen meinen Angelegenheiten anzuwenden ?

12. Wie kann ich bestätigen, daß ich meinen alten Verhaltensweisen für immer den Rücken gekehrt habe ?

13. Was habe ich über die folgenden Prinzipien, die in jedem Schritt enthalten sind gelernt, sodaß ich diesen in all meinen Angelegenheiten anwenden kann?

a) Ehrlichkeit im Ersten Schritt ?

b) Hoffnung im Zweiten Schritt ?

c) Glauben im Dritten Schritt ?

d) Mut und Integrität im Vierten und Fünften Schritt ?

e) Bereitschaft im Sechsten Schritt ?

f) Demut im Siebten Schritt ?

g) Selbstdisziplin und Nächstenliebe im Achten und Neunten Schritt ?

h) Ausdauer im Zehnten Schritt ?

i) Spirituelle Bewußtheit im Elften Schritt ?

j) Dienst im 12. Schritt ?

14. Welche Fußspuren hinterlasse ich, denen andere folgen können ?

15. Wie lauter die Botschaft, nach der ich lebe ?

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